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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
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- 18. April 1952: Ministerpräsident Zinn ruft zur Förderung der Jugend auf
Zwei Tage vor dem Beginn der „Woche der Jugend“, die vom 20. bis zum 27. April stattfindet, ruft Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) dazu auf, die Jugend sowie ihre Vorhaben zu fördern, und betont, dass alle in der Jugendwoche gesammelten Gelder der hessischen Jugend zu Gute kommen werden.(MB) ... »Details - 20. April 1952: Kultusminister Metzger ruft die Jugend auf, politischer zu werden
Kultusminister Ludwig Metzger (1902–1993; SPD) ruft bei der Eröffnung der „Woche der Jugend im Lande Hessen“ die Jugend dazu auf, politisch zu werden, was zum einem der Persönlichkeitsbildung aber auch der Gesellschaft insgesamt zu Gute kommen werde. Besonders sollen sich Jugendliche für Gleichaltrige einsetzen, die weder Elternhaus, Heim noch Arbeiten haben.(MB) ... »Details - 20. April 1952: Georges Chariton hofft auf Überwindung der deutsch-französischen Schwierigkeiten
Georges Chariton, der auf der Jugendwoche Präsident des internationalen Teils ist, verleiht in Rüdesheim am Rhein seiner Hoffnung Ausdruck, dass Deutschland und Frankreich ihre zwischenstaatlichen Probleme überwinden könne, auch wenn unter die Vergangenheit nicht einfach ein Schlussstrich gezogen werden könne.(MB) ... »Details - 28. April 1952: Neuer Länderschlüssel für die Notaufnahme von Flüchtlingen aus der Ostzone
Der Bundesanzeiger veröffentlicht einen vom Bundesrat beschlossenen neuen Schlüssel für die Notaufnahme von Menschen aus der ehemaligen Sowjetischen Besatzungszone nach dem Notaufnahmegesetz. Hessen, das mit Bayern und Rheinland-Pfalz wegen der Überbelegung mit Heimatvertriebenen keine Flüchtlinge aufnehmen brauchte, hat sich freiwillig dazu bereit erklärt. Nach dem bis zum 7. Dezember 1951 ... »Details - 28. April 1952: Wahl eines hessischen Landeselternrates durch Elternvertreter
In Marburg wird auf der der ersten ordentlichen Versammlung der Stadt- und Kreiselternausschüsse ein hessischer Landeselternrat gewählt. Aufgabe des Rates ist die Wahrnehmung des in Artikel 56 Absatz 6 der hessischen Verfassung garantierten Mitbestimmungsrecht der Eltern. Daneben soll der Rat für die Verbesserung der Lehrbedingungen, unter anderem Raumnot, schlechte Lehrerbezahlung und ... »Details - 28. April 1952: Keine Koalitionsgespräche zwischen dem Block der Heimatvertriebenen und der SPD
Der Landesvorsitzende des Blocks der Heimatvertriebenen und Entrechteten, Lothar Kunz (1892–1972), teilt mit, dass es keinerlei Verhandlungen zwischen dem Block und der SPD über ein mögliche Erweiterung des Kabinetts noch über die Besetzung von Minister- und Staatssekretärsposten gegeben hat. Beide Fraktionen hätten lediglich in einigen Sachfragen im Landtag zusammengearbeitet. Damit ... »Details - 30. April 1952: Verhandlungen über Grube Emma vor dem Arbeitsgericht Wiesbaden
Das Arbeitsgericht Wiesbaden verhandelt in der Sache Grube Emma. Der früher Eigentümer der Braunkohlegrube, die sozialisiert wurde, und später als Treuhänder fungierte, verklagt das Land auf 44.800 DM, die ihm das Land für seine Arbeit als Treuhänder noch schulde. Als monatliches Gehalt standen ihm 700 DM zu, das aber nur bis August 1949 an ihn gezahlt worden sei. Aufgrund finanzieller ... »Details - Mai 1952: Block der Heimatvertriebenen dementiert Zeitungsberichte über Spannungen mit SPD
Der Fraktionsvorsitzende des Blocks der Heimatvertriebenen, Fritz Czermak (1894–1966) dementiert Zeitungsberichte, nach denen die politischen Gespräche zwischen dem Block und SPD gestört sind. Die Zeitung berichtete, dass Czermak ein Zusammengehen mit der SPD, im Gegensatz zu vielen seiner Parteikollegen, nicht befürworte. Um Klarheit in dieser Angelegenheit zu erhalten, ruft der Block eine ... »Details - 2. Mai 1952: Ministerpräsident Zinn antwortet auf Adenauers Kritik über die Personalpolitik Hessens
Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) antwortet brieflich auf die Kritik von Bundeskanzler Konrad Adenauer (1876–1967; CDU). Dieser hatte die Personalpolitik Hessens angegriffen, und dem Land vorgeworfen, Stellen nach dem Parteibuch zu besetzen, sodass Beamte, die nicht in der SPD sind, von ihren Posten verdrängt würden. Zinn erklärt, dass das Ausscheiden von Dr. Peter Paul ... »Details - 4. Mai 1952: Ergebnisse der Kommunalwahlen in Hessen
Aus den hessischen Kommunalwahlen geht die SPD als stärkste Kraft hervor. Gegenüber den Wahlen von 1948 kann die Partei ihren Stimmenanteil auf der Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte von 35,7 % auf 38,5 % steigern. Die CDU verliert 11,3 Prozentpunkte und fällt im Landesdurchschnitt auf 17,8 % zurück. Auch die FDP büßt sieben Prozentpunkte ein und erreicht nur noch 14,9 % der ... »Details - 5. Mai 1952: Parteien äußern sich zum Ausgang der Kommunalwahlen in Hessen
Der Ausgang der Kommunalwahlen in Hessen wird in ersten Stellungnahmen der Parteien bewertet. Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) verweist auf das gute Abschneiden der SPD, die ihre Stimmen, ausgenommen zwei Städte, gehalten bzw. vermehrt habe. Das schlechte Abschneiden der FDP lastet er dem Kurs von August-Martin Euler (1908–1966) an. Die CDU punktete besonders in ... »Details - 6. Mai 1952: Pressedienst der SPD wertet hessisches Kommunalwahlergebnis als Niederlage für die Bundesregierung
Der Pressedienst der SPD sieht den Ausgang der hessischen Kommunalwahl als eine Niederlage für Bonn an. Das gute Abschneiden des Blocks der Heimatvertriebenen zeige, dass eine Politik, die nicht im kompromittierende[s] Bündnis mit Bonn gemacht werde, Erfolg habe. Der Block müsse als neue politische Kraft gewertet werden. Alle Stimmen für diese Partei seien eine Absage an Bonn. Auch die ... »Details - 6. Mai 1952: Bonn reagiert auf SPD-Pressekommentar über hessische Kommunalwahl
Aus Bonn folgt die Reaktion auf den Pressemitteilung der SPD über den Kommunalwahlausgang in Hessen. Dieser Kommentar mache deutlich, dass die SPD ein mögliches Bündnis mit dem Block auf Bundesebene vorbereite. Beide Parteien verfolgen in der Frage des Lastenausgleichs eine gemeinsame Position. Der Block koppelt seine Zustimmung für einen deutschen Verteidigungsbeitrag an eine Regelung des ... »Details - 6. Mai 1952: Führungswechsel bei der Bundes-FDP nach hessischer Kommunalwahl
Der Vizepräsident des Bundestags, Hermann Schäfer (1892–1966), übernimmt den Posten des Vorsitzenden der Bundestagsfraktion der FDP, nachdem August-Martin Euler (1908–1966) schriftlich seinen Rücktritt von diesem Amt mitteilte. Hintergrund ist die Kritik der hessischen FDP an den Vorgängen im Südweststaat, die den Wahlkampf der Partei in Hessen negativ beeinflusst hätten. Unklar ist ... »Details - 6. Mai 1952: Neue Tarifordnung für Angestellte in Ministerien
Das hessische Kabinett beschließt, dass Angestellte in den hessischen Ministerien nicht mehr nach Vergütungsgruppe IX der Tarifordnung bezahlt werden. Die unterste Vergütungsgruppe bildet die Gruppe VIII, was ein Gehalt von 200 bis 320 DM monatlich bedeutet.(MB) ... »Details - 6. Mai 1952: Hessen protestiert gegen die Einverleibung Bad Wimpfens nach Baden-Württemberg
Das hessische Kabinett protestiert bei der Regierung des Südweststaates gegen die Einverleibung der hessischen Enklave Bad Wimpfen in das südliche Bundesland. Nach Auffassung Stuttgarts gehört das Gebiet nicht zu Hessen.(MB) ... »Details - 6. Mai 1952: Kabinett billigt neue Richtlinie für Beihilfen bei Elemantarschäden
Das hessische Kabinett verabschiedet die vom Finanzminister vorgelegte neue Richtlinie zu staatlichen Beihilfen bei Elementarschäden, die nicht durch Versicherungen abgedeckt werden. Wer selbst nicht in der Lage ist, etwaige finanzielle Schäden zu beheben, kann in dieser Notlage Beihilfen beantragen. Schäden unter 500 DM werden von dieser neuen Richtlinie in der Regel nicht abgedeckt.(MB) ... »Details - 6. Mai 1952: Hessische Regierung bestimmt weiteres Vorgehen des Landes im Bundesrat
Die hessische Regierung legt das weitere Vorgehen des Landes im Bundesrat fest. Hessen wird dort die Verordnung zu Änderung des Kohlepreises ablehnen, da die Anhebung des Kohlepreises nach Meinung der Landesregierung zu einer erneuten Teuerungswelle führen werde. Ebenso wird Hessen dem Gesetz zur Erhöhung des Bundesanteils an der Einkommen-und Körperschaftsteuer auf 40 Prozent nicht zustimmen. ... »Details - 14. Mai 1952: Zinn hält Auslieferungen Deutscher nicht mit dem deutschen Recht vereinbar
Im Landtag erklärt Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD), dass er die Auslieferung Deutscher an das Ausland für nicht vereinbar mit dem deutschen Recht halte. Er bezieht damit Stellung auf die Große Anfrage des Blocks der Heimatvertriebenen und Entrechteten zu Auslieferungsanträgen anderer Staaten. Konkret geht es um den Fall Hübenthal. Zinn verweist aber auf das ... »Details - 14. Mai 1952: Landtag beschließt Erhöhung der Födergelder für Handwerk
Der Hessische Landtag stimmt dem Antrag der SPD einstimmig zu, die im Haushalt vorgesehen Gelder zur Förderung des Handwerks und der selbstständigen Klein- und Mittelbetriebe von 100.000 auf 250.000 DM zu erhöhen. Vom Handwerk selbst waren ursprünglich 510.000 DM Fördergelder gefordert worden.(MB) ... »Details
