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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
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- 2000
- 27. Juli 1846: Einweihung der Main-Neckar-Bahn mit einer Probefahrt von Frankfurt nach Heidelberg
Am 27. Juli 1846 wird die Main-Neckar-Bahn als gemeinsame Bahnlinie der Stadt Frankfurt am Main, dem Großherzogtum Hessen und dem Großherzogtum Baden mit einer öffentlichen Probefahrt von Heidelberg über Bensheim, Darmstadt nach Frankfurt-Sachsenhausen eingeweiht.|Ebenso wie in anderen hessischen Städten hatte sich auch in Darmstadt am 31. Januar 1836 ein Eisenbahnkomitee gegründet, das den ... »Details - 31. Juli 1846: Ankunft der ersten Auswanderer aus Groß-Zimmern im Rheinhafen Gernsheim
Die von den hessischen Gemeinden geübte Praxis, die Armen auf kommunale Kosten nach Amerika zu bringen, führt dazu, dass Groß-Zimmern 1846 ca. 700 Personen nach New York in Bewegung bringt. Die erste Gruppe von Auswanderern erreicht den Rheinhafen Gernsheim am 31. Juli 1846, die zweite am 7. August 1846. ... »Details - 24.-26. September 1846: Erster Germanistentag in Frankfurt
„Männer, die sich der Pflege des deutschen Rechts deutscher Geschichte und Sprache ergeben, nehmen sich vor in einer der ehrwürdigsten Städte des Vaterlandes, zu Frankfurt am Main, vom 24. September 1846 an einige Tage mit einander zu verkehren“0=Zitiert nach: Katinka Netzer, Die Brüder Grimm und die ersten Germanistenversammlungen, in: Kultur und Politik. Die Grimms, Frankfurt am Main ... »Details - 1847: Hungerjahr im Westerwald
Aufgrund schlechter Witterungsverhältnisse fallen die Ernten 1847 in ganz Deutschland, schlecht aus. Besonders die Kartoffelfäule führte im Westerwald zu großen Versorgungsproblemen und einer Hungersnot.(RKr) ... »Details - 1847: Lebensverhältnisse der Eisenbahnarbeiter
1847 erschien erstmals der Beitrag „Die Fürsorge für das Loos der Eisenbahnarbeiter“, die der damalige kurhessische Hauptmann Maximilian von Ditfurth (1806–1861) verfasst hatte, um auf die „unter Umständen sehr folgenreiche, unverkennbare Mißstände“ bei der Behandlung der Eisenbahnarbeiter aufmerksam zu machen. ... »Details - 1847: Die Armut in Oberhessen
Das Kurfürstentum Hessen war von der Hungersnot der Jahre 1846/47 besonders stark betroffen. Missernten aufgrund schlechter Witterung und der Kartoffelfäule gehörten zu den Hauptursachen der Ernteausfälle, die massive Preissteigerungen zur Folge hatten. Wie verzweifelt die Lage teilweise war, zeigt die Bitte von Bürgern aus Bracht an die Regierung, den Ort mit Brot zu versorgen, da sie sonst ... »Details - 1847-1848: Siedlung Bettina
1842 wurde im Schloss Biebrich der „Verein zum Schutz deutscher Einwanderer in Texas“ gegründet, der auch unter dem Namen „Mainzer Adelsverein“ bekannt wurde. Der Verein wollte in Texas, das seit 1836 unabhängige Republik war, deutsche Siedlungen gründen. Damit verbunden war die Hoffnung auf Freiheit und Demokratie, aber auch auf neue Perspektiven für die verarmte deutsche ... »Details - 27. Januar 1847: Folgen der Kartoffelfäule
Die durch einen Pilz hervorgerufene Kartoffelfäule führte zwischen 1845 und 1852 in weiten Teilen Europas zu massiven Ernteausfällen und in der Folge zu Hungersnöten. Der Düdelsheimer Pfarrer Wilhelm Münch, der für die Jahre 1841 bis 1852 in einer Chronik die wichtigsten Ereignisse im Ort festhielt, berichtete erstmals 1845, dass sich an den Kartoffeln eine „eigne Krankheit“ zeigte und ... »Details - 5. Mai 1847: Einweihung der „Städtischen Höheren Töchterschule“ in Wiesbaden
Bereits im November 1805 hatte der Pfarrer und Pädagoge Carl Philipp Salomo Schellenberg (1775–1859) eine private „Töchterschule“ in Wiesbaden eröffnet. 1806 genehmigte Herzog Friedrich August von Nassau-Usingen (1738–1816) die Gründung einer „Latein- und Töchterschule“ am selben Ort, die ab 1807 unter dem Namen „Friedrichschule“ geführt wurde. In den folgenden Jahren gab es ... »Details - 13. Juni 1847: Mord an der Gräfin Emilie von Görlitz in Darmstadt
Am 13. Juni 1847 erreichte Graf Friedrich Wilhelm von Görlitz (1795–1862) die Wohnung in Darmstadt, in der im zweiten Stock dichter Rauch an den Fenstern festgestellt wurde. Die Leiche von Gräfin Emilie von Görlitz (1801–1847) wurde ohne Spuren von Gewalteinwirkung neben dem brennenden Sekretär aufgefunden, sodass die folgenden Ermittlungen schließlich eingestellt wurden. Der agierende ... »Details - 2. August 1847: Louis Anton erhält ein Patent für Streichzündhölzer
In Darmstadt erhält Louis Anton (1809–1866) & Comp. (auch Ludwig Anton) am 2. August 1847 das Patent für phosphorfreie Streichzündhölzer für fünf Jahre. In der in Aschbach bei Wald-Michelbach angesiedelten Fabrik produziert der gelernte Mechaniker die Streichhölzer mit einer mit drei Wasserrädern konstruierten Spezial-Hobelmaschine bereits seit März 1846. Die Späne und Schachteln ... »Details - 18. September 1847: Einweihung des Weilburger Schifffahrtstunnels
Der Weilburger Schifffahrtstunnel ist der älteste und mit 195 m längste heute noch befahrbare Schiffstunnel in Deutschland. Er verläuft geradlinig durch den Mühlberg, auf dem sich die Stadt Weilburg befindet, und umgeht so einen etwa zwei Kilometer langen Bogen der Lahn mit zwei Wehren.|Zu Beginn des 19. Jahrhunderts begann die nassauische Regierung, die Lahn auch an ihrem Oberlauf schiffbar ... »Details - 10. Oktober 1847: Liberale Parlamentarier entwickeln in Heppenheim ein gemeinsames Programm
Am 10. Oktober 1847 finden sich 18 führende liberale Parlamentarier der Opposition, zum Beispiel Heinrich von Gagern (1799–1880) aus Darmstadt und August Hergenhahn (1804–1874) aus Wiesbaden, im Gasthof „Zum Halben Mond“ in Heppenheim ein, um ein Programm gegen die Forderungen der radikalen Demokraten im badischen Offenburg zu entwickeln, welches in der „Deutschen Zeitung“ von Georg ... »Details - 1848: Bahnhof in Hofgeismar fertiggestellt
Die Bade- und Garnisonsstadt Hofgeismar, 24 km nördlich von Kassel gelegen, erhielt 1848 ein großes, repräsentatives Empfangsgebäude im Rahmen des Ausbaus der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn.|Der kurhessische Eisenbahndirektor Julius Eugen Ruhl (1796–1871) plante den Bahnhof inmitten einer Parklandschaft, 1,5 km vom historischen Stadtkern entfernt. Das langgestreckte Gebäude besaß neben dem ... »Details - 1848: Die Revolution in Hersfeld
Über die revolutionären Geschehnisse in Hersfeld informieren die 1888 erschienenen „Denkwürdigkeiten von Hersfeld“. Der Autor Julius Carl Vigelius war Postdirektor in Hersfeld. Da von kaiserlichen Postämtern verlangt wurde, eine Chronik und Beschreibung des Postorts zu führen, setzte auch Vigelius diese Vorschrift um. Er griff dabei auf eine bereits 1829 erschienene Chronik Karl Piderits ... »Details - 1848: Streit um die Nutzung des Waldes in Langendiebach
Im Zuge der Revolution von 1848 kam in vielen ländlichen Gemeinden der Wunsch auf, die Nutzung des Waldes neu zu regeln. Häufig wartete die Bevölkerung nicht auf offizielle Entscheidungen oder missachtete diese und schlug Holz, um es für eigene Zwecke zu nutzen. Teilweise wurden ganze Wälder abgeholzt, gegen diejenigen, die sich nicht an der Tat nicht beteiligen wollten, wurde Druck ... »Details - 1848: Die Gesellschaft der reinen Republikaner
Politisch Gleichgesinnte schlossen sich oft in Vereinen zusammen, wie beispielsweise in Gießen oder Wiesbaden. Einer der kleineren politischen Vereine, die im Laufe des Jahres 1848 in Marburg entstanden, war die „Gesellschaft der reinen Republikaner“, die von dem Mediziner Leopold Eichelberg (1804–1879) gegründet wurde. Eichelberg war 1837 zu einer Festungsstrafe wegen der Verbreitung ... »Details - 1848/1849: Bürgergarde und Vereine in Hofgeismar
Im Februar 1848 erreichten erste Nachrichten von der Revolution in Paris Hofgeismar. Auch die Hanauer Forderungen und das Hanauer Ultimatum waren Gesprächsstoff in der Stadt. Um für Sicherheit und Ordnung sorgen zu können, wurde eine Bürgergarde aufgestellt (wie es sie beispielsweise auch in Camberg und Gießen gab), die in der Folgezeit bei größeren und kleineren Ausschreitungen häufig zum ... »Details - 1848-1850: Pläne für eine Kolonie in Palästina
1848 entstand in Frankfurt der „Verein zu Frankfurt am Main für eine deutsche Kolonie im Gelobten Lande“. Ziel des Vereins war, eine evangelische Mission in Palästina aufzubauen, wo es bisher nur wenige evangelische Missionsbestrebungen gab. Dies änderte sich 1841 mit der Gründung eines protestantischen Bistums, das von Preußen und England gemeinsam ins Leben gerufen wurde. Zudem hatte ... »Details - 1848-1852: Der „Langsdorfer Judenkrawall“
Im Zuge der Revolution von 1848 verabschiedete das Großherzogtum Hessen im August 1848 ein Gesetz, das Religionsfreiheit zusagte und zudem festschrieb, dass das Bekenntnis keinerlei Auswirkungen auf die bürgerlichen oder politischen Rechte hatte. Auch im Kurfürstentum Hessen und im Herzogtum Nassau gab es vergleichbare Gesetze. Die damit einhergehende rechtliche Gleichstellung der Juden stieß ... »Details
