Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. Dezember 1841: Franz Dingelstedt geht als Korrespondent nach Paris
    1836 war Franz Dingelstedt (1814–1881), der Dichter des später vertonten „Weserlieds“, als Hilfslehrer am Lyceum Fridericianum in Kassel angestellt worden. Hier gründete er mit Freunden den literarischen Zirkel „Stiftshütte“, dem unter anderem Friedrich Wilhelm Müller(1801–1889), Karl Friedrich Oetker (1809–1881) und Heinrich Josef König (1790–1869) angehörten.  ... »Details
  2. 1842: Auswanderung aus Wernings
    Um der wirtschaftlichen Not zu entgehen, entschlossen sich viele Hessen zur Auswanderung. Ein besonderer Fall war Wernings im Vogelsberg, wo alle Bewohnerinnen und Bewohner des Ortes gemeinsam ihre Heimat verließen. Da das Dorf hoch verschuldet war, machte der Lehrer Wilhelm Reifschneider den Vorschlag, auszuwandern. Durch den Verkauf der Grundstücke und Immobilien konnte genug Geld eingenommen ... »Details
  3. 1842: Das neue Gebäude des anatomischen Instituts in Marburg ist bezugsfertig
    Wegen des Platzmangels in dem alten, 1789 aus Kassel nach Marburg versetzten anatomischen Theater hatte der seit 1813 amtierende Direktor des anatomischen Instituts Professor Christian Heinrich Bünger (1782–1842) wiederholt bei der Regierung auf einen Neubau gedrängt. 1838 bis 1842 konnte schließlich das neue Gebäude nach den Entwürfen von Nicolaus Erdmann Arend (1770–1846) in der ... »Details
  4. um 1847: Die kurhessische Industrie
    Bruno Hildebrand (1812-1878), Politiker und Wirtschaftswissenschaftler, verfasste 1852 „Statistische Mittheilungen über die volkswirtschaftlichen Zustände Kurhessens“. Er sah die Publikation als Teil einer „nationale[n] Statistik Deutschlands, die zur Erzeugung eines nationalen Selbstbewusstseins nothwendig“ sei. Eine vergleichbare statistische Übersicht für Kurhessen lag bis zu diesem ... »Details
  5. 20. April 1842: Gründung des „Mainzer Adelsvereins“ im Schloss Biebrich
    Am 20. April 1842 wird im Schloss Biebrich der „Verein zum Schutze deutscher Einwanderer in Texas“ unter dem Protektorat des Herzogs Adolph von Nassau (1817–1905) gegründet. Die 21 Mitglieder des Vereins, der 1844 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde, waren ausschließlich Angehörige des Adels, weshalb der Verein auch „Mainzer Adelsverein“ genannt wurde.|Generalkommissar des ... »Details
  6. 17. August 1842: Feierliche Enthüllung des Bonifatius-Denkmals in Fulda
    In Anwesenheit des Künstlers Johann Werner Henschel (1782–1850) wird am 17. August 1842 auf dem Bonifatiusplatz in Fulda das überlebensgroße Bronzestandbild des Hl. Bonifatius feierlich enthüllt.|Bereits 1828 fanden erste Gespräche mit dem Kasseler Bildhauer über das geplante Denkmal statt. Im gleichen Jahr erschien erstmals ein Spendenaufruf des damaligen Oberbürgermeisters. Neben ... »Details
  7. September 1842: Auswanderung der Landbevölkerung nach Nordamerika
    Die zunehmende Verarmung der Landbevölkerung nach Missernten brachte ganze Dörfer in Hessen zum Verschwinden. ... »Details
  8. 12. September 1842: Eröffnung der "Ersten Deutschen Industrie-Ausstellung" in Mainz
    Im Jahre 1841 beschloss die 1840 gegründete Mainzer Sektion des Gewerbevereins für das Großherzogtum Hessen eine Ausstellung einheimischer Erzeugnisse abzuhalten. Die zunächst nur für Firmen aus dem Großherzogtum gedachte Leistungs-Schau wurde im Verlauf der Planungen auf die Rheinlande und letztendlich auf alle Staaten des Deutschen Zollvereins erweitert. Großherzog Ludwig II. von Hessen ... »Details
  9. 24. September 1842: Eine Neuausgabe eines bürgerlichen Kochbuchs des Gustav Lange Verlags erscheint in Darmstadt
    In dem Darmstädter „Frag- und Anzeigeblatt“ veröffentlicht der Verleger Gustav Lange (1812–1843) die neueste und erweiterte vierte Ausgabe des Kochbuchs „Supp‘, Gemüs‘ und Fleisch“ mit bürgerlichen Rezepten zu Speisen und Backwaren jeglicher Art. Ein weiteres Angebot umfasst neue Tanzkurse auf dem Karlshof von Lepître. Während in derselben Ausgabe der Kaufmann Blumenthal eine ... »Details
  10. 2. Januar 1843: Eröffnung einer Gold- und Silberscheideanstalt in Frankfurt
    In Frankfurt am Main eröffnet am 2. Januar 1843 Friedrich Ernst Rössler (1813–1883) eine private Edelmetallscheideanstalt. Der Sohn des Großherzoglich Hessischen Münzrats Johann Hector Rössler (1779–1863) war bereits seit 1838 für den Bau und die Einrichtung der neuen städtischen Münze eingestellt worden und wurde im Jahr 1841 zum Münzwardein (Münzprüfer) bestellt. 1860 konnte er ... »Details
  11. 28. Februar 1843: Generalversammlung des „Gewerbevereins für das Herzogtum Nassau“ in Wiesbaden
    Am 28. Februar 1843 tagt in Wiesbaden die erste Generalversammlung des „Gewerbevereins für das Herzogtum Nassau“. Ähnlich wie der bereits 1822 in Kassel im Rahmen der Neuordnung des Kurstaates gegründete Handels- und Gewerbeverein und der 1836 in Darmstadt entstandene „Gewerbeverein für das Großherzogtum Hessen“, hatte er vorrangig zum Ziel, Industrie und Handel zu fördern sowie ... »Details
  12. 19. April 1843: Ernst Elias Niebergall verstirbt in Darmstadt
    In Darmstadt erscheint im Jahr 1841 das zeitkritische Werk „Der Datterich“ von Ernst Elias Niebergall (1815–1843). Veröffentlich wurde die anonyme, biedermeierliche Lokalposse, welche im Darmstädter Dialekt verfasst wurde, in der Verlagsbuchhandlung Ludwig Pabst (1808–1889), doch war bekannt, dass Niebergall der Autor war. Benannt war der Datterich nach dem Kanzleigehilfen Friedrich ... »Details
  13. 26. April 1843: Versorgung von Waisen im Großherzogtum Hessen
    Die „Großherzoglich Hessische Landes-Waisen-Anstalt“ war im Großherzogtum Hessen für die Versorgung mittelloser Waisen zuständig. Deren Unterbringung erfolgte nicht in Waisenhäusern, sondern bei Pflegeeltern, die dafür ein Pflegegeld erhielten. Der Aufenthalt endete mit dem Tag der Konfirmation beziehungsweise Kommunion. Auch nach dieser Zeit sollte den Jugendlichen weiterhin geholfen ... »Details
  14. 27. April 1843: Verurteilung von Mitgliedern des Bundes der Geächteten
    Das Abschlussurteil beendet den bereits Ende des Jahres 1840 mit einer großangelegten Verhaftungsaktion der Bundeszentralbehörde eingeleiteten Prozess gegen den „hochverräterischen Bund der Geächteten“, der die frühere „Gesellschaft der Menschenrechte“ weitergeführt hatte. In Darmstadt werden elf Mitglieder, zumeist Handwerker, zu mehrjährigen zu Zuchthausstrafen verurteilt.(StH) ... »Details
  15. 24. Mai 1843: Philipp Hoffmann erhält den Auftrag zum Neubau der Bonifatiuskirche in Wiesbaden
    Nachdem der ab 1828 errichtete Vorgängerbau kurz vor seiner Vollendung im Februar 1831 eingestürzt war, beauftragt Herzog Adolf von Nassau (1817–1905) am 24. Mai 1843 den Wiesbadener Baumeister Philipp Hoffmann (1806–1889) mit dem Bau einer neuen Kirche am Luisenplatz.|Da erst noch Gelder zum Bau der Kirche gesammelt werden mussten, konnte die Grundsteinlegung erst am 5. Juni 1845 ... »Details
  16. 16. August 1843: Eröffnung des Spielsaals im neuen Kurhaus in Homburg vor der Höhe
    Nachdem man zu Beginn des Jahrhunderts mit dem Ludwigsbrunnen die erste mineralische Heilquelle in Homburg vor der Höhe entdeckt hatte, der später noch weitere folgen sollten (Elisabethenbrunnen, Kaiserbrunnen, Stahlbrunnen), bemühte man sich um den Ausbau des Kurwesens. Da das 1826 errichtet Kurhäuschen den gestiegenen Ansprüchen nicht genügte, plante man den Bau eines Kurhauses. Der ... »Details
  17. 20. September 1843: Hauptversammlung der Gustav-Adolf-Stiftung in Frankfurt
    Um die protestantischen Gemeinden in der Diaspora zu stützen, findet sich der „Evangelische Verein der Gustav-Adolf-Stiftung“ am 20. September 1843 zur ersten Hauptversammlung in Frankfurt am Main ein. ... »Details
  18. November 1843: Wilhelm Schulz veröffentlicht eine schriftliche Kritik an der hessischen Justiz in der Schweiz
    Aufgrund des Mitwirkens am „Hessischen Landboten“ wird der Pfarrer Friedrich Ludwig Weidig (1791–1837) am 24. April 1835 festgenommen. Wegen Hochverrats befand er sich im Darmstädter Arresthaus und nach zwei Jahren Haft, am Morgen des 23. Februar 1837, nahm er sich mit Schnitten an Pulsadern und Hals das Leben. Grund des Suizids sei das unmenschliche Verhör durch Konrad Georgi ... »Details
  19. 11. November 1843: Diskussion um den Eisenbahnbau
    Im Kurfürstentum Hessen entstanden seit den frühen 1830er Jahren verschiedene Vereinigungen, die sich für den Bau einer Eisenbahn einsetzten. Allerdings konnte über Jahre hinweg keine Einigkeit erzielt werden, so dass der Baubeginn der ersten kurhessischen Bahnstrecke, die von Kassel über Bebra nach Gerstungen führte, erst im Juli 1845 stattfand. Im südlichen Hessen wurde dagegen bereits ... »Details
  20. 14. November 1843: Ernennung von Hugo von Ritgen zum Professor für Baukunst an der Universität Gießen
    Seit 1838 bereits als außerordentlicher Professor an der großherzoglich-hessischen Landesuniversität Gießen tätig, wird der aus Westfalen stammende Architekt Hugo von Ritgen (1811–1889) am 14. November 1843 zum ordentlichen Professor für Baukunst berufen.|Bei Georg Moller (1784–1852) in Darmstadt ausgebildet, hatte er sich 1835 in Gießen im Baufach habilitiert. Als Architekt führte er ... »Details