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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
- 1900
- 1910
- 1920
- 1930
- 1940
- 1950
- 1960
- 1970
- 1980
- 1990
- 2000
- 4. Juli 1945: Einrichtung einer Bücherstube in Frankfurt
In Frankfurt am Main wird eine Bücherstube als Vorläuferin des ersten „Amerika-Hauses“ eingerichtet. Amerika-Häuser stehen als Bildungszentren in der Folge im Dienst der Reeducation, das heißt der Erziehung der deutschen Bevölkerung zur Demokratie. Hier finden Vorträge, Filme, Diskussions- und Musikabende statt, die das Interesse der Deutschen an Amerika und seinem Lebensstil – dem ... »Details - 4. Juli 1945: Einrichtung der Grenze bei Rasdorf und Geisa
Im hessischen Ort Rasdorf und im thüringischen Geisa haben die alliierten Siegermächte Grenzkontrollstationen installiert. Entlang der alten Landesgrenze Thüringens verläuft nun gemäß dem Londoner Abkommen vom 12. September 1944 die Demarkationslinie zwischen der amerikanischen und sowjetischen Besatzungszone. Diese Grenze wird auch die „Whisky-Wodka-Linie“0=Saul, Leben im Schatten der ... »Details - 5. Juli 1945: Kurt Blaum zum Oberbürgermeister von Frankfurt ernannt
Von der amerikanischen Militärregierung wird Kurt Blaum (1884–1970) zum kommissarischen Oberbürgermeister von Frankfurt ernannt. Er wird damit Nachfolger von Wilhelm Hollbach (1893–1962). Blaum, der zuvor kommissarischer Oberbürgermeister von Hanau war, bekleidet das Oberbürgermeisteramt in Frankfurt bis zum 1. September 1946. Ihm folgt der Sozialdemokrat Walter Kolb (1902–1956) als ... »Details - 6. Juli 1945: Amerikanische Behörden übernehmen die Kontrolle über die I.G. Farben
Die Presseagentur United Press meldet aus dem amerikanischen Hauptquartier, dass die amerikanischen Militärbehörden die Kontrolle über den größten Teil der I.G. Farben übernommen haben und die zugehörigen Werke dem stellvertretenden amerikanischen Militärgouverneur General Lucius D. Clay (1898–1978) unterstehen, bis die amerikanische Militärregierung darüber anders verfügt.(OV) ... »Details - 14. Juli 1945: Milderung des Fraternisierungsverbots in der amerikanischen und britischen Zone
Nach eingehenden Beratungen zwischen dem amerikanischen und britischen Oberkommando wird das bestehende Fraternisierungsverbot für deren Truppen in Deutschland erheblich abgeschwächt. In einem Tagesbefehl an seine Truppen schreibt der britische Feldmarschall Montgomery: Ihr könnt euch jetzt mit den Deutschen in den Straßen und in öffentlichen Lokalen in Gespräche einlassen; dagegen dürft ... »Details - 23. Juli 1945: Ermittlung der Zahl der Ausländer in Hessen
Die US-Militärregierung ermittelt, wie viele Ausländer (ehemalige Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und andere Personen) sich in Lagern in Hessen befinden. Allein in Wiesbaden und Wetzlar beläuft sich die Zahl dieser Displaced Persons auf 18.375. ... »Details - 31. Juli 1945: Zeitungslizenz für die Frankfurter Rundschau
Die US-Militärregierung vergibt die erste Lizenz für eine hessische Zeitung, nämlich für die „Frankfurter Rundschau“. ... »Details - August 1945: Einsetzung des Alliierten Kontrollrats
Nachdem die Alliierten mit der „Berliner Erklärung“ am 5. Juni 1945 die Regierungsgewalt über das besetzte Deutschland übernommen haben, übertragen sie sie dem Alliierten Kontrollrat mit Sitz in Berlin.(CP) ... »Details - 1. August 1945: Erstes Erscheinen der „Frankfurter Rundschau“
Die „Frankfurter Rundschau“, die am Tag zuvor als erste Zeitung in Hessen eine Lizenz der US-Militärregierung erhalten hat, erscheint erstmals in Frankfurt am Main. Die Auflage beträgt 500.000 Exemplare. (CP) ... »Details - 1. August 1945: Verpflichtung früherer NSDAP-Mitglieder zu Aufräumungs- und Säuberungsarbeiten
Ein Befehl der amerikanischen Bezirksmilitärregierung, den der Regierungspräsident in Wiesbaden in der Verordnung Nr. 8 öffentlich bekannt macht, verpflichtet Personen, die zu irgendeiner Zeit Mitglied der NSDAP waren, zu wöchentlich zwölf Stunden Aufräumungs- und Säuberungsarbeiten gegen Entgelt. Ausgenommen bleiben Männer über 60 und Frauen über 40 Jahre sowie Personen, die vom ... »Details - 1. August 1945: Bericht über die Lage in Frankfurt
Die Gewerkschafterin Anna Beyer (1909–1991) berichtet Willi Eichler0=Willi Eichler wurde am 7. Januar 1896 als Sohn eines Postbeamten und kaufmännischen Angestellten in Berlin geboren. Der gelernte Kalkulator nahm von 1915 bis 1918 als Soldat in Russland und Frankreich am Ersten Weltkrieg teil. 1919 kam er in Kontakt mit der Lehre Leonard Nelsons, wurde Mitglied der SPD und des Internationalen ... »Details - 6. August 1945: General Eisenhower warnt die Bevölkerung vor Heizmittelknappheit
Der Oberbefehlshaber der amerikanischen Besatzungstruppen in Deutschland, General Dwight D. Eisenhower (1890–1969), erklärt in einer Botschaft an das deutsche Volk, dass im kommenden Winter für die Beheizung von Wohnräumen keine Kohle zur Verfügung stehen wird und gibt den Rat, „in den nächsten Monaten genügend Holz zu fällen und einzusammeln“.(OV) ... »Details - 12. August 1945: Erstes öffentliches Konzert nach dem Krieg in Hungen
Mit Erlaubnis der Militärregierung findet das erste öffentliche Konzert im Landkreis Gießen in Hungen statt. Dazu kommen 750 Zuhörer aus dem ganzen Landkreis unter noch immer schwierigen Verkehrsverhältnissen in den „Darmstädter Hof“.(OV) ... »Details - 14. August 1945: Amerikanische Vorbedingungen für die Bildung von Gewerkschaften
Die „Frankfurter Rundschau“ meldet, dass die amerikanische Militärregierung sechs Vorbedingungen für die Neubildung von Gewerkschaften und Betriebsausschüssen bekanntgegeben hat: ... »Details - 23. August 1945: Deutsche Bischofskonferenz in Fulda veröffentlicht Schuldbekenntnis
Auf der ersten Nachkriegstagung verabschiedet die katholische Deutsche Bischofskonferenz ein „Schuldbekenntnis zur Mitverantwortung auch vieler katholischer Christen für die Verbrechen des Nationalsozialismus“ (Kroll). Dabei bleibt sie allerdings insofern recht vage, als sie hiermit lediglich auf die Verfehlungen einzelner Katholiken (Thränhardt) abstellt, die katholische Kirche als ... »Details - 23. August 1945: Zuzugssperre in Frankfurt
Die Stadt Frankfurt am Main verhängt eine Sperre für Zuzug und Rückkehr der Flüchtlinge und Vertriebenen. Die von Oberbürgermeister Kurt Blaum (1884–1970) erlassene Verordnung sieht Ausnahmen nur in besonderen Fällen vor, für die beim Wohnungsamt eine eigene Abteilung „Zuzugsgenehmigung“ eingerichtet worden ist. Gleichzeitig schafft eine weitere Verordnung die rechtliche Grundlage zur ... »Details - 27. August 1945: Zulassung von politischen Parteien in Hessen
Die amerikanische Militärregierung erlaubt nach dem Abschluss des Potsdamer Abkommens die Gründung von „antifaschistischen Parteien“ auf Kreisebene. Diese gingen zu großen Teilen aus sogenannten Antifaschistischen Ausschüssen hervor, innerhalb derer sich Widerstandsgruppen und Verfolgte des NS-Regimes parteiübergreifend für einen geordneten Neuaufbau und die Aufrechterhaltung von Ruhe ... »Details - 27. - 31. August 1945: Treffen evangelischer Kirchenführer und Bildung der EKD in Treysa
In Treysa wird eine Konferenz evangelischer Kirchenführer eröffnet, bei der der Zusammenschluss von zwölf evangelischen Landeskirchen zur Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) erreicht und ein Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland gebildet wird. Dessen Vorsitz übernimmt der württembergische Landesbischof Theophil Wurm (1868–1953). Als Stellvertreter wird mit dem Pastoren Martin ... »Details - 28. August 1945: Max Planck erhält den Goethepreis der Stadt Frankfurt
In Anwesenheit von Vertretern der amerikanischen Militärregierung erhält der Physiker Max Planck (1858–1947) in Frankfurt am Main den mit 10.000 Reichsmark dotierten Goethepreis. Die Verleihung findet in den Räumen des Klubs der Gesellschaft für Handel, Industrie und Wissenschaft statt. Der 1927 gestiftete Preis, der zuletzt am 28. August 1942 an den österreichisch-deutschen Chemiker und ... »Details - 31. August 1945: Bildung des Rats der Evangelischen Kirche in Deutschland
Auf der Evangelischen Kirchenversammlung in Treysa bilden zwölf Landeskirchen den Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland. Den Vorsitz übernimmt der württembergische Landesbischof Theophil Wurm (1868–1953). Als Stellvertreter wird mit dem Pastoren Martin Niemöller (1892–1984) ein Vorkämpfer der oppositionellen „Bekennenden Kirche“ im Nationalsozialismus berufen, der 1947 die ... »Details
