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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
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- 25. November 1945: Gründung des Landesverbandes Hessen der CDU
In der Geschäftsstelle des seit 15. September bestehenden CDU-Kreisverbandes Frankfurt am Main wird in Anwesenheit von 45 Vertretern der christdemokratischen Kreisverbände in Hessen der Landesverband Hessen der CDU gegründet. Erst zwei Tage zuvor, am 23. November, hatte die alliierte Militärregierung die Zulassung politischer Parteiorganisationen auch auf Landesebene erlaubt, nachdem bereits ... »Details - 27. November 1945: Gründung der „Bundesgroßloge von Deutschland“ der Freimaurer in Bensheim
Nach einer Meldung der Süddeutschen Zeitung wird in Bensheim die „Großloge von Deutschland zu den alten Pflichten“ gegründet. Sie verbindet die Freimaurer aller Systeme zu einer einheitlichen Organisation, die in ihrer Verfassung „von demokratischem Geist getragen sein werde“.(OV) ... »Details - Dezember 1945: Eugen Kogon schließt die Arbeit am Buch über den SS-Staat ab
Der Politikwissenschaftler und Publizist Eugen Kogon (1903–1987) schließt in Oberursel seine Arbeit am Buch „Der SS-Staat. Das System der deutschen Konzentrationslager“ ab, das 1946 erscheint und eine Auflage von über 500.000 Exemplaren erreicht. ... »Details - 3. Dezember 1945: Zentralbibliothek der Philipps-Universität Marburg wieder für das Publikum geöffnet
Die nach der Besetzung der Stadt durch amerikanische Truppenteile am 28. März 1945 zunächst für vier Wochen (bis 24. April 1945) vollständig geschlossene Zentralbibliothek der Philipps-Universität in Marburg, der anschließend für einen Zeitraum von sieben Monaten lediglich die Weiterführung des inneren Betriebs (und die Ausleihe in besonderen Ausnahmefällen) gestattet wurde, öffnet ihre ... »Details - 11. Dezember 1945: Übergang der Verwaltung an die deutschen Zivilbehörden angekündigt
Die Nachrichtenagentur DANA meldet, dass in der amerikanischen Besatzungszone der bereits angekündigte Übergang der Verwaltung auf den unteren Instanzen an die deutschen Zivilbehörden am 31. Dezember 1945 erfolgen wird. Danach würden sich Anweisungen der Militärregierung an die Ministerpräsidenten auf Richtlinien beschränken, nicht aber deren konkrete Ausführung vorschreiben. Die ... »Details - 16. Dezember 1945: Anweisung der Amerikanischen Militärregierung zur Dezentralisierung der Banken
Nach einer Meldung der „Neuen Zeitung“ weist die amerikanische Militärregierung die drei Ministerpräsidenten der amerikanischen Besatzungszone, nämlich von Groß-Hessen (Geiler), Bayern (Hoegner) und Württemberg-Baden (Maier) an, „eine sofortige Dezentralisierung des Bankwesens und der Bankenkontrolle in die Wege zu leiten“. Die Maßnahme hat das Ziel, das Finanzmonopol der Reichsbank ... »Details - 21. Dezember 1945: Erlaß der Hessischen Gemeindeordnung
In Groß-Hessen ergeht die neue (Groß-) Hessische Gemeindeordnung. Sie ist die erste Nachkriegsgemeindeordnung in einem westdeutschen Land und bildet die Rechtsgrundlage für den Aufbau kommunaler Strukturen. Ihre Bekanntgabe erfolgt im Gesetz- und Verordnungsblatt für Groß-Hessen. ... »Details - 26. Dezember 1945: Ansetzung von Gemeindewahlen in Orten der amerikanischen Zone
Die amerikanische Militärregierung setzt in ihrer Besatzungszone für den 27. Januar 1946 in Orten bis zu 20.000 Einwohnern Gemeinderatswahlen an. Von diesen Wahlen werden die Mitglieder der NSDAP, der SS, die Funktionäre der SA, der Hitlerjugend und des BDM sowie der übrigen nationalsozialistischen Organisationen ausgeschlossen. Ebenfalls nicht teilnahmeberechtigt sind die notorisch ... »Details - Januar 1946: Der Internationale Suchdienst zieht nach Arolsen
Der Internationale Suchdienst (englisch: International Tracing Services) zieht von Frankfurt am Main nach Arolsen um und findet dort seinen dauerhaften Standort. Grund für die Wahl Arolsens dürfte einerseits die zentrale Lage in Bezug auf die vier alliierten Besatzungszonen, andererseits der geringe Zerstörungsgrad der Stadt und ihrer Infrastruktur sein. ... »Details - 2. Januar 1946: Lizenz für die erste Ausgabe der Wetzlarer Neuen Zeitung
Mit Genehmigung der amerikanischen Besatzungsbehörden erscheint seit dem 2. Januar die Wetzlarer Neue Zeitung als erste Tageszeitung in Stadt und Umland.(OV) ... »Details - 3. Januar 1946: Karl Maria „Weisthor“ Wiligut, der „Rasputin“ Himmlers, stirbt in Arolsen
Karl Maria „Weisthor“ Wiligut (geb. 1866), ehemaliger SS-Brigadeführer im Persönlichen Stab des Reichsführers-SS, und als persönlicher „Berater“ Heinrich Himmlers in „weltanschaulichen“ Fragen bekannt als dessen „Rasputin“, stirbt am 3. Januar 1946 im Alter von 79 Jahren in Arolsen.(KU) ... »Details - 4. Januar 1946: Kurt Schumacher protestiert in Kassel gegen Zwangsvereinigung mit der KPD
Der Sozialdemokrat Kurt Schumacher (1895–1952), politischer Beauftragter der SPD für die Westzonen, spricht sich in Kassel erneut gegen die Zusammenlegung von SPD und KPD aus. ... »Details - 8. Januar 1946: Erste Ausgabe der „Gießener Freien Presse“
In Gießen erscheint als Lizenzzeitung die erste Ausgabe der „Gießener Freien Presse“. Herausgeber sind Adolf Weller und Julius Hahn, letzterer ist auch Eigentümer des die Zeitung veröffentlichenden Verlagshauses „Julius Hahn & Co. KG“. Gedruckt wird die Erstausgabe des Blattes bei A. Klein in der Gießener Südanlage. Sie enthält auf Seite 2 einen Beitrag des bekannten deutschen ... »Details - 8. Januar 1946: Übergabe des beschlagnahmten Linienschiffs „SMS Hessen“ an die Sowjetunion
Das am 18. September 1903 vom Stapel gelaufene und im Mai 1905 in Dienst gestellte Linienschiff „SMS Hessen“ der Braunschweig-Klasse der deutschen Kaiserlichen Marine wird den russischen Seestreitkräften übergeben. Anschließend wird das Schiff in die lettische Hafenstadt Liepāja (deutsch: Libau) gebracht und von der russischen Marine unter dem Namen „Tsel“ erneut in Dienst gestellt. ... »Details - 14. Januar 1946: Einrichtung des Hessischen Statistischen Landesamts in Wiesbaden
Nachdem die Besatzungsmacht am 11. Dezember des vorangegangenen Jahres den Ministerpräsidenten von Groß-Hessen angewiesen hat, unverzüglich ein statistisches Amt für das am 19. September 1945 neu gegründete Land zu schaffen, erfolgt mit der Organisationsanweisung Nr. 15 der amerikanischen Militärregierung und einem entsprechenden Kabinettsbeschluss der Landesregierung am heutigen Tag die ... »Details - 19. Januar 1946: Vorstandswahlen des Jüdischen Hilfskomitees für den Stadt- und Landkreis Marburg
In Marburg haben überlebende Juden ein Jüdisches Hilfskomitee für den Stadt- und Landkreis Marburg gebildet. Bei den Wahlen zum Vorstand wird Oscar Berger, der Redakteur der in Marburg erscheinenden Jüdischen Rundschau, zum Vorsitzenden, Jacob Perlmutter zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Israel I. Blumenfeld wird Referent für Kultur- und Erziehungsangelegenheiten, David Ojrzynski ... »Details - 20. Januar 1946: Erste Kommunalwahl in Hessen nach dem Zweiten Weltkrieg
Die neu gebildeten politischen Parteien kandidieren zu den von der US-amerikanischen Militärregierung angesetzten, ersten Kommunalwahl in Hessen nach dem Krieg.0=Zeitgleich wurden auch Kommunalwahlen in Bayern durchgeführt. ... »Details - 26. Januar 1946: Besuch von Ministerpräsident Karl Geiler in Thüringen
In Weimar findet ein Treffen zwischen dem hessischen Ministerpräsidenten Karl Geiler (1878–1953) und dem thüringischen Ministerpräsidenten Rudolf Paul (1893–1978) statt. Es ist das erste Mal, dass ein Landesregierungschef in ein Land einer anderen Besatzungszone reist. Bei der Wiederaufnahme der traditionell engen Beziehungen zwischen beiden Ländern steht die Intensivierung der ... »Details - Februar 1946: Erscheinen der Jüdischen Rundschau in Marburg
In Marburg erscheint die illustrierte Zeitschrift „Jüdische Rundschau“ mit dem englischen Titel „The Jewish Review by and for liberated Jews in Germany“ (Die Jüdische Rundschau von und für befreite Juden in Deutschland). Herausgeber der Zeitschrift, die jüdisch-zionistische Positionen vertritt, ist Oscar Berger in Marburg (Frankfurter Straße 42).|In dem vom Schriftleiter Israel I. ... »Details - Februar 1946: Erste Ausstellung von Kunstwerken des Central Art Collecting Point Wiesbaden
In Wiesbaden wird die erste Ausstellung von Kunstwerken eröffnet, die von den Nationalsozialisten geraubt oder versteckt und von den alliierten Truppen in Bergwerken oder anderen Verstecken aufgespürt wurden. In Hessen werden sie in drei Lagern in Wiesbaden, Offenbach am Main und Marburg zusammengeführt, den „Central Art Collecting Points“. ... »Details
