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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
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- 1. März 1935: Reichsstatthalter Sprenger wird Leiter der Hessischen Landesregierung
Der Gauleiter und Reichsstatthalter Jakob Sprenger (1884–1945; NSDAP) übernimmt aufgrund einer am Vortrag von Reichskanzler Adolf Hitler (1889–1945) unterzeichneten Ernennungsurkunde die Führung der bisher von Ministerpräsident (Staatsminister) Philipp Jung (1884–1965) geleiteten hessischen Landesregierung. ... »Details - 1. März 1935: Rhein-Mainische Volkszeitung stellt ihr Erscheinen ein
Die in Frankfurt am Main erscheinende „Rhein-Mainische Volkszeitung“ stellt ihr Erscheinen ein. Sie war früher das Organ der Frankfurter Katholiken.(OV) ... »Details - 9. März 1935: Ablehnung Martin Bubers durch die Reichskulturkammer
Die Reichskulturkammer lehnt es ab, den in Heppenheim lebenden jüdischen Religionsphilosophen und Schriftsteller Martin Buber (1878–1965) aufzunehmen.(OV) ... »Details - 10. März 1935: Uraufführung einer Volksoper am Staatstheater Kassel
Am Staatstheater in Kassel findet die Uraufführung der Volksoper „Die Heil'ge Not“ aus der Feder des Komponisten Carl Hans Grovermann (1905–1959) und Walter Förster (Text) statt. Ort der Handlung des Schauspiels in sechs Bildern ist „eine befestigte Stadt in Deutschland“ Anfang des 19. Jahrhunderts.(KU) ... »Details - 16. März 1935: Hitler gibt Wiedereinführung der Wehrpflicht bekannt
Reichskanzler Adolf Hitler (1889–1945) gibt in einer Erklärung bekannt, dass die allgemeine Wehrpflicht wieder eingeführt werde. Bis 1939 solle die Wehrmacht 36 Divisionen mit zusammen 580.000 Mann umfassen.(OV) ... »Details - 21. März 1935: Begrenzung der Studentenzahlen an Großstadt-Universitäten
Reichserziehungsminister Bernhard Rust (1883–1945) legt Höchstzahlen für Studierende der Großstadt-Universitäten fest. Danach dürfen zum Beispiel an der Universität Frankfurt am Main nur 1.400 Studenten eingeschrieben sein. Stattdessen sollen Studenten stärker in die mittleren und kleinen Universitätsstädte gezogen werden, um die Verbindung zwischen den Arbeitern der Stirn und der Faust ... »Details - 23. März 1935: Uraufführung eines Kranz-Dramas in Frankfurt
Am Schauspielhaus Frankfurt am Main wird das Drama „Zwei Sonnen über uns“ von Herbert Kranz uraufgeführt. Kranz (1891–1973) wurde 1933 wegen seiner liberalen Haltung als Professor für Germanistik an der Universität Halle an der Saale entlassen. Er fand danach eine Anstellung als Lokalredakteur der Frankfurter Zeitung und wirkte als freier Schriftsteller.(OV) ... »Details - 24. März 1935: Vortrag von Hans Grimm im Reichssender Frankfurt
Der rassistische Schriftsteller und Ideologe Hans Grimm (1875–1959) spricht im Reichssender Frankfurt1=Der Reichssender Frankfurt wurde 1924 als regionale Rundfunkgesellschaft unter der Bezeichnung Südwestdeutsche Rundfunkdienst AG (SÜWRAG) gegründet und nahm als Sender „Frankfurt I“ am 1. April den Sendebetrieb auf. 1933 verstaatlichten die Nationalsozialistren die SÜWRAG und benannten ... »Details - 30. März 1935: Opel plant Zweigwerk in Brandenburg
Die Adam Opel AG in Rüsselsheim, der zu dieser Zeit führende Automobilhersteller in Deutschland, fasst den Entschluss zum Bau eines neuen Zweigwerks zur Fertigung von Lastkraftwagen in Brandenburg an der Havel. Es ist das erste Werk des Fahrzeugherstellers außerhalb Rüsselsheims. Die Entscheidung zur Errichtung der Fabrik fällt nach einer Pressemitteilung der Firma „in enger Fühlungsnahme ... »Details - April 1935: Widerstand der Bauern gegen Enteignungen zum Bau der Autobahn Kassel–Göttingen
Der Deutschland-Bericht für den Monat April 1935, der vom Exilvorstand der SPD (Sopade) am 14. Mai 1935 in Prag herausgegeben wird, gibt unter der Rubrik „Aus der Landwirtschaft“ einen Sonderbericht aus Hessen über den Widerstand der dortigen Kleinbauern gegen die Enteignungsmaßnahmen der Reichsautobahn. Er wird hier als Beleg dafür, dass der von den Nationalsozialisten gefeierte ... »Details
