Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. 14. Juni 1802: Geständnis von Johannes Bückler „Schinderhannes“ in Frankfurt
    Johannes Bückler (1777–1803) gesteht im Untersuchungsgericht in Frankfurt am Main, der landesweit bekannte „Schinderhannes“ zu sein. Der ehemalige Scharfrichtergehilfe wurde am 8. Juni 1802 als „Rekrut Jakob Schweikards“ im „Weberhaus“ in Limburg an der Lahn verhaftet und über Wiesbaden in das Rekruten-Zentraldepot in Frankfurt gebracht. Nach dem Prozess wird Bückler mit zwei ... »Details
  2. 2. September 1802: Einnahme der Reichsstadt Friedberg durch Friedrich Justinian von Günderrode
    Der Geheimrat Friedrich Justinian von Günderrode (1965–1845) führt eine provisorische Besitzergreifung der Reichsstadt Friedberg zu Gunsten von Hessen-Darmstadt durch. Ihn unterstützen dabei Soldaten des Leibgarderegiments. Die Aktion wird als Vorgriff des Reichsdeputationshauptschlusses angesehen. 1803 fallen im Zuge des Reichsdeputationshauptschlusses die Stadt Friedberg, 1806 auch die Burg ... »Details
  3. 10. September 1802: Darmstädtische Soldaten besetzen „Entschädigungsland“ der Grafschaft Hanau-Lichtenberg
    Nur wenige Tage zuvor war der „Entschädigungsplan“ mit der Abtretung der ländlichen, linken Gebiete des Rheinufers an Frankreich veröffentlicht worden, auch wenn der „Hauptschluss“ der Reichsdeputation erst am 25. Februar 1803 erfolgen wird. Daraus resultierte die hessen-darmstädtischen Besetzung der Grafschaft Hanau-Lichtenberg, also die kurmainzischen und bischöflichen, wormsischen ... »Details
  4. 22. Oktober 1802: Adalbert von Harstall verzichtet auf das Fürstbistum Fulda
    Nach der Besetzung durch preußische Truppen verzichtete Fürstbischof Adalbert III. von Harstall (1737–1814) am 22. Oktober 1802 auf das von ihm seit 1788 regierte Fürstbistum Fulda.|In den 1801 begonnenen Verhandlungen für den 1803 gefassten Reichsdeputationshauptschluss war die weltliche Landesherrschaft Fürst Wilhelm V. von Oranien-Nassau (1748–1806) zugesprochen worden, der sie am 29. ... »Details
  5. 6. Dezember 1802: Einzug von Wilhelm Friedrich von Nassau-Oranien in Fulda
    Nachdem preußische Truppen Fürstbischof Adalbert III. von Harstall (1737–1814) am 22. Oktober 1802 zum Verzicht auf das Bistum Fulda gezwungen hatten, rückt der Schwiegersohn des preußischen Königs Prinz Wilhelm Friedrich von Nassau-Oranien (1772–1843), der spätere König Wilhelm I. der Niederlande, am 6. Dezember 1802 in Fulda ein. ... »Details
  6. 1803: Landgraf Ludwig X. verhindert den Abriss der Torhalle in Lorsch
    Mit dem Reichsdeputationshauptschluss vom Februar 1803 waren das Oberamt Starkenburg mit Lorsch und dem ehemaligen karolingischen Kloster an die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt gelangt.|Von den Klostergebäuden war damals nicht mehr viel erhalten, da sie jahrzehntelang als Steinbruch gedient hatten. Die um 900 erbaute Torhalle (auch Königshalle genannt), deren ursprüngliche Funktion unklar ist, ... »Details
  7. 1803: Aufhebung des Juden-Leibzolls an den Grenzen Offenbachs
    In den meisten hessischen Gebieten wird die Regelung des Juden-Leibzolls, angelehnt an dem französischen Vorbild, abgeschafft. In Offenbach am Main bemüht sich der isenburgische Hoffaktor Wolf Breidenbach (1750–1829) um die Aufhebung eben dieses Juden-Leibzolls an den Grenzen, was ihm gelingt.(StH) ... »Details
  8. 1803: Säkularisierung im Herzogtum Hessen-Nassau
    1803 werden im Gebiet des Herzogtums Nassau alle Klöster aufgehoben, insgesamt 18 Männer- und acht Frauenklöster. § 35 des Reichsdeputationshauptschlusses übergibt den Besitz der Klöster den jeweiligen Landesherren. Der Auflösungsprozess zieht sich bis 1817 hin. In diesem Jahr wird das letzte Kloster der Franziskanerinnen in Limburg vom Herzogtum Nassau übernommen.(RKr) ... »Details
  9. 1803: Schulordnung für Ober- und Niederhessen
    Mit der Schulordnung für Ober- und Niederhessen wird die Schulpflicht für Kinder zwischen dem siebten und 14. Lebensjahr eingeführt. Die Schulaufsicht wird durch die Geistlichen in jährlichen Visitationen durchgeführt. Religiöse Themen beherrschen den Unterricht, in „weltlichen“ Unterrichtsgegenständen wird eine Gefährdung des Glaubens gesehen. Zur Verbesserung der Lehrerausbildung ... »Details
  10. 25. Februar 1803: Die Landgrafschaft Hessen-Kassel wird Kurfürstentum
    Durch den Reichsdeputationshauptschlusses wird Hessen-Kassel zum Kurfürstentum erhoben und akzeptiert zugleich die Gebietsveränderungen als Entschädigung, welche linksrheinische Territorien an der Bergstraße umfassen, die am 10. September 1802 durch hessisch-darmstädtische Truppen besetzt worden waren. Ihm werden die vier Ämter, zusammengefasst im Fürstentum Fritzlar, endgültig ... »Details