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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
- 1900
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- 2000
- 4.-5. November 1939: Abwurf von britischen Flugblättern bei Wiesbaden
Der Bericht zur innenpolitischen Lage des SS-Sicherheitsdienstes berichtet, in der Nacht vom 4. zum 5. November und am Vormittag des 5. November seien in der Pfalz und in der Nähe von Wiesbaden unbemannte Ballons mit feindlichen Propagandaflugblättern angetrieben worden. Die Flugblätter seien noch in Päckchen gehüllt gewesen, weil der Mechanismus zur Öffnung offenbar nicht funktioniert ... »Details - 8. November 1939: Abwürfe feindlicher Flugblätter auch in Hessen
Das Sicherheitshauptamt der SS schildert in seinem geheimen Bericht zur innenpolitischen Lage die feindliche Flugzettelpropaganda mittels unbemannter Ballons in den letzten Tagen. Danach wurden feindliche Flugblätter in einem weiten Bereich zwischen Ostwestfalen und der Steiermark gefunden. In Hessen unter anderem in Marburg, Mücke und Grünberg. Die Flugblätter kommen aus England, was sich ... »Details - 8. November 1939: Erhebliche Probleme bei der Evakuierung der deutschen Bevölkerung aus den westlichen Grenzgebieten
Der Bericht des Sicherheitshauptamts der SS zur innenpolitischen Lage vom 8. November 1939 beschreibt und kritisiert die Probleme bei der Räumung der westlichen Grenzzone und der sogenannten Rückführung der dortigen Bevölkerung in das Reichsinnere. Die Aktion sei zwar gut vorbereitet gewesen, die Durchführung aber habe durch Organisationsmängel und Kompetenzüberschneidungen teilweise stark ... »Details - 10.-11. November 1939: Berichte über kleinere antifaschistische Aktionen in Kassel und Frankfurt
Im geheimen Bericht des Sicherheitshauptamts der SS zur innenpolitischen Lage vom 13. November 1939 werden die Nachrichten zu Aktivitäten der Gegner des Nationalsozialismus zusammengestellt. Dazu gehört unter anderem die Meldung: In der Nacht vom 10. zum 11.11.1939 wurde in Kassel eine an einem Gebäude einer Parteiortsgruppe angebrachte Hakenkreuzfahne heruntergerissen. [...] In Frankfurt a.M., ... »Details - 22. November 1939: Stimmungen im katholischen Klerus zum Elser-Attentat auf Hitler
Das Reichssicherheitshauptamt beschreibt in seinem geheimen Bericht zur innenpolitischen Lage vom 22. November 1939 die allgemeine Reaktion der Bevölkerung auf das versuchte Attentat Johann Georg Elsers auf Adolf Hitler im Münchner Bürgerbräukeller am 8. November 19390=Der aus Württemberg stammende Schreiner und Widerstandskämpfer Johann Georg Elser (1903–1945) verübte am 8. November 1939 ... »Details - 29. November 1939: Philipp Scheidemann stirbt in Kopenhagen
Der Sozialdemokrat und Reichstagsabgeordnete Philipp Scheidemann, der am 9. November 1918 in Berlin die Republik ausgerufen hatte, stirbt 74-jährig im Exil in Kopenhagen. Scheidemann gehörte vor und nach dem Ersten Weltkrieg zu den führenden sozialdemokratischen Politikern. Er wurde der erste Regierungschef (Ministerpräsident) der Weimarer Republik und war 1919 bis 1925 Oberbürgermeister ... »Details - 1. Dezember 1939: Bericht über defätistische Haltung katholischer Kreise zum Krieg
Im geheimen Bericht zur innenpolitischen Lage des Reichssicherheitshauptamtes der SS vom 1. Dezember 1939 wird beispielhaft an einem Geistlichen aus Fulda die defaitistische Haltung katholischer Kreise hervorgehoben: ... »Details - 2. Dezember 1939: Baubeginn des WASAG-Sprengstoffwerks in Allendorf
In Allendorf bei Marburg (heute Stadtallendorf) beginnt der Bau des Sprengstoff-Werks „Herrenwald“ der Westfälisch-Anhaltischen Sprengstoff AG (WASAG). Das Werk Allendorf der Dynamit-Nobel AG ist seit dem Vorjahr im Bau.(OV) ... »Details - 5. Dezember 1939: Eröffnung des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Biophysik in Frankfurt
In Frankfurt am Main wird das neue Kaiser-Wilhelm-Institut für Biophysik offiziell eröffnet, nachdem bereits seit einiger Zeit die dort angesiedelten Institutsangehörigen ihre Arbeit aufgenommen haben. Das von dem in der Ukraine geborenen deutschen Strahlenforscher Boris Rajewsky (1893–1974) geleitete Forschungsinstitut untersucht insbesondere die Wirkung (und medizinische Nutzbarkeit) von ... »Details - 10. Dezember 1939: Gastspiel der Frankfurter Bühnen in Barcelona
Die Städtischen Bühnen der Stadt Frankfurt am Main gastieren vom 10. bis 23. Dezember mit vier Aufführungen der Mozartopern „Die Hochzeit des Figaro“ und „Die Entführung aus dem Serail“ am Gran Teatro del Liceo in der katalanischen Hauptstadt Barcelona. Es ist der erste in einer Reihe von Besuchen des kommunalen Frankfurter Theaters, das bis 1944 jährlich in Barcelona gastieren wird. ... »Details - 22. Dezember 1939: Türkische Studenten kehren trotz des Krieges an die Ingenieurschule Friedberg zurück
Nach den vom Reichssicherheitshauptamt zusammengestellten geheimen „Meldungen aus dem Reich“ vom 22. Dezember 1939 wurden die türkischen Studenten sofort bei Kriegsausbruch in ihre Heimat zurückgerufen. Nunmehr wird beispielsweise von der Ingenieurschule Mittweida und dem Adolf-Hitler-Technikum in Friedberg bei Frankfurt berichtet, daß die türkischen Studierenden zur Fortsetzung ihres ... »Details - 1. Januar 1940: Inkrafttreten der „Studentischen Dienstpflicht“
Auf Erlass des nationalsozialistischen Reichsstudentenführers Gustav Adolf Scheel (1907–1979) wird zum 1. Januar die „Studentische Dienstpflicht“ eingeführt, die von allen Studierenden in den ersten drei Semestern abgeleistet werden muss. Scheel kündigt an, dass die universitäre Ausbildung durch den Krieg auch unterbrochen werden könne.(OV) ... »Details - Anfang Februar 1940: Gerüchte über Abwurf von Bezugskarten für Lebensmittel durch die Alliierten
Nach dem Deutschland-Bericht des SPD-Exilvorstands gibt es im Reich Meldungen über einen Handel mit Lebensmittelkarten und Gerüchte über einen Abwurf von Bezugskarten durch die Alliierten: Für den schwunghaften Handel mit Karten ist der folgende Bericht aus Südwestdeutschland kennzeichnend: Hier kursierten Anfang Februar Gerüchte, daß die englischen und französischen Flieger in großen ... »Details - 13. Januar 1940: Gastspiel der Frankfurter Bühnen in Barcelona
Die Städtischen Bühnen der Stadt Frankfurt am Main gastieren mit Aufführungen der Oper Frankfurt unter Leitung ihres Generalintendanten Hans Meissner (1896–1958) am Gran Teatro del Liceo in der katalanischen Hauptstadt Barcelona. Auf dem Programm steht der gesamte Opernzyklus „Der Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner (1813–1883) und andere Werke des deutschen Komponisten und ... »Details - 21. Januar 1940: Gestapo erzwingt Stempelung der Lebensmittelmarken jüdischer Einwohner
Die Frankfurter Gestapo erzwingt in einer Kontroverse mit dem Oberbürgermeister, dass die nur in zehn Einkaufsstellen gültigen Lebensmittelkarten jüdischer Einwohner mit „J“ gestempelt werden.(OV) ... »Details - 5. Februar 1940: Geheimer Bericht über die Lage an den Hochschulen
Die „Meldungen aus dem Reich“ des Sicherheitshauptamts der SS vom 4. Februar 1940 geben einen geheimen Bericht über die Lage an der Hochschulen im ersten Trimester 1940. Dabei wird hervorgehoben, dass sich die Wiedereröffnung sämtlicher Hochschulen „nach allen bisherigen Meldungen und Berichten günstig ausgewirkt“ hat. An allen Hochschulen wird der Lehr- und Forschungsbetrieb als ... »Details - 6. März 1940: Weiterhin umfangreiche feindliche Flugblattpropaganda auch in Hessen
Das Reichssicherheitshauptamt der SS berichtet in seinen „Meldungen aus dem Reich“ vom 6. März 1940: „Der Umfang der feindlichen Flugblattpropaganda ist nach wie vor sehr groß.“ Zu den Orten in vielen Teilen des Reiches, an denen in den letzten Tagen feindliche Flugblätter abgeworfen und gefunden wurden, gehören der Kreis Orb und südliche Stadtteile von Frankfurt. Im allgemeinen ... »Details - 17. März 1940: Premiere des Kultur-Werbefilms „Die Stadt im Walde“ in Darmstadt
Im Helia-Filmtheater in Darmstadt wird in Anwesenheit von Gauleiter Jakob Sprenger (1884–1945) zum ersten Mal der im Sommer 1938 gedrehte und kürzlich fertiggestellte Kultur-Werbefilm „Die Stadt im Walde“ gezeigt, mit dem die Stadt Darmstadt für sein sehenswertes Stadtbild und die große Zahl kultureller Errungenschaften und Sehenswürdigkeiten wirbt.(KU) ... »Details - 20. März 1940: Gerüchte über die Rückkehr Kaiser Wilhelms II. ins Reich
Der Sicherheitsdienst der SS berichtet in seinen Meldungen aus dem Reich, das schon seit längerer Zeit kursierende Gerücht, dass der frühere Kaiser Wilhelm II. (1859–1941) jetzt im Reich wohne, verbreite sich beständig in allen Teilen des Reiches weiter. Man bezeichne dabei meistens bestimmte Orte, darunter Kassel, Heidelberg und kleinere Ortschaften in Schlesien als seinen jetzigen ... »Details - 29. März 1940: Weiterhin feindliche Flugblattabwürfe auch über Kurhessen
Der Sicherheitsdienst der SS meldet, es gebe weitere Meldungen über feindliche Flugblattpropaganda. Die Westmächte hätten offenbar die Osterfeiertage zu ausgedehnter Flugzettelpropaganda im ganzen Reichsgebiet genutzt. Es würden jetzt Flugblattfunde aus Pommern, Sachsen und Kurhessen gemeldet. Die Zettel würden aus Flugzeugen, zum Teil aber auch aus Propagandaballons abgeworfen. Die Wirkung ... »Details
