Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Jüdische Wohlfahrtspflege 1932/33

Langenselbold, Israelitische Gemeinde

Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Vorsteheramt Hanau – heute: Main-Kinzig-Kreis

Einwohner: 6000 (5732). Juden: 200 [= 3.33 %]. Zensiten: 42.

1. Vorsitzender Joseph Hamburger. Fernsprecher 46. 2. Vorsitzender Abraham Kanthal. Schriftführer Joseph Seiferheld – Lehrer Löb, Steinweg 43 – Steuer: 60 % Reichseinkommenssteuer. Gemeindeetat 1930: 8049.

Synagoge Steinweg 43 – Friedhof – Mikwah – Schechitah

Wohlfahrtspflege
  • 1. Israelitischer Frauen-Verein. Gegründet 1905. Adresse: Vorsitzende Frau M. Hamburger. Zweck und Arbeitsgebiete: Krankenwache, Unterstützung hilfsbedürftiger Ortsansässiger, Bestattung. Mitglieder 57.
  • 2. Israelitische Gutsstiftung EV. Gegründet 1881. Adresse: Vorsitzender I. Kanthal. Zweck und Arbeitsgebiete: Krankenunterstützung und –pflege. Mitglieder 17.
  • 3. Schomer Mizwoh-Verein. Gegründet 1923. Adresse: H. Glauberg. Zweck und Arbeitsgebiete: Krankenpflege. Mitglieder 60.
  • 4. Zweite Gutsstiftung. Adresse: Vorsitzender Moritz Strauß. Zweck und Arbeitsgebiete: Krankenwache.
Unterricht
  • Israelitische Volksschule. 3 Klassen. 11 Kinder
Druckausgabe

Führer durch die jüdische Gemeindeverwaltung und Wohlfahrtspflege in Deutschland 1932-33. Herausgegeben von der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden, S. 188.

Empfohlene Zitierweise
„Langenselbold, Israelitische Gemeinde“, in: Jüdische Wohlfahrtspflege 1932/33 <https://www.lagis-hessen.de/de/purl/resolve/subject/jgv/id/77> (aufgerufen am 25.06.2026).