Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

  • 1900
  • 1910
  • 1920
  • 1930
  • 1940
  • 1950
  • 1960
  • 1970
  • 1980
  • 1990
  • 2000
  1. 4. Juli 1957: Gießener Hochschule erhält Universitätsstatus zurück
    Anlässlich ihrer 350-Jahr-Feier erhält die Gießener Hochschule ihren Universitätsstatus zurück und nennt sich Justus-Liebig-Universität.(OV) ... »Details
  2. 5. Juli 1957: Feierliche Übergabe der Streitkräfte der Bundeswehr an das NATO-Oberkommando in Marburg
    Im Rahmen einer feierlichen Militärparade auf dem Kasernenhof der Tannenbergkaserne bei Marburg übergibt der erste Generalinspekteur der 1955 neugegründeten Bundeswehr, General Adolf Heusinger (1897–1982), dem Oberbefehlshaber der atlantischen Streitkräfte, General Lauris Norstad (1907–1988; Supreme Allied Commander Europe der NATO), drei deutsche Divisionen.1=Die Streitkräfte der ... »Details
  3. 12. Juli 1957: Der Darmstädter Komponist Hermann Heiß gründet das „Studio für elektronische Komposition“
    Der in Darmstadt geborene Komponist Herrmann Heiß (1897–1966) gründet in einem Nebengebäude der Städtischen Akademie für Tonkunst in Darmstadt das „Studio für elektronische Komposition Hermann Heiß“, eines der ersten privaten elektronischen Studios in Deutschland. Hier entstehen in den Folgejahren bis zu seinem Tode im Jahr 1966 zahlreiche elektronische Kompositionen und ... »Details
  4. 24. Juli 1957: Uran für den hessischen Versuchreaktor in Frankfurt
    Für den ersten hessischen Versuchsreaktor auf dem Rebstockgelände in Frankfurt am Main treffen 1.800 Gramm Uran aus New York ein.(OV) ... »Details
  5. 1. August 1957: Deutsche Bundesbank in Frankfurt nimmt Tätigkeit auf
    Mit dem heutigen Inkrafttreten des Gesetzes über die Deutsche Bundesbank firmiert das Notenbankinstitut der Bundesrepublik Deutschland und West-Berlin, die bisherige „Bank deutscher Länder“ in Frankfurt am Main unter ihrem neuen Namen „Deutsche Bundesbank“. Parallel dazu verschwindet mit der Inkraftsetzung des Bundesbank-Gesetzes der bisherige zweistufige Aufbau des Zentralbanksystems, ... »Details
  6. 2. August 1957: Eröffnung der 11. Deutschen Fernseh-, Rundfunk- und Phonoausstellung in Frankfurt
    Auf dem Messe- und Ausstellungsgelände in Frankfurt am Main öffnet die 11. Deutsche Fernseh-, Rundfunk- und Phonoausstellung ihre Tore. Veranstalter der Messe, die als die größte Fachausstellung ihrer Art in ganz Europa gilt, sind die Fachabteilung Rundfunk und Fernsehen im Zentralverband der Elektrotechnischen Industrie (ZVEI) und die Frankfurter Messe- und Ausstellungs-GmbH. Der ... »Details
  7. 28. August 1957: Offizielle Eröffnung des wiederaufgebauten Exotariums im Zoologischen Garten Frankfurt
    Im Zoologischen Garten der Stadt Frankfurt am Main wird das wiederaufgebaute Aquarium als „Exotarium“ von Oberbürgermeister Werner Bockelmann (1907–1968; SPD) feierlich eröffnet1=Die Umbenennung in „Exotarium“, also einem Schauhaus für exotische Tiere, erfolgte, um der Zusammenfassung des Aquariums mit dem Insektarium bzw. Terrarium und der größeren gezeigten Artenvielfalt gerecht ... »Details
  8. 10. September 1957: Erster hessischer Naturpark im Hohen Vogelsberg
    Das 1956 ausgewiesene „Landschaftsschutzgebiet Hoher Vogelsberg“ wird zum hessenweit ersten Naturschutzpark erklärt. Das ausgewiesene Gebiet, das sich auf einer Fläche von 21.000 Hektar erstreckt, ist gleichzeitig der zweite Naturschutzpark, der in Deutschland entsteht. Der Hamburger Unternehmer Alfred Carl Toepfer (1894–1993), Vorsitzender des 1909 gegründeten Verein Naturschutzpark e. ... »Details
  9. 15. September 1957: CDU in Hessen bei Bundestagswahlen erstmals mit Mehrheit
    Die CDU erhält bei den Bundestagswahlen die absolute Mehrheit. In Hessen ist sie erstmals stärker als die SPD. Bei den Zweitstimmen erreichen die Christdemokraten einen Anteil von 40,9 % (1953: 33,2 %), die SPD kommt auf 38,0 % (1953: 33,7 %), die FDP auf 8,5 % (1953: 19,7) und die Deutsche Partei erreicht 5,5 % der Stimmen (1953: 2,8 %). Die Wahlbeteiligung liegt bei 89,1 % und damit höher als ... »Details
  10. 18. September 1957: Bundeskabinett befasst sich mit Henschel-Vergleichsantrag
    Die Bundesregierung befasst sich im Rahmen ihrer 195. Kabinettssitzung mit dem Fall des bankrotten Maschinen- und Fahrzeugbaukonzerns Firma Henschel & Sohn in Kassel. In einem Schreiben wendet sich der Sanierungsbevollmächtigte des Henschel-Aufsichtsrates, Dr. Johannes Semler (1898–1973), an Bundeswirtschaftsminister Erhard mit der Bitte um finanzielle Garantien für den angeschlagenen LKW- und ... »Details
  11. 19. Oktober 1957: Georg-Büchner-Preis an Erich Kästner
    Der Georg-Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung wird anlässlich der auf der Darmstädter Mathildenhöhe stattfindenden Herbsttagung von Hermann Kasack (1896–1966), dem Präsidenten der Akademie, an Erich Kästner (1899–1974) verliehen. Eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der deutschen zeitgenössischen Literatur wird damit in diesem Jahr ausgezeichnet. Erich ... »Details
  12. 1. November 1957: Tod der Rosemarie Nitribitt in Frankfurt
    In Frankfurt am Main wird das Callgirl Rosemarie Nitribitt ermordet aufgefunden. ... »Details
  13. 3. November 1957: Erste Signale des Sputnik 2 werden in Darmstadt aufgefangen
    Funksignale des am heutigen Sonntagmorgen in eine niedrige Erdumlaufbahn geschossenen sowjetischen Forschungssatellit Sputnik 2 werden von der Funkkontrollmeßstelle der Bundespost in Darmstadt aufgefangen. Zuerst wird ein Signal des Raumflugkörpers um 8:45 Uhr gehört, dann wieder von 10:27 bis 10:40 Uhr. Der Satellit sendet auf zwei Wellenlängen Signale aus. Auf der Frequenz 20,005 Megahertz ... »Details
  14. 5. - 6. November 1957: 5. Bundestagung des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Frankfurt
    In Frankfurt am Main findet die 5. Bundestagung des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes statt.  ... »Details
  15. 6. November 1957: Wirtschaftliche Schwierigkeiten der Henschelwerke in Kassel
    Durch Millionenverluste im Exportgeschäft und einen Rückgang im LKW-Bau sind die Kasseler Henschelwerke in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Mit Unterstützung des Landes können die über 10.000 Beschäftigten vor drohenden Entlassungen bewahrt werden.(OV) ... »Details
  16. 19. November 1957: Eröffnung der elektrifizierten Bahnstrecke Frankfurt–Heidelberg
    In Begleitung von Führungspersönlichkeiten der Deutschen Bundesbahn und Mitgliedern der hessischen Landesregierung eröffnet die Fahrt eines elektrisch betriebenen Zuges das letzte elektrifizierte Teilstück der Strecke von Heidelberg nach Frankfurt am Main, die die Mainmetropole mit den elektrifizierten Fernverbindungen nach Österreich und Italien verknüpft. ... »Details
  17. 7.-8. Dezember 1957: Erster Deutscher Tierschutzkongress ohne direkte politische Resonanz in Frankfurt beendet
    Erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg finden sich in Frankfurt am Main auf Einladung des Deutschen Tierschutzbundes mehrere Verbände aus dem Bereich des Natur- und Tierschutzes zusammen. Bei der internen Arbeitstagung und einer öffentlichen Vortrags- und Diskussionsveranstaltung in der Paulskirche widmen sich die Teilnehmer/-innen rechtlichen und ethischen Fragen der Mensch-Tier-Beziehung in ... »Details
  18. 11. Dezember 1957: Die DDR revidiert das 1954 erlassene Passgesetz und stellt jede unerlaubte Ausreise unter Strafe
    Die Ausreise aus der DDR ohne behördliche Genehmigung ist von nun an eine Straftat. Jedes Verlassen des DDR-Gebiets wird mit drei Jahren Gefängnis-Strafe geahndet. Damit schafft das DDR-Regime faktisch was unter dem Namen „Republikflucht“ bekannt ist. Die Vorbereitung jener „Republikflucht“, auch Abwerbung genannt, wird mit Zuchthaus bestraft. Hinzu kommt, dass bestimmte Personen ... »Details
  19. 1958: Erster Landeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“
    Hessen veranstaltet als erstes Bundesland den Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden. ... »Details
  20. 7. Januar 1958: Zweite große Musterung von Wehrpflichtigen in Frankfurt und hessischen Kreiswehrersatzämtern
    In Frankfurt am Main und den neun anderen hessischen Kreiswehrersatzämtern beginnt die nach 1957 zweite große Musterung von Wehrpflichtigen des Jahrgangs 1937, diesmal der im vierten Quartal dieses Jahres Geborenen. Gegenüber dem Vorjahr, als bei der ersten Musterung seit der Gründung der Bundeswehr in Frankfurt insgesamt 1.176 Wehrpflichtige erfasst wurden, hat sich die Zahl der zur Musterung ... »Details
  21. 8. Januar 1958: Hessischer Rundfunk nimmt Werbesendungen ins Programm
    Als eine der ersten bundesdeutschen Rundfunkanstalten nimmt der Hessische Rundfunk Werbesendungen in sein TV-Programm auf. Zuvor hatte sich die hessische Rundfunkanstalt bereits im Oktober 1957 mit dem Bayerischen Rundfunk (BR) und dem Südwestrundfunk (SWF) vertraglich auf ein gemeinsames Werbefernsehen festgelegt, dessen Beginn auf den 2. Januar 1958 festlegte wurde. Als Trennsequenz ... »Details
  22. 19. Februar 1958: Erste Operation am offenen Herzen in der Marburger Universitätsklinik
    Prof. Dr. Rudolf Zenker (1903–1984), Direktor der Chirurgischen Universitätsklinik in Marburg von 1951 bis 1958, führt die erste erfolgreiche Operation am offenen Herzen in Deutschland durch, bei der eine Herz-Lungen-Maschine eingesetzt wird.(OV) ... »Details
  23. 10. März 1958: Arbeitsausschuss „Kampf dem Atomtod“ in Frankfurt
    Der am 22. Februar 1958 gebildete „Arbeitsausschuss Kampf dem Atomtod“ in Frankfurt am Main, dem 40 hochrangige Persönlichkeiten des politischen, kirchlichen und künstlerischen Lebens angehören, veröffentlicht einen Aufruf an die deutsche Bundesregierung, sich nicht am Rüstungswettlauf mit Atomwaffen zu beteiligen und vielmehr einen Beitrag zur politischen Entspannung dadurch zu leisten, ... »Details
  24. 17. März 1958: Hessischer Rundfunk schließt Vertrag zur Produktion von Spots mit Maskottchen „Onkel Otto“
    Der Hessische Rundfunk schließt mit dem Werbefilmer und Grafiker Hans Fischerkoesen (1896–1973) über die Verwendung und Produktion von Zeichentrick-Sequenzen mit dem fortan als Maskottchen des HR dienenden „Onkel Otto“, einer grauen Seehund-Trickfilmfigur. Fischerkoesen erhielt bereits 1957 den Auftrag, eine Figur zu schaffen, deren Gestalt (so wie auch in dem am 17. März 1958 ... »Details
  25. 25. März 1958: Beschäftige der Henschel-Werke demonstrieren gegen Aufstellung von Atomwaffen
    In den Henschel-Werken in Kassel (im Stadtteil Nord-Holland und am Holländischen Platz) legen etwa 500 Arbeiter aus Protest gegen die atomare Bewaffnung die Arbeit nieder und ziehen unter der von den Sozialdemokraten herausgegebenen Parole „Kampf dem Atomtod“ in einem Demonstrationszug durch die Stadt. Der Bezirkssekretär der SPD Hessen-Nord, Bernhard Ahrens (1905–1978; Kassel), fordert ... »Details
  26. 27. März 1958: Großmodell des Frankfurter Flughafens für die Weltausstellung fertiggestellt
    Ein die Fläche von etwa 100 Quadratmeter einnehmendes Großmodell des Rhein-Main Flughafens, das aus Anlass der Weltausstellung Expo 58 in Brüssel (17. April bis 19. Oktober 1958) im Auftrag der Stadt Frankfurt am Main entstanden ist und von der Flughafengesellschaft in Zusammenarbeit mit der belgischen Luftfahrtgesellschaft SABENA realisiert wurde, wird in Halle 8 des Frankfurter Messegeländes ... »Details
  27. 28. März 1958: Ende des Streiks der nordhessischen Textilarbeiter
    Der siebenwöchige Streik von 7.000 Textilarbeitern im Bereich Kassel / Bad Hersfeld endet nach dem fünften Schlichtungsversuch. Der Akkordlohn wird um 14 Pfennig pro Stunde, der Zeitlohn um 16 Pfennig erhöht.(OV) ... »Details
  28. 10. April 1958: Frankfurter Stadtverordnete beschließen eine Volksbefragung zur Atombewaffnung
    Die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung beschließt auf Antrag Nr. 155, der von den Fraktionen der SPD und der FDP eingebracht wurde, in Frankfurt eine allgemeine Volksbefragung durchzuführen ob auf deutschem Boden Streitkräfte mit atomaren Sprengkörpern ausgerüstet und atomare Abschussbasen eingerichtet werden sollen [Zitat aus dem Schreiben Bundeskanzler Adenauers vom 2. Mai 1958]. Der ... »Details
  29. 10. April 1958: Frankfurter Magistrat mehrheitlich für Volksbefragung zur atomaren Bewaffnung
    Die Stadtverordnetenversammlung in Frankfurt am Main beschließt mit den Stimmen der SPD- und der FDP-Fraktion und gegen das Votum der Abgeordneten der Christlich-Demokratischen Union in namentlicher Abstimmung (insgesamt 48 gegen 14 Stimmen), in Frankfurt eine Volksbefragung über die Atombewaffnung der Bundeswehr vorzunehmen. Dabei soll den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Gelegenheit gegeben ... »Details
  30. 21. April 1958: Einweihung des Neubaus des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach
    Das bereits seit Ende 1957 bezogene neue Haus des Deutschen Wetterdienstes (DWD) an der Frankfurter Straße in Offenbach am Main wird offiziell eingeweiht. Der Bundesminister für Verkehr Hans-Christoph Seebohm (1903–1967; CDU) übergibt im Rahmen einer Feierstunde das als „Zentralamt“ des Wetterdienstes eingerichtete Gebäude an den Präsidenten des deutschen Wetteramtes, Dr. Georg Bell ... »Details