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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
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- 25. März 1827: Weihe der St. Ludwigskirche in Darmstadt
Am 25. März 1827 wird die von Georg Moller (1784–1852) geplante St. Ludwigskirche in Darmstadt, der erste katholische Kirchenbau in Darmstadt nach der Reformation, eingeweiht. Durch die Einverleibung von Teilen des ehemaligen kurmainzischen Staates 1815/16 hatte das Großherzogtum zahlreiche katholische Bürger hinzugewonnen. Großherzog Ludewig I. (1753–1830) wünschte deshalb einen ... »Details - 11. April 1827: Gründung des Bistums Limburg auf dem Gebiet des Herzogtums Nassau
Bereits 1818 wird in Frankfurt am Main auf der Konferenz der oberrheinischen Staaten (Baden, Württemberg, Hessen-Darmstadt, Kurhessen, Nassau, Frankfurt) über die Gründung eines neuen Bistums, mit dem Sitz in Limburg an der Lahn, beraten. Nachdem die deutschen Fürsten mit den deutschen Bischöfen auf der politischen Ebene 1821 neue Bistumsgrenzen gezogen haben, legt die päpstliche Bulle „Ad ... »Details - 1. Mai 1827: Schiffsverkehr zwischen Köln und Mainz eröffnet
Die Frankfurter „Dampfschifffahrtsgesellschaft von Rhein und Main“ erhält am 12. April 1826 von Großherzog Ludewig I. (1753–1830) die Genehmigung für die Strecke Frankfurt – Mainz für den Dampfer „Stadt Frankfurt“, der ab 1828 zum Einsatz kommt. Das Bankhaus Bethmann (1768–1826) ist dabei involviert. Im September 1825 wurde eine Testfahrt zwischen Köln und Straßburg gemacht, um ... »Details - 26. Juni 1827: Festliche Einweihung des Wiesbadener Hofheaters
Am 26. Juni 1827 wird das Herzoglich Nassauische Hoftheater in Wiesbaden nach zwei Jahren Bauzeit mit der Jubelouvertüre von Carl Maria von Weber (1786–1826) und der Oper „Die Vestalin“ von Gaspare Spontini (1774–1851) eingeweiht. Das neue Gebäude liegt an der im Rahmen der Stadterweiterung neu angelegten Wilhelmstraße gegenüber dem Kurhaus und ersetzt das sogenannte ... »Details - 28. Juli 1827: Jubiläumsfeier der Philipps-Universität Marburg
Die Philipps-Universität Marburg begeht ihren 300. Geburtstag. Es wird ein Festgottesdienst mit Festmahl im Rathaus veranstaltet, zudem werden Orden und Ehrenpromotionen verliehen. Seit den 1820er Jahren hat sich zudem der räumliche Ausbau der Deutschordensgebäude verbessert.(StH) ... »Details - 22. Oktober 1827: Liberales Schulgesetz im Großherzogtum Hessen
Liberale Vorstellungen prägen das neue Schulgesetz im Großherzogtum Hessen. Ganz im Sinne der Aufklärung wird die Simultanschule als Regelschule eingeführt und damit der kirchliche Einfluss zurückgedrängt. Der Staat übernimmt die Kontrolle des Bildungsbereiches und setzt die Schulpflicht für Jungen und Mädchen durch. Neue Normen für Unterricht und Erziehung werden in der „allgemeine ... »Details - 8. Dezember 1827: Gründungsurkunde für Landesbistum Limburg von Wilhelm von Nassau unterzeichnet
Am 16. August 1821 hatte die päpstliche Zirkumskriptionsbulle „Provida solersque“ die Bistumsgrenzen der katholischen Landesbistümer Fulda, Limburg und Mainz festgelegt. Sie gab dem Landesherrn ein Vetorecht gegen Vorschläge des Domkapitels.|Am 8. Dezember 1827 unterzeichnet Herzog Wilhelm von Nassau die limburgisch-katholische Gründungsurkunde des Bistums, woraufhin Jacob Brand ... »Details - 1828-1861: Abschaffung des Judeneids
Da christliche Eidesformeln bei nichtchristlichen Bürgern nicht gültig waren, mussten Juden seit dem Mittelalter bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts einen speziellen „Judeneid“ bei Rechtsstreitigkeiten ablegen. Wortlaut und Formalitäten waren regional unterschiedlich und oft mit diskriminierenden Handlungen verbunden. Auch die Abschaffung des Judeneides erfolgte in den einzelnen ... »Details - 14. Februar 1828: Gründung des hessisch-preußischen Zollvereins in Berlin
Der Darmstädter Staatsrat August Hofmann (1776–1841) unterzeichnet in Berlin am 14. Februar 1828 mit dem preußischen Finanzminister Friedrich von Motz (1775–1830) die Zollunion zwischen Preußen und dem Großherzogtum Hessen. Nach den gescheiterten süddeutschen Zollplänen von Finanzminister Karl du Bos du Thil (1777–1859) entschied er sich – mit Blick auf die Getreide- und Weinexporte ... »Details - 6. April 1828: Ludwig Emil Grimm und Werner Henschel nehmen an der Feier zu Dürers 300. Todestag in Nürnberg teil
Am 30. März 1828 verließen der Bildhauer Johann Werner Henschel (1782–1850) und der mit ihm befreundete Maler Ludwig Emil Grimm (1790–1863), der jüngere Bruder von Jacob (1785–1863) und Wilhelm Grimm (1786–1859), gemeinsam Kassel, um nach Nürnberg zu reisen. Dort fanden die mehrtägigen Feierlichkeiten zu Dürer 300. Todestag statt, an denen Künstler aus ganz Deutschland teilnahmen, ... »Details - 17. Juni 1828: Abschluss der Stadterweiterung in Wiesbaden nach dem Bebauungsplan von Christian Zais
Der für Wiesbaden von Landbaumeister Christian Zais (1770–1820) am 11. März 1818 vorgelegte Bebauungsplan, der das „Historische Fünfeck“ durch moderne, geradlinige Straßen einfassen wollte, wird am 17. Juni 1828 mit dem Ausbau der Adolphstraße sowie deren Namensänderung in „Rheinstraße“ abgeschlossen.|Nach dem Tod von Zais hatte Carl Florian Goetz (1763–1829) die Bauleitung und ... »Details - 28. Juni 1828: Exmatrikulation von Gießener Studenten
In Gießen werden am 28. Juni 1828 insgesamt 48 Verbindungsstudenten von Kanzler der Landesuniversität, Franz Joseph von Arens (1779–1855), im Zuge der „Großen Relegation“ von der Universität verwiesen. Die radikale Burschenschaft der „Schwarzen“ unter Karl Follen (1795–1840), eine Teilgruppe der „Teutschen Lesegesellschaft“, die einen Einheitsstaat forderte, wurde von ... »Details - 1. Juli 1828: Erste Beisetzung auf dem Neuen Hauptfriedhof Frankfurt
Da der alte Peterskirchhof in Frankfurt am Main als Friedhof zu Beginn des 19. Jahrhunderts nicht mehr ausreichend war, begannen schon unter der französischen Besetzung die Diskussionen um einen neuen Friedhof außerhalb der Stadtgrenzen. Für die Friedhofsverlegung aus hygienischen Gründen engagierte sich vor allem der Arzt Dr. Georg Friedrich Hoffmann (1764–1848) in mehreren Publikationen. ... »Details - 18. September 1828: Knoblauch & Schiele produzieren Leuchtgas in Frankfurt
Als viertes deutsches Gaswerk (nach Dresden, Hannover und Berlin) nimmt die Gasfabrik Knoblauch & Schiele in der Mainzer Landstraße in Frankfurt am Main am 18. September 1828 den Probebetrieb auf.|Nach langem Ringen mit dem Senat war Johann Christian Carl Knoblauch (1789–1878) und Johann Remigius Schiele (1795–1861) 1827 die Gasproduktion aus Rüböl gestattet worden. Aufgrund finanzieller ... »Details - 24. September 1828: Gründung des Mitteldeutschen Handelsvereins
Der hessen-darmstädtische Gesandte August Hofmann (1776–1841) hatte am 12. Februar 1828 in Berlin mit dem preußischen Finanzminister Friedrich von Motz (1775–1830) die Zollunion zwischen Preußen und dem Großherzogtum Hessen unterzeichnet. Nach den gescheiterten süddeutschen Zollplänen von Finanzminister Karl du Bos du Thil (1777–1859) entschied er sich – mit Blick auf die Getreide- ... »Details - 13. Dezember 1828: Feierliche Einweihung der Synagoge im Kompostellhof in Frankfurt
Am 13. Dezember 1828 wird die neue Synagoge im Kompostellhof in der östlichen Altstadt von Frankfurt am Main feierlich eingeweiht.|Seit 1813 war das Philanthropin, die „Bürger- und Realschule der israelitischen Gemeinde“, in einem Teil des 1803 durch die Säkularisation frei gewordenen Kompostellhofs, der ehemaligen Herberge der Jakobspilger, untergebracht, der von der jüdischen Gemeinde ... »Details - 1829: Veröffentlichung des ersten Bandes der „Statistisch-topographischen Beschreibung des Großherzogthums Hessen“
Der Historiker und Geometer Georg Wilhelm Justin Wagner (1793–1874) publiziert den ersten Band seiner „Statistisch-topographischen Beschreibung des Großherzogthums Hessen“.(StH) ... »Details - 1829: Gründung des Frankfurter Kunstvereins
Der Frankfurter Kunstverein wird 1829 durch eine Gruppe kunstinteressierter und einflussreicher Bürger gegründet, zu denen unter anderem der Senator und spätere Bürgermeister Johann Gerhard Christian Thomas (1785–1838), der Historiker, Stadtarchivar und Stadtbibliothekar Johann Friedrich Böhmer (1795–1863) und der Maler und Kunstschriftsteller Johann David Passavant (1787–1861) ... »Details - 1829: Johann Nepomuk Zwerger übernimmt die Ausbildung in Bildhauerei an der Städelschule
Mit der Berufung des in Rom bei Bertel Thorvaldsen ausgebildeten Johann Nepomuk Zwerger (1796–1868) erfolgt 1829 erstmals die Einführung des Unterrichts in Bildhauerei an der Kunstschule des 1815 begründeten Städelschen Kunstinstituts in Frankfurt am Main. Noch im gleichen Jahr wird Zwerger dort zum Professor für Bildhauerei ernannt. ... »Details - 1829/30: Bau der Infanteriekaserne in Darmstadt
In der Garnisonsstadt Darmstadt wurde 1829/30 eine neue Infanteriekaserne an der Alexanderstraße erbaut. Das klassizistische Bauwerk, das heute in veränderter Form von der Technischen Universität Darmstadt genutzt wird, hatte der Architekt Franz Heger (1792–1836), dem als Landbaumeister auch das Militärbauwesen im Großherzogtum Hessen unterstand, errichtet. Dieser, ein Schüler und ... »Details
