Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. 8. November 1850: Österreichische und preußische Truppen treffen in Bronnzell aufeinander
    Am 10. Oktober 1850 verweigerten kurhessische Offiziere unter Berufung auf den von ihnen geleisteten Verfassungseid die gewaltsame Umsetzung der Regierungspolitik. Dabei verlangten 241 der 277 Offiziere ihren Abschied. Aufgrund der kurhessischen Verfassungskrise beschloss der Frankfurter Bundestag eine Bundesexekution, bestehend aus bayerisch-österreichischen Truppen von 10 000 Mann, die am 1. ... »Details
  2. 29. November 1850: Beilegung des preußisch-österreichischen Konflikts
    Am 10. Oktober 1850 verweigerten kurhessische Offiziere unter Berufung des Verfassungseids die gewaltsame Umsetzung der Regierungspolitik. Dabei verlangten 241 der 277 Offiziere den Abschied. Aufgrund der kurhessischen Verfassungskrise beschloss der Frankfurter Bundestag eine Bundesexekution, bestehend aus bayerisch-österreichischen Truppen von 10.000 Mann, die am 1. November 1850 in Kurhessen ... »Details
  3. 1851: Gründung der Kongregation der Schwestern von der göttlichen Vorsehung in Mainz
    1851 wird die Niederlassung der Kongregation der Schwestern von der göttlichen Vorsehung in Finthen bei Mainz mit Förderung durch Bischof von Ketteler (1811–1877) gegründet. Die Schwestern widmen sich der schulischen Erziehung der Kinder, besonders der Mädchen auf dem Lande und der Krankenversorgung. Von Mainz aus werden 24 Niederlassungen im Großherzogtum Hessen, weitere im Herzogtum ... »Details
  4. 1851: Der Maler und Kunsthändler Moritz Daniel Oppenheim erhält das Bürgerrecht in Frankfurt
    Im Jahr 1851 erhielt der aus dem Hanauer Ghetto stammende Maler und Kunsthändler Moritz Daniel Oppenheim (1800–1882) das Bürgerrecht in Frankfurt am Main.  ... »Details
  5. nach 1850: Frauenkongregationsfrühling
    Die in den Verfassungen der hessischen Länder seit 1848 zugestandene Vereinigungsfreiheit löst einen regelrechten Boom an Neugründungen von Kongregationen und kirchlichen Vereinen aus, deren Mitglieder sich im Sozialbereich engagieren. Katholische Frauenkongregationen schaffen ab den 1850er Jahren ein dichtes Netz an Niederlassungen und damit eine Basis für eine soziale Versorgung, ein ... »Details
  6. 26. Januar 1851: Nassauischer Baurat Boos erhält den Auftrag, einen Bauplatz für die „neue evangelische Hauptkirche“ in Wiesbaden zu suchen
    Nachdem die alte Mauritiuskirche am 27. Juli 1850 abgebrannt war, beauftragt die evangelische Kirchengemeinde in Wiesbaden am 26. Januar 1851 den nassauischen Baurat Carl Boos (1806–1883), einen Bauplatz für eine neue evangelische Hauptkirche zu suchen. Da der alte Platz für einen größeren Neubau für die deutlich gewachsene Gemeinde nicht ausgereicht hätte, entschied man sich für das ... »Details
  7. 27. Januar 1851: Herz Hähnle Hachenburger verstirbt in Darmstadt
    Am 27. Januar 1851 verstirbt Herz Hähnle Hachenburger im Alter von 63 Jahren in Darmstadt. Er hatte die Leitung des „Herzer Quartetts“ in der Tanz- und Unterhaltungskapelle inne. Das Quartett trat seit 1769 bei sämtlichen jüdischen Hochzeiten der Oberen Grafschaft auf und wurde ab den 1820er Jahren erfolgreich. Die Gruppe erweiterte sich zum Schau-Orchester à la Lanner und Strauß-Vater, ... »Details
  8. 1. März 1851: Georg Ungewitter beginnt seine Lehrtätigkeit an der höheren Gewerbeschule (Polytechnikum) in Kassel
    Am 1. März 1851 nimmt der Architekt Georg Gottlob Ungewitter (1820–1864), ein prominenter Vertreter des historistischen Stils der Neugotik, die Lehrtätigkeit im Fach „Konstruktions-, Materiallehre und Hochbau“ an der 1832 gegründeten Höheren Gewerbeschule (Polytechnikum) in Kassel auf, die er selbst ab 1834 besucht hatte. Nachdem er zunächst provisorisch angestellt worden war, wurde er ... »Details
  9. 14. Juli 1851: Prozessbeginn von Ferdinand von Loehr in Darmstadt
    Am 14. Juli 1851 beginnt in Darmstadt der Hochverratsprozess gegen den Arzt Ferdinand von Loehr (1817–1876) und 88 weiteren Mitkämpfern des Widerstandes am 18. September 1848 in Ober-Laudenbach. Der Prozess endet am 30. August 1851, er wird mit acht Jahren Zuchthaus bestraft.(StH) ... »Details
  10. 15. Juli 1851: Otto von Bismarck wird preußischer Bundestagsgesandter in Frankfurt
    Am 15. Juli 1851 tritt Otto von Bismarck (1815–1898) in Frankfurt am Main seinen Posten als preußischer Gesandter bei der seit 1815 im Palais Thurn und Taxis tagenden Bundesversammlung des Deutschen Bundes (Bundestag) an. ... »Details
  11. 15. August 1851: Gründung der Kongregation der Armen Dienstmägde Jesu Christi in Dernbach
    Nach der Revolution von 1848 wird die neue Versammlungs- und Religionsfreiheit durch die Katholische Kirche begrüßt und führt zu einer religiösen Aufbruchstimmung. Neue Orden entstehen, die sich besonders den sozialen Problemen, der Massenarmut und den Hungerkrisen vor Ort widmen. Im Westerwald wird mit Zustimmung des Bischofs von Limburg, Peter Josef Blum (1808–1884), der Orden der Armen ... »Details
  12. 25. November 1851: Wiederherstellung des Zweikammersystems
    Das aufgrund der Annullierung der nassauischen Reformverfassung am 28. Dezember 1849 außer Kraft getretene Zweikammersystem des Landtags wird am 25. November 1851 mitsamt des adligen Herrenhauses wiederhergestellt.(StH) ... »Details
  13. 1852: Gründung des Paulinenstifts in Wiesbaden
    Theodor Fliedner (1800–1864), der Gründer der Kaiserswerther Diakonissenanstalt, initiiert 1835 den Aufbau einer Kinderbewahranstalt in Wiesbaden. Zur Betreuung der Kinder werden Diakonissen eingesetzt, für die 1852 mit dem Paulinenstift eine feste Unterkunft bezogen wird. Die Wohnstätte entwickelt sich zu einem Mutterhaus der Kaiserswerther Diakonissen in der Kurstadt, dem ... »Details
  14. 13. April 1852: Neue Verfassung für Kurhessen
    Am 13. April 1852 wird in Kurhessen eine neue Verfassung eingeführt, die die verbrieften Rechte der Konstitution aus dem Jahr 1831 stark einschränkt. Weiterhin bestand nun auch der Kasseler Landtag aus dem Zweikammersystem.(StH) ... »Details
  15. 28. April 1852: Der Armenverein für den Kreis Wetzlar
    Neben der staatlichen Armenpflege wie beispielsweise im Herzogtum Nassau oder der Landgrafschaft Hessen-Homburg gab es auch kirchliche und private Initiativen, die versuchten, der armen Bevölkerung zu helfen. Da es zum Beispiel für Arbeitslose keine staatliche Unterstützung gab, waren diese besonders auf private Hilfe angewiesen.  ... »Details
  16. 15. Mai 1852: Freigabe der Main-Weser-Bahn
    Der bereits ab 1838 geplante Bau der Main-Weser-Bahn zwischen Kassel und dem Rhein-Main-Gebiet war schnell ins Stocken gekommen, da die ursprünglich geplante rein kurhessische Strecke über Fulda nach Hanau nicht verwirklicht werden konnte.|1841 begannen deshalb die Verhandlungen über die Alternativstrecke, über Marburg, Gießen und Friedberg nach Frankfurt am Main, ein Gemeinschaftsprojekt der ... »Details
  17. 15. Mai 1852: Zeitersparnis durch die Eisenbahn
    Der Bau der Eisenbahnen hatte zur Folge, dass sich die Reisezeiten dramatisch verkürzten. In einem Bericht des Ausschusses für Eisenbahnen vom 2. November 1843, der sich auf den Antrag zweier Abgeordneter der kurhessischen Ständeversammlung bezog, wurde die damalige Reisedauer von Mainz bis Hannover mit 48 Stunden angegeben. Das bezog sich auf den direkten Weg über Marburg und Kassel, wo zu ... »Details
  18. 26. Mai 1852: Neuregelung der Lehrerentlohnung in Kurhessen
    Durch Verfügung des Kurfürsten Friedrich Wilhelm (1802–1875) wird die Eintreibung des Schulgeldes für die Lehrer zur Aufgabe der Gemeinde erklärt. In Zukunft soll aus dem Gemeindehaushalt die Lehrerstelle finanziert werden. Bis dahin betrieben die Lehrer meist eine kleine Landwirtschaft oder ein Handwerk neben dem Unterricht, um sich und ihre Familien durchzubringen. Das Lied vom „Armen ... »Details
  19. 6. Juni 1852: Fotografie auf Glas als neue Technik in Frankfurt beworben
    Am 6. Juni 1852 wirbt das Frankfurter „Photographische Institut Jacob Seib“ im „Frankfurter Intelligenz-Blatt“ für die Fotografie auf Glas als neue Technik, die im Januar desselben Jahres im „Physikalischen Verein“ vorgestellt worden war. ... »Details
  20. 9. Juni 1852: Enthüllung des Kriegerdenkmals auf dem Marienplatz in Darmstadt
    Am 9. Juni 1852 wird in Darmstadt das im Volksmund als „Riwwelmatthes“ bezeichnete Kriegerdenkmal, gefertigt vom Hofbildhauer Johann Baptist Scholl d. J. (1818–1881), auf dem Marienplatz gegenüber der Kavalleriekaserne enthüllt. In einem neogotischen Gehäuse zeigt es einen bärtigen germanischen Krieger mit Helm, Kurzschwert und beschriftetem Schild.|Der neue Denkmaltyp des ... »Details
  21. 12. August 1852: Kindstötung aus wirtschaftlicher Not
    Die wirtschaftlichen Probleme, unter denen vor allem um die Mitte des 19. Jahrhunderts weite Teile der Bevölkerung zu leiden hatten, führen auch zu Verzweiflungstaten. So informierte der Bürgermeister von Niederbeisheim am 12. August 1852 die Justizbehörden, dass am Morgen desselben Tages Martha Elisabeth Jacob ihre fast zweijährige Tochter „Christinchen“ getötet und anschließend ... »Details
  22. 1. Oktober 1852: Kommerzialisierung der Staatstelegrafen-Linie der Main-Neckarbahn
    Die „Darmstädter Zeitung“ berichtet, dass ab dem 1. Oktober 1852 das Versenden von Privattelegrammen durch die neu eingerichtete, elektromagnetische Staatstelegrafen-Linie entlang der Main-Neckar-Bahn möglich wird. Nachrichten können in Darmstadt, Frankfurt am Main und Mannheim versendet werden. Die Kosten beliefen sich beispielsweise für zwanzig Worte zwischen Darmstadt und Frankfurt auf ... »Details
  23. 1853: Höhepunkt der Auswanderungswelle
    Da die Revolution scheiterte, wurde im Jahr 1853 der Höhepunkt der Auswanderungswelle nach Amerika im Großherzogtum Hessen mit 8.375 Personen registriert.(StH) ... »Details
  24. 1853: Vollendung der Kaisergalerie im Kaisersaal des Frankfurter Römers
    Im Jahr 1838 regte Philipp Veit (1793–1877), der damalige Direktor des Städelschen Kunstinstituts in Frankfurt am Main an, den historischen Kaisersaal im Römer, in dem das traditionelle Krönungsmahl nach den Kaiserkrönungen in der Freien Reichsstadt stattgefunden hatte, mit neuen Bildnissen der deutschen Kaiser und Könige repräsentativ auszustatten. Dem Antrag vom 10. September 1838 ... »Details
  25. 1853: Auswanderungsagenten
    Um einen Platz auf einem Auswanderungsschiff zu buchen, wandten sich die Auswandernden in der Regel schon zu Hause an Agenten, die oftmals ein komplettes Angebot für die Überfahrt mit Verpflegung anboten. Wurde die Fahrt erst direkt im Hafen bei den Reedern gebucht, bestand die Gefahr, länger auf einen freien Platz warten zu müssen. ... »Details
  26. 1853-1861: Nassauischer Kirchenstreit
    Das Herzogtum Nassau setzt sich über die kirchliche Eigenverwaltung im Bistum Limburg hinweg. Der Staat versucht Pfarrer einzusetzen, das Kirchenvermögen zu kontrollieren und zu verwalten und die Konfessionsschulen zu beeinflussen.(RKr) ... »Details
  27. 11. Januar 1853: Schulordnung für Nieder- und Oberhessen, Fulda und Hanau
    Die Schulordnungen sind ein Instrument der reaktionären Politik im Kurfürstentum Hessen, die der konservative Innenminister Ludwig Hassenpflug (1794–1862) betreibt. In der Revolution von 1848 organisieren sich über 80 Prozent der Elementarschullehrer in Lehrervereinen und setzen eine Reihe an liberalen Veränderungen im Elementarschulwesen durch (unter anderem die Trennung von Kirche und ... »Details
  28. 2. April 1853: Gründung der Bank für Handel und Industrie in Darmstadt
    Am 2. April 1853 genehmigt Großherzog Ludwig II. (1777–1848) die Gründung der Bank für Handel und Industrie in Darmstadt . Sie wird als Aktiengesellschaft von Gustav von Mevissen (1815–1899) und Abraham Oppenheim (1804–1878) nach dem Vorbild der französischen „Société Générale du Crédit Mobilier“ mit einem Aktienkapital von 15 Millionen Talern eingerichtet. Erster Direktor wird ... »Details
  29. 26. Mai 1853: Konstantin Reitz verstirbt während einer Forschungsreise in Khartum
    Am 26. Mai 1853 verstirbt Konstantin Reitz (1817–1853) während einer Forschungsreise in Doka des Kaiserreichs Abessinien. Er wurde in Bobenhausen bei Schotten geboren und fungierte als österreichischer Generalkonsul in Khartum.(StH) ... »Details
  30. 23. Juni 1853: Die Wiesbadener Eisenbahngesellschaft erhält die Konzession zum Bau der nassauischen Rheintalbahn
    Noch während des Baues der Taunus-Eisenbahn von Frankfurt am Main nach Wiesbaden entsteht 1838 die Idee einer rechtsrheinischen Eisenbahn zwischen Wiesbaden und Lahnstein. Nach längeren Diskussionen konstituierte sich aber erst 1852 die private Wiesbadener Eisenbahngesellschaft, die die Bahnstrecke entlang des Rheins fortsetzen wollte. Am 23. Juni 1853 erhielt sie die Konzession zum Bau der ... »Details
  31. 5. Juli 1853: Der Maler Adolf Hoeffler kehrt von seiner Amerikareise zurück
    Am 5. Juli 1853 kehrt der Frankfurter Maler und Zeichner Adolf Hoeffler (1825–1898) von seiner fünfjährigen Amerikareise zurück. Ab 1848 war er durch Nordamerika und Kuba gereist. Dort hatte er sich seinen Lebensunterhalt vor allem durch Porträtmalen verdient und zahlreiche Landschaftszeichnungen geschaffen. In Philadelphia traf er den Darmstädter Maler Paul Weber (1823–1916), der sich ... »Details
  32. 6. September 1853: Schenkung der Gemäldesammlung von Johann Georg Christian Daems zur Gründung einer städtischen Galerie in Frankfurt
    Der Frankfurter Kaufmann Johann Georg Christian Daems (1774–1856) vermachte der Stadt Frankfurt am Main 1845 in seinem Testament seine Sammlung von über 300 Gemälden. Nachdem er die Bilder der Stadt noch einmal zur Bildung einer städtischen Gemäldegalerie angeboten hatte, nahm diese nach einer Begutachtung durch Inspektoren der Stadtbibliothek 1853 die Schenkung an.|Erste Hinweise auf die ... »Details
  33. 1. Januar 1854: Berufung Wilhelm Heinrich Riehls nach München
    Der bayerische König Maximilian II. (1811–1864) beruft am 1. Januar 1854 den nassauischen Publizisten und konservativen Volkskundler Wilhelm Heinrich Riehl (1823–1897), der in Biebrich am Rhein geboren wurde, an die Universität München, um Staats- und Gesellschaftswissenschaften zu lehren. Bereits dem 1851 veröffentlichten Werk „Die bürgerliche Gesellschaft“, folgte der zweite ... »Details
  34. März 1854: Carl Friedrich Mylius eröffnet ein „Photo-Atelier“ in Frankfurt
    Im März 1854 eröffnet der Fotograf Carl Friedrich Mylius (1827–1916) ein „Photo-Atelier“ in der Biebergasse in Frankfurt am Main. Zunächst fertigte er vor allem Porträts an, spezialisierte sich aber bald auf Ansichten der Stadt und ihrer näheren Umgebung. Seine Fotografien – teils lose zum Einkleben in Reisealben, aber auch in Mappen und kleinen Alben zusammengefasst – bot er unter ... »Details
  35. 11. April 1854: Stadt Frankfurt genehmigt die Gründung der Frankfurter Bank
    Bereits 1853 hatte die Stadt Frankfurt am Main einer Gruppe von Bankiers die Genehmigung zur Gründung der „Frankfurter Vereinskasse für den bargeldlosen Zahlungsverkehr“ erteilt. Als 1854 im benachbarten Darmstadt die „Bank für Handel und Industrie“ in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft gegründet wurde, folgte eine erneute Initiative zur Gründung einer Frankfurter Bank auf ... »Details
  36. 24. Mai 1854: Einweihung des Königin-Victoria-Denkmals in Hochheim am Main
    Am 24. Mai 1854 wird das Königin-Victoria-Denkmal inmitten der Weinlage „Hochheimer Königin-Viktoria-Berg“ eingeweiht. Der Winzer Georg Michael Pabstmann (1797–1862) hatte das Denkmal in Erinnerung an die Deutschlandreise der englischen Königin, die sie im August 1845 auch durch Hochheim geführt hatte, gestiftet. Am 5. Dezember 1850 hatte er zudem die königliche Erlaubnis erhalten, ... »Details
  37. Juni 1854: Baubeginn für den Hauptbahnhof in Kassel
    Im Juni 1854 beginnt man in Kassel mit dem Neubau des Kopfbahnhofes für alle drei hier mündenden Bahnlinien (Friedrich-Wilhelms-Nordbahn, Main-Weser-Bahn und Hannöversche Südbahn).|Der Kasseler Oberbaumeister Daniel Engelhard (1788–1856) hatte 1845 vorgeschlagen, den Bahnhof in der Verlängerung der Friedrich-Wilhelms-Straße auf dem Möncheberg zu errichten. Kurfürst Friedrich Wilhelm I. ... »Details
  38. 12. August 1854: Der Reisepass als Voraussetzung für die Auswanderung
    Der offizielle Weg zur Auswanderung bestand darin, bei den Behörden die Auswanderung anzuzeigen und um Entlassung aus dem „Untertanenverband“ zu bitten, sowie anschließend mögliche Gläubiger zu bedienen. Militärpflichtige durften nicht auswandern. ... »Details
  39. September - Dezember 1854: Tagebuch einer Überfahrt nach Amerika
    1854 verließen über 200 Menschen Wetzlar, um im Ausland ihr Glück zu versuchen. Damit war es das Jahr, in dem die Stadt die höchste Zahl an Auswanderern zu verzeichnen hatte. Auch Familie Schuler aus Wetzlar wanderte in diesem Jahr nach Amerika aus. Im Gegensatz zu vielen anderen entschlossen sie sich weniger aus finanziellen Nöten für diesen Schritt, sondern weil sie es sich „in den Kopf ... »Details
  40. 1855: Ludwig Büchner veröffentlicht sein Werk „Kraft und Stoff“ in Frankfurt
    Der Bruder von Georg Büchner (1813–1837), der Darmstädter Arzt Dr. Ludwig Büchner (1824–1899), veröffentlicht die Basisschrift des Materialismus „Kraft und Stoff“ in Frankfurt am Main, welche in 13 Sprachen übersetzt und 19 Auflagen erlebt.(StH) ... »Details
  41. 1855: Prinzessin Marianne von Nassau-Oranien erwirbt Schloss Reinhartshausen
    1855 lässt sich die seit 1849 von ihrem Gemahl Prinz Albrecht von Preußen (1809–1872) geschiedene Prinzessin Marianne von Oranien-Nassau (1810–1883) im Herzogtum Nassau nieder. Marianne erwarb das 1801 von dem Grafen Clemens August von Westphalen (1753–1818) erbaute Schloss Reinhartshausen in Eltville-Erbach im Rheingau zusammen mit umfangreichem Grundbesitz und zugehörigen ... »Details
  42. um 1860: Maßnahmen gegen die „Landgängerei“
    Über Jahrzehnte war die verarmte Bevölkerung einiger hessischer Landstriche gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, um auswärts Geld zu verdienen. Kritische Berichte über hessische Fliegenwedelhändler oder Straßenmusikanten, die im Ausland Kinder und Jugendliche in unwürdigen Verhältnissen für sich arbeiten ließen, waren immer wieder in Zeitungen und Zeitschriften zu finden. ... »Details
  43. 14. März 1855: Feier des Namenstags der Großherzogin Mathilde in Darmstadt mit Illumination
    Zur Feier des Namenstags der Großherzogin Mathilde (1813–1862) am 14. März 1855 wird das Opernhaus in Darmstadt mit einer üppigen Festbeleuchtung illuminiert, die durch die gleichzeitig in Betrieb genommene, von Darmstädter Bürgern gegründete „Darmstädter Actiengesellschaft für Gasbeleuchtung“ in Gang gesetzt wird. Dabei werden erstmals 220 Gaslaternen in der Innenstadt angezündet. ... »Details
  44. 25. Mai 1855: Einweihung der „griechischen Kapelle“ auf dem Neroberg
    Am 31. Januar 1844 heiratete Elisabeth Michailowna Romanowa (1826–1845), die Nichte des Zaren Alexander I., in St. Petersburg Herzog Adolph von Nassau (1817–1905). Das junge Paar kam am 26. März 1844 nach Wiesbaden, wo die beiden von der Bevölkerung mit einem Festzug begrüßt wurden. Bereits ein Jahr später verstarb Herzogin Elisabeth im Kindbett und der trauernde Witwer beschloss, ihr auf ... »Details
  45. 5. Juni 1855: Todestag des heiligen Bonifatius in Fulda gefeiert
    Am 5. Juni 1855 wird in Fulda der 1100. Todestag des heiligen Bonifatius (672/673–754), welcher als Diözesan wirkte, als Landespatron galt und an einem Martyrtod verstarb, begangen. Die Stadt feiert aufgrund des Fronleichnamstages am 7. Juni eine komplette Woche mit Festprogramm. Dazu zählen Gottesdienste, eine Prozession zum Bonifaziusgrab und mehrere Andachten, begleitet von Salutsalven ... »Details
  46. 8. Oktober 1855: Höhere Mädchenschule in Kassel eingeweiht
    Zu Beginn des 19. Jahrhunderts sind Mädchen, vor allem die Töchter aus weniger bemittelten Familien, weitgehend von schulischer Bildung ausgeschlossen. In Kassel gründete deshalb Wilhelmine Halberstadt (1776–1841) 1831 eine „Freischule“ für arme Mädchen, eine Elementarschule, in der Mädchen bis zum Alter von 14 Jahren unterrichtet wurden. Eine über diesen Unterricht hinausgehende ... »Details
  47. 15. Oktober 1855: Rücktritt von Ludwig Hassenpflug
    Der kurhessische Regierungschef Ludwig Hassenpflug (1794–1862) tritt am 15. Oktober 1855 aufgrund der Ablehnung der Berufung des Theologen August Vilmar (1800–1868) als Kasseler Generalsuperintendenten durch Kurfürst Friedrich Wilhelm (1802–1875) von seinem Amt zurück.(StH) ... »Details
  48. 1856: Wilhelm Carl Heraeus gelingt das Schmelzen von Platin
    Im Jahr 1856 wurde das Edelmetall Platin durch den Hanauer Apotheker und Chemiker Wilhelm Carl Heraeus (1827–1904) geschmolzen, was die Einhorn-Apotheke in einen Metallverarbeitungsbetrieb verwandelte.(StH) ... »Details
  49. 22. Januar 1856: Die „Bank für Süddeutschland“ in Darmstadt wird eröffnet
    Als 1853 die Gründung des Kreditinstituts „Bank für Handel und Industrie“ in Darmstadt genehmigt wurde, war gleichzeitig bereits die Konzession für die Notenbank „Bank für Süddeutschland“ beantragt worden. Die am 22. Januar 1856 eröffnete Bank wurde in Personalunion mit der „Bank für Handel und Industrie“ geführt und hatte das Recht, Banknoten in Gulden, Taler und Franken zu ... »Details
  50. 21. Juli 1856: Erste Ausgabe des „Frankfurter Geschäftsberichts“
    Am 21. Juli 1856 gründen die beiden Frankfurter Bankiers Leopold Sonnemann (1831–1909) und Heinrich Bernhard Rosenthal (1829–1876) den „Frankfurter Geschäftsbericht“, der ab dem 27. August 1856 als „Frankfurter Handelszeitung“ veröffentlicht wurde. In diesem zunächst nur wenige Seiten starken Blatt publizierten sie Börsen- und Handelsinformationen. Seit Ende 1858 wurde die Zeitung ... »Details