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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
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- 1910
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- 2000
- Oktober-November 1934: Notstandsarbeit wird zum Schrittmacher des Lohnabbaus
Der Exilvorstand der SPD stellt im Deutschland-Bericht für die Monate Oktober/November 1934 fest, dass Notstandsarbeiten und andere Projekte der sogenannten Arbeitsschlacht zum Motor für massiven Lohnabbau werden: Die Löhne, die bei den Notstandsarbeiten, bei den Reichsautobahnen und bei der Ausführung der sonstigen Projekte der Arbeitsschlacht gezahlt werden, sind zuweilen so niedrig, daß ... »Details - 20. Oktober 1934: Uraufführung der Komödie „Die Ausgrabung der Venus“ von Kurt Kluge in Frankfurt
Am Schauspielhaus in Frankfurt am Main findet die Uraufführung der Komödie „Die Ausgrabung der Venus“ des deutschen Bildhauers, Erzgießers und Dichters Kurt Kluge (1886–1940) statt. Die Handlung des Stückes spielt während einer Forschungsexpedition auf einer griechischen Insel. Hier sucht ein Berliner Archäologe mit seiner Tochter und seinem Assistenten nach der im Titel des Lustspiels ... »Details - November - Dezember 1934: Bericht über die Stimmung in der SA
Der Exil-Vorstand der SPD gibt in seinem Deutschland-Bericht für die Monate November / Dezember 1934 Nachrichten über die Stimmung in der SA ein halbes Jahr nach der Aktion gegen die SA-Führung im sogenannten Röhm-Putsch am 30. Juni 1934 wieder:Wir haben zuletzt im Anschluß an die Ereignisse vom 30. Juni über die nationalsozialistischen Wehrverbände berichtet. In der letzten Zeit hat sich ... »Details - November - Dezember 1934: Ausbildung der Schutzpolizei an militärischen Waffen und Geschützen in Hanau
Auch die Schutzpolizei wird in zunehmendem Maße aufgerüstet und an militärischen Waffen ausgebildet. Der Deutschland-Bericht des Exilvorstands der SPD nennt Beispiele, unter anderem aus Hanau: Vor einiger Zeit wurde die Gladbacher Schupo nach Hanau transportiert (Letzteres ist in mehreren Orten des Rheinlandes geschehen und früher berichtet worden). Die Schutzpolizisten werden an ... »Details - November - Dezember 1934: Anlage von Flugplätzen im Rahmen des Aufrüstungsprogramms
Der Deutschland-Bericht des SPD-Exilvorstands für die Monate November/Dezember 1934 beschreibt die militärische Aufrüstung durch forcierten Flugzeugbau und die Anlage neuer Flugplätze: Im Zusammenhang mit dem Aufbau der Luftflotte geht die Anlage neuer und der Ausbau bereits bestehender Flugplätze vor sich. [...] In Hanau bei Frankfurt ist ein unterirdischer Flugplatz angelegt worden. Der ... »Details - 2. November 1934: Zuchthausstrafen für Mitglieder der Roten Hilfe in Frankfurt
In Frankfurt am Main werden Mitglieder der sozialistischen „Roten Hilfe“, die unter anderem die illegale Zeitung „Das Proletarische Volksgericht“ hergestellt und verteilt haben, zu mehrjährigen Zuchthausstrafen verurteilt.(OV) ... »Details - 1. Dezember 1934: Fertigstellung der Marburger Umgehungsstraße
Die Marburger Umgehungsstraße östlich der Lahn zwischen Hauptbahnhof und Südbahnhof (Hindenburgstraße, später Krummbogen, heute „Stadtautobahn“ (Bundesstraße 3)) ist fertig gestellt.(OV) ... »Details - Januar 1935: Bericht über die Stimmungslage in Südwestdeutschland und in Frankfurt
In den Deutschland-Berichten des Exilvorstands der SPD (sopade) wird der Reisebericht eines Gewährsmanns aus Südwestdeutschland und Frankfurt wiedergegeben. Er beschreibt darin seine Eindrücke von der derzeitigen Stimmungslage in Deutschland: ... »Details - Januar 1935: Bericht über den Boykott gegen Juden in Frankfurt
Die Deutschland-Berichte des SPD-Exilvorstands geben einen Reisebericht eines Augenzeugen wieder, der in Frankfurt am Main den neuen Judenboykott erlebt hat: ... »Details - Januar 1935: Zahlreiche Korruptionsfälle und Unterschlagungen durch NSDAP-Funktionäre
Der Exilvorstand der SPD gibt in seinen Deutschland-Berichten eine Zusammenstellung zahlreicher Fälle von Unterschlagung, Korruption und Untreue durch NSDAP- und SA-Funktionäre aus dem ganzen Reich. Aus Hanau wird zum Beispiel berichtet, dass der Obersturmführer Otto Sussmann von der Großen Strafkammer in Hanau wegen schwerer Untreue und Unterschlagung, vor allem von Aufnahmegebühren der SA, ... »Details - 12. Januar 1935: Verurteilung von Anhängern der „Revolutionären Gewerkschafts-Opposition“ in Darmstadt
In einem Prozess gegen Mitglieder der „Revolutionären Gewerkschafts-Opposition“ (RGO) werden nach zweitägiger Verhandlung vor dem Oberlandesgericht in Darmstadt 16 Angeklagte zu Zuchthausstrafen zwischen zwei und vier Jahren sowie zu Gefängnishaft verurteilt. ... »Details - 16. Januar 1935: Uraufführung des Dramas „Anna Maria“ von Wilhelm Müller-Scheld am Frankfurter Schauspielhaus
Das Drama „Anna Maria“ von Wilhelm Müller-Scheld (1895–1970) erlebt seine Uraufführung am Frankfurter Schauspielhaus in Frankfurt am Main. Die Regie bei der Inszenierung des von seinem Autor unter dem Pseudonym „Wilhelm Grebenroth“ veröffentlichten Werkes führt der Oberspielleiter der Oper Frankfurt Oskar Wälterlin (1895–1961), das Bühnenbild stammt von Caspar Neher ... »Details - Februar 1935: Berichte über Drangsalierungen und rüde Behandlung beim Jungvolk
Der Deutschland-Bericht des Exilvorstands der SPD schildert in mehreren Berichten Vorfälle beim Jungvolk, die die Dransalierungen von Kindern und die rüde Behandlung der „Pimpfe“ verdeutlichen: ... »Details - Februar 1935: Bericht über wachsende Abneigung gegen Sammelaktionen in den Betrieben
Der Deutschland-Bericht des SPD-Exilvorstandes (Sopade) für den Monat Februar 1935, der am 14. März 1935 in Prag herausgegeben wird, berichtet unter anderem von der Sammelei in den Betrieben: Der Aufforderung, sich am Winterhilfswerk zu beteiligen, begegne man in diesem Jahr, anders als im letzten mit einer außerordentlich starken Abneigung. Die Anschläge in den Betrieben, dass 20 % der ... »Details - 21. Februar 1935: Totales Redeverbot für Martin Buber
Dem in Heppenheim lebenden jüdischen Religionsphilosophen und Schriftsteller Martin Buber (1878–1965), bis 1933 Honorarprofessor an der Goethe-Universität Frankfurt, wird von der Gestapo ein totales Redeverbot erteilt.(OV) ... »Details - 26. Februar 1935: Uraufführung eines Volksstücks von Georg Fraser in Frankfurt
Das Volksstück „Die elf Teufel“ von Georg Fraser wird am Frankfurter Schauspielhaus uraufgeführt. Georg Fraser ist das Pseudonym des deutschen Schriftstellers August Hermann Zeiz (1893–1964), der in den 1940er Jahren in Österreich im Widerstand gegen das NS-Regime aktiv ist. Der „jüdisch versippte“ Autor kann nach 1933 mit einer Ausnahmegenehmigung vorerst ungehindert weiterarbeiten; ... »Details - März 1935: Massive Verschlechterung der Tariflöhne in den Betrieben
Der SPD-Exilvorstandes (Sopade) beschäftigt sich im Deutschland-Bericht für den März 1935, der am 12. April 1935 in Prag herausgegeben wird, unter anderem ausführlich mit der aktuellen Entwicklung der Löhne im Reich. Auf der Grundlage des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit vom 20. Januar 1934, das bezeichnenderweise viele Kann-Vorschriften enthält, sowie aufgrund der dazu gehörenden ... »Details - 1. März 1935: Reichsstatthalter Sprenger wird Leiter der Hessischen Landesregierung
Der Gauleiter und Reichsstatthalter Jakob Sprenger (1884–1945; NSDAP) übernimmt aufgrund einer am Vortrag von Reichskanzler Adolf Hitler (1889–1945) unterzeichneten Ernennungsurkunde die Führung der bisher von Ministerpräsident (Staatsminister) Philipp Jung (1884–1965) geleiteten hessischen Landesregierung. ... »Details - 1. März 1935: Rhein-Mainische Volkszeitung stellt ihr Erscheinen ein
Die in Frankfurt am Main erscheinende „Rhein-Mainische Volkszeitung“ stellt ihr Erscheinen ein. Sie war früher das Organ der Frankfurter Katholiken.(OV) ... »Details - 9. März 1935: Ablehnung Martin Bubers durch die Reichskulturkammer
Die Reichskulturkammer lehnt es ab, den in Heppenheim lebenden jüdischen Religionsphilosophen und Schriftsteller Martin Buber (1878–1965) aufzunehmen.(OV) ... »Details - 10. März 1935: Uraufführung einer Volksoper am Staatstheater Kassel
Am Staatstheater in Kassel findet die Uraufführung der Volksoper „Die Heil'ge Not“ aus der Feder des Komponisten Carl Hans Grovermann (1905–1959) und Walter Förster (Text) statt. Ort der Handlung des Schauspiels in sechs Bildern ist „eine befestigte Stadt in Deutschland“ Anfang des 19. Jahrhunderts.(KU) ... »Details - 16. März 1935: Hitler gibt Wiedereinführung der Wehrpflicht bekannt
Reichskanzler Adolf Hitler (1889–1945) gibt in einer Erklärung bekannt, dass die allgemeine Wehrpflicht wieder eingeführt werde. Bis 1939 solle die Wehrmacht 36 Divisionen mit zusammen 580.000 Mann umfassen.(OV) ... »Details - 21. März 1935: Begrenzung der Studentenzahlen an Großstadt-Universitäten
Reichserziehungsminister Bernhard Rust (1883–1945) legt Höchstzahlen für Studierende der Großstadt-Universitäten fest. Danach dürfen zum Beispiel an der Universität Frankfurt am Main nur 1.400 Studenten eingeschrieben sein. Stattdessen sollen Studenten stärker in die mittleren und kleinen Universitätsstädte gezogen werden, um die Verbindung zwischen den Arbeitern der Stirn und der Faust ... »Details - 23. März 1935: Uraufführung eines Kranz-Dramas in Frankfurt
Am Schauspielhaus Frankfurt am Main wird das Drama „Zwei Sonnen über uns“ von Herbert Kranz uraufgeführt. Kranz (1891–1973) wurde 1933 wegen seiner liberalen Haltung als Professor für Germanistik an der Universität Halle an der Saale entlassen. Er fand danach eine Anstellung als Lokalredakteur der Frankfurter Zeitung und wirkte als freier Schriftsteller.(OV) ... »Details - 24. März 1935: Vortrag von Hans Grimm im Reichssender Frankfurt
Der rassistische Schriftsteller und Ideologe Hans Grimm (1875–1959) spricht im Reichssender Frankfurt1=Der Reichssender Frankfurt wurde 1924 als regionale Rundfunkgesellschaft unter der Bezeichnung Südwestdeutsche Rundfunkdienst AG (SÜWRAG) gegründet und nahm als Sender „Frankfurt I“ am 1. April den Sendebetrieb auf. 1933 verstaatlichten die Nationalsozialistren die SÜWRAG und benannten ... »Details - 30. März 1935: Opel plant Zweigwerk in Brandenburg
Die Adam Opel AG in Rüsselsheim, der zu dieser Zeit führende Automobilhersteller in Deutschland, fasst den Entschluss zum Bau eines neuen Zweigwerks zur Fertigung von Lastkraftwagen in Brandenburg an der Havel. Es ist das erste Werk des Fahrzeugherstellers außerhalb Rüsselsheims. Die Entscheidung zur Errichtung der Fabrik fällt nach einer Pressemitteilung der Firma „in enger Fühlungsnahme ... »Details - April 1935: Widerstand der Bauern gegen Enteignungen zum Bau der Autobahn Kassel–Göttingen
Der Deutschland-Bericht für den Monat April 1935, der vom Exilvorstand der SPD (Sopade) am 14. Mai 1935 in Prag herausgegeben wird, gibt unter der Rubrik „Aus der Landwirtschaft“ einen Sonderbericht aus Hessen über den Widerstand der dortigen Kleinbauern gegen die Enteignungsmaßnahmen der Reichsautobahn. Er wird hier als Beleg dafür, dass der von den Nationalsozialisten gefeierte ... »Details - 1. April 1935: Luftamt Darmstadt wird aufgelöst
Durch die am 26. März 1935 ergangene „Zweite Verordnung über den Aufbau der Reichsluftfahrtverwaltung“ wird mit Wirkung zum 1. April 1935 das Luftamt Darmstadt, eine nachgeordnete Behörde der Reichsluftfahrtverwaltung, aufgelöst. Damit verringert sich die seit dem Vorjahr bestehende Anzahl der „Luftämter“ im Deutschen Reich auf 15. Gleichzeitig erfolgt eine neue Aufteilung der ... »Details - 7. April 1935: Deutsche Freiballonmeisterschaft in Darmstadt
In Darmstadt startet die deutsche Freiballonmeisterschaft. Die ursprünglich für den 17. Februar vorgesehene Veranstaltung musste verschoben werden, weil ein nächtlicher Sturm acht startbereite Ballons abgerissen hatte.(OV) ... »Details - 22. April 1935: 3. Kynologischer Weltkongress in Frankfurt
In Frankfurt am Main beginnt der 3. Kynologische Weltkongress, an dem sich Delegierte aus 32 Ländern beteiligen. Die dabei im Mittelpunkt stehende Kynologie ist die Lehre von Rassen, Zucht, Pflege und Verhalten des Haushunds. Mit der Durchführung ist der Reichsverband für das deutsche Hundewesen (RDH) beauftragt. Im Anschluss an den Weltkongress beginnt die 1. Welthundeausstellung des ... »Details
