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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
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- 27. April 1945: Erster Gottesdienst in der wiederhergestellten Synagoge in Bad Nauheim
In der neuen, 1929 eingeweihten Synagoge in Bad Nauheim kann am 27. April 1945 der erste Gottesdienst nach dem Ende der NS-Herrschaft gehalten werden. Die amerikanischen Truppen hatten bei der Befreiung von Bad Nauheim die Synagoge, deren Inneneinrichtung in der Reichspogromnacht 1938 (vermutlich am 10. November ) völlig zerstört und entwendet worden war, als Stapelplatz für Eisen, Hanf- und ... »Details - Mai 1945: Verbot der Antifaschistische Ausschüsse durch die Alliierten
Die von Verfolgten des NS-Regimes und Widerstandskämpfern gebildeten „Antifaschistischen Ausschüsse“ werden von den Besatzungsmächten verboten.(OV) ... »Details - 8. Mai 1945: Bedingungslose Kapitulation des Deutschen Reichs
Das Deutsche Reich kapituliert gegenüber den alliierten Siegermächten bedingungslos. Die Kapitulation tritt um 23:01 Uhr in Kraft. Im Gebiet des heutigen Hessen sind während des Krieges etwa 185.000 Zivilpersonen ums Leben gekommen, etwa 120.000 Menschen aus Hessen sind im Krieg gefallen oder gelten als vermisst. Von den als Juden verfolgten Menschen werden etwa 75.000 Opfer des Holocaust.(OV) ... »Details - 10. Mai 1945: Berufung von Fritz Hoch zum Kasseler Oberpräsidenten
Fritz Hoch (1896–1984), Verwaltungsfachmann und früherer Oberregierungsrat in Kassel, wird von der US-Militärregierung zum Oberpräsidenten in Kassel (Provinz Kurhessen) berufen. Damit bestehen in allen Teilen Hessens provisorische deutsche Verwaltungsstellen. ... »Details - 17. Mai 1945: Die Bergbauleitung der Buderus'schen Eisenwerke verkündet das Wiederanlaufen aller Grubenbetriebe
Die Bergbauleitung der Buderus'schen Eisenwerke in Wetzlar berichtet in einem Rundfunkschreiben über das erfolgte Wiederanlaufen aller Grubenbetriebe. Damit gelingt es der Firma, ihre Tätigkeit im Erzbergbau auch im Moment der „Stunde Null“ – und trotz des schlagartigen Verzichts auf Zwangsarbeiter und mit Kriegsende abwandernden deutschen Bergleuten – faktisch kontinuierlich ... »Details - 18. Mai 1945: Einrichtung einer Provinzialregierung Mittelrhein-Saar
In der amerikanischen Besatzungszone wird unter der Führung von Oberst James R. Newman (1902–1964) eine „Provinzialregierung Mittelrhein-Saar“ mit Sitz in Neustadt an der Weinstraße eingesetzt, die die Länder Saar, Pfalz und Hessen (südlich des Mains) umfasst. Als Oberpräsident bestimmen die Amerikaner den früheren Mannheimer Oberbürgermeister Hermann Heimerich (1885–1963; SPD). ... »Details - 29. Mai 1945: Zahl der Displaced Persons in der britischen und amerikanischen Zone
Der Leiter der Alliierten Liaison Section gibt nach dem Bulletin of International News auf einer Pressekonferenz des Alliierten Hauptquartiers in Paris einen Bericht über die Heimbeförderung der verschleppten Personen (Displaced Persons) in Europa. Die Lage werde durch den Zustrom von Polen, Letten, Litauern und anderen Menschen aus der sowjetischen in die britische und amerikanische Zone ... »Details - Juni 1945: Bericht über die Lage in Frankfurt
Die Gewerkschafterin Anna Beyer (1909–1991) berichtet dem Internationalen Sozialistischen Kampfbund im Juni über die Zustände in Frankfurt am Main. Sie thematisiert die sozialen Probleme in der Stadt, insbesondere die Ernährungslage, Fragen der „Vergangenheitsbewältigung“ und das Wirken der amerikanischen Besatzungstruppen: ... »Details - 1. Juni 1945: Gründung von Radio Frankfurt in Bad Nauheim
„Radio Frankfurt“ strahlt als Sender der Militärregierung sein erstes Programm aus. Wegen der Zerstörung des Frankfurter Funkhauses sendet Radio Frankfurt aus Bad Nauheim, und zwar mittels eines 20-kW-Senders der ehemaligen Wehrmacht. Ab 1949 steht der Sender als „Hessischer Rundfunk“ unter deutscher Leitung. (OV) ... »Details - 1. Juni 1945: Eisenhower verlegt Hauptquartier nach Frankfurt
US-General Dwight D. Eisenhower (1890–1969), der Alliierte Oberbefehlshaber, verlegt sein Hauptquartier von Reims in Frankreich in das I.G. Farben-Haus in Frankfurt am Main.(OV) ... »Details - 3. Juni 1945: Schwierige Ernährungslage im Reich
Generalmajor William Draper, der Leitende Beamte der amerikanischen Gesundheitsbehörden, stellt im Alliierten Hauptquartier in Frankfurt am Main fest, dass die Lebensmittelreserven im Reich noch etwa für zwei Monate reichen werden.(OV) ... »Details - 5. Juni 1945: Unterzeichnung der Berliner Erklärung durch die Siegermächte
Die Oberbefehlshaber der vier Siegermächte unterzeichnen in Berlin eine Erklärung („Berliner Erklärung, Berliner Deklaration“), mit der die USA, die Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich die oberste Gewalt in Deutschland übernehmen. ... »Details - 12. Juni 1945: Bericht über die Lage in Frankfurt
Die Gewerkschafterin Anna Beyer (1909–1991) berichtet dem Internationalen Sozialistischen Kampfbund kurz nach dem Kriegsende über die Zustände in Frankfurt am Main: ... »Details - 15. Juni 1945: Regierungsbezirk Montabaur von Hessen abgetrennt
Mit Wirkung vom 15. Juni 1945 werden die ehemaligen Regierungsbezirke der preußischen Rheinprovinz Trier und Koblenz sowie der neugeschaffene Regierungsbezirk Montabaur auf der rechten Rheinseite im neu geschaffenen Rheinland-Hessen-Nassau in der französischen Besatzungszone zusammengefasst.(OV) ... »Details - 16. Juni 1945: Vereinbarung zwischen Truman und Stalin zur Gebietsbesetzung
In einem Telegrammwechsel kommen der amerikanische Präsident Harry S. Truman (1884–1972) und der sowjetische Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion Josef W. Stalin (1878–1953) zu dem Entschluss, dass die westlichen Alliierten am 1. Juli ihre Truppen aus einzelnen Gebieten der späteren Länder Mecklenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen ... »Details - 22. Juni 1945: Rheinhessen und vier Landkreise in Nassau kommen zur Französischen Besatzungszone
Der linksrheinische Teil des ehemaligen Volksstaats Hessen (Rheinhessen) mit Bingen, Mainz, Worms und Alzey sowie die vier nassauischen Landkreise Ober- und Unterwesterwald, Unterlahn und St. Goarshausen werden Teil der Französischen Besatzungszone. (CP) ... »Details - 24. Juni 1945: Amerikaner planen die Schaffung zweier hessischer Länder
Die US-Militärregierung ignoriert die von hessischer Seite vorgetragenen „Groß-Hessen-Pläne“ und verfügt zunächst die Schaffung zweier hessischer Länder: Hessen-Nassau und Hessen(-Darmstadt). Die Regierungssitze sollen Marburg beziehungsweise Darmstadt sein. Zuvor hatten sich Amerikaner und Franzosen auf den gemeinsamen Grenzverlauf ihrer Besatzungszonen geeinigt. Hiermit wird zugleich ... »Details - Juli 1945: Ehemalige politische NS-Verfolgte bilden in Friedberg einen Hilfsausschuss
In Friedberg schließen sich ehemalige politische Häftlinge des NS-Regimes – in der Hauptsache Mitglieder der KPD – zu einem Hilfsausschuss zusammen, der als eine Selbsthilfeorganisation das alltägliche Leben seiner Mitglieder erleichtern helfen soll. Dies betrifft unter anderem die Versorgung mit Lebensmitteln und Wohnraum.In der Folge bilden sich an verschiedenen Orten in Hessen ... »Details - 1.-2. Juli 1945: Abzug der Amerikaner und Einmarsch sowjetischer Besatzungstruppen in Thüringen
Wie zwischen den Siegermächten in einem Telegramm vom 16. Juni 1945 vereinbart, beginnt am Morgen des 1. Juli der Abzug der britischen und amerikanischen Truppen aus Westmecklenburg, aus Teilen Sachsens und aus Thüringen, die zur sowjetischen Besatzungszone gehören werden. Schon am 21. Juni war die Verwaltung dieser Gebiete an die sowjetische Militäradministration übergeben worden. Am 2. Juli ... »Details - 4. Juli 1945: Einrichtung einer Bücherstube in Frankfurt
In Frankfurt am Main wird eine Bücherstube als Vorläuferin des ersten „Amerika-Hauses“ eingerichtet. Amerika-Häuser stehen als Bildungszentren in der Folge im Dienst der Reeducation, das heißt der Erziehung der deutschen Bevölkerung zur Demokratie. Hier finden Vorträge, Filme, Diskussions- und Musikabende statt, die das Interesse der Deutschen an Amerika und seinem Lebensstil – dem ... »Details - 4. Juli 1945: Einrichtung der Grenze bei Rasdorf und Geisa
Im hessischen Ort Rasdorf und im thüringischen Geisa haben die alliierten Siegermächte Grenzkontrollstationen installiert. Entlang der alten Landesgrenze Thüringens verläuft nun gemäß dem Londoner Abkommen vom 12. September 1944 die Demarkationslinie zwischen der amerikanischen und sowjetischen Besatzungszone. Diese Grenze wird auch die „Whisky-Wodka-Linie“0=Saul, Leben im Schatten der ... »Details - 5. Juli 1945: Kurt Blaum zum Oberbürgermeister von Frankfurt ernannt
Von der amerikanischen Militärregierung wird Kurt Blaum (1884–1970) zum kommissarischen Oberbürgermeister von Frankfurt ernannt. Er wird damit Nachfolger von Wilhelm Hollbach (1893–1962). Blaum, der zuvor kommissarischer Oberbürgermeister von Hanau war, bekleidet das Oberbürgermeisteramt in Frankfurt bis zum 1. September 1946. Ihm folgt der Sozialdemokrat Walter Kolb (1902–1956) als ... »Details - 6. Juli 1945: Amerikanische Behörden übernehmen die Kontrolle über die I.G. Farben
Die Presseagentur United Press meldet aus dem amerikanischen Hauptquartier, dass die amerikanischen Militärbehörden die Kontrolle über den größten Teil der I.G. Farben übernommen haben und die zugehörigen Werke dem stellvertretenden amerikanischen Militärgouverneur General Lucius D. Clay (1898–1978) unterstehen, bis die amerikanische Militärregierung darüber anders verfügt.(OV) ... »Details - 14. Juli 1945: Milderung des Fraternisierungsverbots in der amerikanischen und britischen Zone
Nach eingehenden Beratungen zwischen dem amerikanischen und britischen Oberkommando wird das bestehende Fraternisierungsverbot für deren Truppen in Deutschland erheblich abgeschwächt. In einem Tagesbefehl an seine Truppen schreibt der britische Feldmarschall Montgomery: Ihr könnt euch jetzt mit den Deutschen in den Straßen und in öffentlichen Lokalen in Gespräche einlassen; dagegen dürft ... »Details - 23. Juli 1945: Ermittlung der Zahl der Ausländer in Hessen
Die US-Militärregierung ermittelt, wie viele Ausländer (ehemalige Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und andere Personen) sich in Lagern in Hessen befinden. Allein in Wiesbaden und Wetzlar beläuft sich die Zahl dieser Displaced Persons auf 18.375. ... »Details - 31. Juli 1945: Zeitungslizenz für die Frankfurter Rundschau
Die US-Militärregierung vergibt die erste Lizenz für eine hessische Zeitung, nämlich für die „Frankfurter Rundschau“. ... »Details - August 1945: Einsetzung des Alliierten Kontrollrats
Nachdem die Alliierten mit der „Berliner Erklärung“ am 5. Juni 1945 die Regierungsgewalt über das besetzte Deutschland übernommen haben, übertragen sie sie dem Alliierten Kontrollrat mit Sitz in Berlin.(CP) ... »Details - 1. August 1945: Erstes Erscheinen der „Frankfurter Rundschau“
Die „Frankfurter Rundschau“, die am Tag zuvor als erste Zeitung in Hessen eine Lizenz der US-Militärregierung erhalten hat, erscheint erstmals in Frankfurt am Main. Die Auflage beträgt 500.000 Exemplare. (CP) ... »Details - 1. August 1945: Verpflichtung früherer NSDAP-Mitglieder zu Aufräumungs- und Säuberungsarbeiten
Ein Befehl der amerikanischen Bezirksmilitärregierung, den der Regierungspräsident in Wiesbaden in der Verordnung Nr. 8 öffentlich bekannt macht, verpflichtet Personen, die zu irgendeiner Zeit Mitglied der NSDAP waren, zu wöchentlich zwölf Stunden Aufräumungs- und Säuberungsarbeiten gegen Entgelt. Ausgenommen bleiben Männer über 60 und Frauen über 40 Jahre sowie Personen, die vom ... »Details - 1. August 1945: Bericht über die Lage in Frankfurt
Die Gewerkschafterin Anna Beyer (1909–1991) berichtet Willi Eichler0=Willi Eichler wurde am 7. Januar 1896 als Sohn eines Postbeamten und kaufmännischen Angestellten in Berlin geboren. Der gelernte Kalkulator nahm von 1915 bis 1918 als Soldat in Russland und Frankreich am Ersten Weltkrieg teil. 1919 kam er in Kontakt mit der Lehre Leonard Nelsons, wurde Mitglied der SPD und des Internationalen ... »Details
