Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Seite von 13
  • 1900
  • 1910
  • 1920
  • 1930
  • 1940
  • 1950
  • 1960
  • 1970
  • 1980
  • 1990
  • 2000
  • 1940
  • 1941
  • 1942
  • 1943
  • 1944
  • 1945
  • 1946
  • 1947
  • 1948
  • 1949
  1. 1. September 1948: Ministerpräsident Stock eröffnet Parlamentarischen Rat in Bonn
    Der hessische Ministerpräsident Christian Stock (1884–1967) eröffnet in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz im Museum Koenig in Bonn die Beratungen des Parlamentarischen Rats. In seiner Ansprache weist er auf eine Veränderung des Verhältnisses zwischen Besatzern und Besetzten hin:Wir sind ein von Siegern besetztes Land und haben noch nicht die volle ... »Details
  2. 22. September 1948: Beschluss zur Errichtung des Hessischen Rundfunks
    Der Hessische Landtag beschließt mit dem „Gesetz über den Hessischen Rundfunk“ die Errichtung einer Landesrundfunkanstalt als Anstalt des öffentlichen Rechts. Nachdem das unmittelbar bei Kriegsende wirksame alliierte Gesetz Nr. 191 vom 24. November 1944 die mediale Verbreitung öffentlicher Kommunikation auf ein amerikanisch-britisch kontrolliertes Monopol beschränkt hatte, und den über ... »Details
  3. 1. Oktober 1948: Spruchkammer zur Entnazifizierung in Offenbach beendet ihre Arbeit
    In Offenbach am Main beendet die Spruchkammer zur Entnazifizierung ihre Arbeit, nachdem von ihr 62.755 Fälle behandelt worden sind. Von den betroffenen Personen werden 13 der Gruppe I der „Hauptschuldigen“ zugeordnet (0,02 %), 94 als „Belastete“ (Gruppe II) zugewiesen (0,15 %) und 566 als „Minderbelastete“ (Gruppe III) (0,9 %) eingestuft. 2.310 Personen (3,68 %) gelten der ... »Details
  4. 1. Oktober 1948: Noch etwa 82.000 Displaced Persons in Hessen
    In Hessen leben nach einer Erfassung durch die Behörden zum 1. Oktober 1948 noch etwa 82.000 Displaced Persons. Zu ihnen gehören vor allem ehemalige russische Kriegsgefangene, die nicht in die Sowjetunion Stalins zurückkehren können oder wollen, und jüdische Überlebende des Holocaust, die auf eine Einwanderungsmöglichkeit nach Palästina bzw. den am 14. Mai 1948 neu gegründeten Staat ... »Details
  5. 3. Oktober 1948: Erste Frankfurter Herbstmesse nach der Währungsreform
    In Frankfurt am Main wird die erste Herbstmesse nach der Währungsreform eröffnet.(OV) ... »Details
  6. 8. Oktober 1948: Frankfurter Herbstmesse mit Erfolg beendet
    Die am 3. Oktober eröffnete Herbstmesse in Frankfurt am Main, die erste nach der Währungsreform, schließt ihre Pforten; die Abschlüsse erreichen ein Volumen von 600 Millionen DM.(OV) ... »Details
  7. 5. November 1948: Flüchtlingszug verunglückt bei Bensheim
    In der Nacht auf den 5. November verunglückt ein mit Flüchtlingen besetzter Zug bei Bensheim im Kreis Bergstraße. Wie die Zeitungen berichten, stößt der Zug auf einen auf die Einfahrt in den Bahnhof Weinheim wartenden Güterzug. Dabei schieben sich einige Wagen des Flüchtlingszugs aus dem Gleis. Zwei Wagen werden von einem auf dem Gegengleis vorbeifahrenden Zug erfasst und zertrümmert, ... »Details
  8. 6. November 1948: Neubegründung des Automobilklubs von Deutschland (AvD) in Königstein
    In Königstein im Taunus wird der 1934 aufgelöste „Automobilklub von Deutschland e. V.“ (AvD) neubegründet. Um der Gleichschaltung im Nationalsozialistischen Kraftfahrtkorps (NSKK), einer paramilitärischen Unterorganisation der NSDAP, zu entgehen gab sich der AvD 1934 eine andere satzungsgemäße Zweckbestimmung und firmierte in „Deutscher Ausland Club“ (DAC) um. Kraft der notgedrungen ... »Details
  9. 11. Dezember 1948: Zusammenschluss der liberalen Parteien der Westzonen zur Freien Demokratischen Partei (FDP)
    Im kurfürstlichen Amtshaus in Heppenheim an der Bergstraße schließen sich die liberalen Parteien der Westzonen zur Freien Demokratischen Partei (FDP) zusammen. Beteiligt an der Vereinigung zu einer Gesamtpartei sind die FDP von Hamburg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein,0=Hier bestanden bereits liberale Parteiverbände, die sich die Bezeichnung „Freie ... »Details
  10. 2. Januar 1949: Kreditanstalt für Wiederaufbau in Frankfurt nimmt die Arbeit auf
    Die neu gegründete Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) nimmt in Frankfurt am Main ihre Arbeit auf. Das am 18. November 1948 gegründete Kreditinstitut hat den Auftrag, mittels der Vergabe von zinsgünstigen Darlehen den Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft zu finanzieren. Die KfW ist die erste vom deutschen Gesetzgeber nach dem Krieg geschaffene öffentlich-rechtliche Bank. Zugleich ist sie ... »Details
  11. 10. Januar 1949: Gewerbelizenzierung in Hessen auf Anordnung der amerikanischen Militärregierung aufgehoben
    Auf Anordnung der amerikanischen Militärregierung wird die Gewerbelizenzierung in Hessen mit Wirkung zum 10. Januar 1949 aufgehoben. Ausgenommen davon bleiben Angelegenheiten, die die öffentliche Gesundheit, die öffentliche Sicherheit und öffentliche Wohlfahrt berühren, vorausgesetzt, die Normen des Lizenzerwerbs für diese das öffentliche Interesse berührenden Bereiche sind in der ... »Details
  12. 28. Januar 1949: Gründung des Hessischen Rundfunks in Frankfurt
    In Frankfurt am Main wird der Hessische Rundfunk gegründet. In Anwesenheit des Militärgouverneurs der US-amerikanischen Besatzungszone, General Lucius D. Clay (1897–1978), wird Radio Frankfurt – mit der Aushändigung der amerikanischen Lizenzurkunde an Intendant Eberhard Beckmann (1905–1962) – offiziell in deutsche Hände übergeben.(OV) ... »Details
  13. 3. Februar 1949: Gründung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Frankfurt
    Nach längeren Bemühungen verschiedener Gruppen und Persönlichkeiten, zu denen unter anderem der Amerikanische Hochkommissar in Deutschland John Jay McCloy (1895–1989), der von der National Conference of Christians and Jews nach Deutschland entsandte methodistische Pfarrer Carl F. Zietlow und der Verleger der Frankfurter Neuen Presse, Dr. Hugo Stenzel (1901–1964), gehören, wird in Frankfurt ... »Details
  14. 2. März 1949: Blockade des Gebäudes der sowjetischen Repatriierungskommission in Frankfurt
    Die US-Militärpolizei blockiert das Gebäude der sowjetischen Repatriierungskommission in Frankfurt am Main, die am 4. März vorübergehend abgezogen wird.(OV) ... »Details
  15. 18. März 1949: Bilanz der Bodenreform vom Oktober 1946
    Das Ernährungsministerium zieht die Bilanz der mit Gesetz vom 15. Oktober 1946 geregelten Bodenreform.(OV) ... »Details
  16. 10. Mai 1949: Bonn statt Frankfurt provisorischer Sitz der Bundesregierung
    Zwei Tage nach der Annahme des Grundgesetzes bestimmt der von den Ministerpräsidenten der deutschen Länder der drei westlichen Besatzungszonen auf Anweisung der drei Westmächte eingesetzte Parlamentarische Rat die am Rhein gelegene Stadt Bonn zum „vorläufigen Sitz der Bundesorgane“. Die Wahl Bonns zum provisorischen Sitz der Bundesregierung enttäuscht die Hauptstadt-Hoffnungen der Stadt ... »Details
  17. 20. Mai 1949: Hessischer Landtag stimmt Grundgesetz zu
    Der 1946 konstituierte Hessische Landtag1=Der Hessische Landtag war am 19. Dezember 1946 zu seiner konstituierenden Sitzung im Stadtschloss zu Wiesbaden zusammengekommen. stimmt mit 73 gegen acht Stimmen von KPD-Abgeordneten für die Annahme des Grundgesetzes. ... »Details
  18. 13. Juni 1949: Fälscherwerkstatt für Lebensmittelmarken in Frankfurt aufgedeckt
    In einer Druckerei in Frankfurt am Main wird die bisher größte in Westdeutschland entdeckte Fälscherwerkstatt für Lebensmittelkarten ausgehoben.(OV) ... »Details
  19. 14. Juni 1949: Konferenz der Ministerpräsidenten in Schlangenbad zur Bundestagswahl
    Die elf westdeutschen Ministerpräsidenten treffen zu einer Konferenz in Schlangenbad zusammen. Sie verkünden das Wahlgesetz für die Wahl zum Deutschen Bundestag in seiner endgültigen Form und setzen als Termin der Wahl den 14. August 1949 fest.(OV) ... »Details
  20. 19. Juni 1949: Großloge der Freimaurer in Frankfurt neu gegründet
    Die 1933 von den Nationalsozialisten verbotene Großloge der deutschen Freimaurer wird in Frankfurt am Main neugegründet.(OV) ... »Details
  21. 19. Juni 1949: „Woche für Neue Musik“ und Internationale Ferienkurse für Neue Musik in Darmstadt
    Eine vom 19. bis 27. Juni durch den Hessischen Rundfunk durchgeführte „Woche für Neue Musik“ bildet den Auftakt zu den „4. Internationalen Ferienkursen für neue Musik“ in Darmstadt (19. Juni bis 10. Juli 1949). Zur Eröffnung der Kurse sprechen der Leiter der Kammermusikabteilung des Hessischen Rundfunks Heinz Schröter (1907–1974), der Leiter der Musikabteilung des Nordwestdeutschen ... »Details
  22. 20. Juni 1949: Erster UKW-Sender des Hessischen Rundfunks in Betrieb
    In Heiligenstock bei Frankfurt geht der erste UKW-Sender des Hessischen Rundfunks in Betrieb.(OV) ... »Details
  23. Sommer 1949: Gründung des Arbeitskreises Schlüchternplan zur Durchführung eines Flüchtlingseingliederungsprogramms
    Mit dem von dem Soziologen Ludwig Neundörfer (1901–1975; Leiter des Soziographischen Instituts an der Universität Frankfurt) angestoßenen „Schlüchternplan“ wird unter Trägerschaft verschiedener Kreis- und Kommunalverbände (ohne Beteiligung des Landes Hessen) ein Selbsthilfeprogramm zur Schaffung von Arbeitsplätzen ins Leben gerufen. Das Programm ist kreisbezogen und beschränkt sich ... »Details
  24. Juli 1949: Erste Ausgabe der Opel-Mitarbeiterzeitschrift „Opel-Post“
    Mit der Juli-Ausgabe startet die Mitarbeiterzeitschrift der Adam-Opel-AG. Sie trägt den Namen „Opel-Post“. Die „Opel-Post“ bleibt in der Folgezeit über mehr als sechs Jahrzehnte hinweg ein zentraler Bestandteil der innerbetrieblichen Kommunikation des Automobilherstellers. (KU) ... »Details
  25. 25. Juli 1949: Thomas Mann nimmt den Gothepreis entgegen und hält eine „Ansprache zum Goethejahr“
    Thomas Mann nimmt in der Paulskirche zu Frankfurt am Main den Goethepreis der Stadt Frankfurt entgegen. Seine Festrede, die als „Ansprache im Goethejahr 1949“ bekannt und später publiziert wird, hält der Anfang der 1930er Jahre in die Vereinigten Staaten emigrierte Schriftsteller in fast identischer Form (unter Hinzufügung einer Einleitung) nochmals am 1. August 1949 im Nationaltheater zu ... »Details
  26. 14. August 1949: FDP in Hessen bei Bundestagswahlen zweitstärkste Partei, CDU mit starken Verlusten
    Bei den ersten Wahlen zum Deutschen Bundestag wird in Hessen die mit der NPD verbundene FDP0=Die nationalkonservative, betont antisozialistisch und föderalistisch auftretende Nationaldemokratische Partei (NPD; nicht zu verwechseln mit der 1964 aus der Deutschen Reichspartei hervorgegangenen rechtsextremen Partei gleichen Namens) verbucht in Hessen bereits seit den Gemeindewahlen 1948 größere ... »Details
  27. 14. August 1949: Frankfurt wird Sitz der amerikanischen Militärverwaltung in Deutschland
    Die Presseagentur Associated Press (AP) meldet, dass Frankfurt am Main zum Sitz der amerikanischen Militärregierung in Deutschland (Office of Military Government of the United States (OMGUS)) bestimmt wurde. In Berlin verbleiben nur noch die amerikanische Stadtkommandantur und ein Verbindungsstab.(OV) ... »Details
  28. 28. August 1949: Verleihung der Goetheplakette der Stadt Frankfurt
    In einem Festakt zum 200. Geburtstag Goethes in der Paulskirche wird erstmals die von der Stadt Frankfurt am Main gestiftete Goetheplakette verliehen.(OV) ... »Details
  29. 30. August 1949: Hessischer Landtag wählt die Mitglieder der ersten Bundesversammlung
    In der 65. Plenarsitzung des Hessischen Landtags werden die insgesamt 36 hessischen Vertreter*innen für die sich erstmals am 12. September 1949 konstituierende Bundesversammlung gewählt. Bei der Wahl entfallen auf die SPD 16 Mandate, auf die CDU elf, die FDP darf fünf Vertreter nach Bonn entsenden, die KPD vier. ... »Details
  30. 1. September 1949: Wahl eines Chefarztes in Offenbach löst Antisemitismus-Diskussion aus
    Der Magistrat der Stadt Offenbach am Main wählt einen neuen Chefarzt für die Frauenklinik des Stadtkrankenhauses. Dabei kommt es zu Vorkommnissen, die dem Magistrat den Vorwurf des Antisemitismus einbringen. ... »Details
  31. 10.-11. September 1949: Gespräche über eine „Wissenschaft von der Politik“ im Schloss Waldleiningen
    Auf Einladung des hessischen Staatsministeriums findet im Odenwald-Schloss Waldleiningen eine Konferenz über die „Einführung der politischen Wissenschaften an den deutschen Universitäten und Hochschulen“ statt. An ihr nehmen 99 Persönlichkeiten teil, unter ihnen neben Vertretern der alliierten Militärbehörden vor allem Repräsentanten deutscher Kultusverwaltungen und Universitäten, ... »Details
  32. 17. September 1949: Erste Frankfurter Buchmesse nach dem Krieg in der Paulskirche
    In der Paulskirche wird die erste Frankfurter Buchmesse nach dem Krieg eröffnet. Sie hat vom 18. bis 23. September ihre Tore geöffnet.(OV) ... »Details
  33. 20. September 1949: Anton Storch wird Arbeitsminister im Kabinett Adenauer
    Einziger Hesse im ersten Kabinett des Bundeskanzlers Konrad Adenauer (1876–1967; CDU) ist der aus Fulda stammende Arbeitsminister Anton Storch (1892–1975; CDU). Der gelernte Tischler hatte sich in der Weimarer Republik als Sekretär des Zentralverbands der christlichen Holzarbeiter und Leiter des Landesverbands des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbunds in Niedersachsen betätigt. 1945 ... »Details
  34. 8.Oktober 1949: Erste Verkaufsausstellung für Offenbacher Lederwaren
    Unter dem Titel „Lederwarenindustrie und Marshallplan“ wird in der früheren Synagoge der jüdischen Gemeinde in Offenbach am Main, dem jetzigen Theater an der Goethestraße, die erste Verkaufsausstellung für Offenbacher Lederwaren und Reiseartikel eröffnet, an der sich 55 vorwiegend aus dem Raum Offenbach stammende Aussteller beteiligten. Ermöglicht wird die Leistungsschau, die das ... »Details
  35. 10. Oktober 1949: Hessischer Finanzminister Hilpert legt sein Bundestagsmandat nieder
    Werner Hilpert (1897–1957), Mitbegründer und Landesvorsitzender der CDU in Hessen und zugleich Hessischer Minister der Finanzen, legt sein Mandat im ersten Deutschen Bundestag nach nur wenigen Wochen nieder.0=Der 1. Deutsche Bundestag war am 7. September 1949 zu seiner ersten Sitzung zusammengetreten. Die hessischen Ergebnisse der ersten Bundestagswahl finden sich hier. Für Hilpert rückt ... »Details
  36. 21.-22. Oktober 1949: Landesparteitag der CDU in Kassel
    In Kassel findet der Landesparteitag der CDU statt. Entgegen den seit dem Vorjahr immer deutlicher zutage getretenen inneren Widerständen besonders der nordhessischen Kreisverbände gegen die seit der Landtagswahl 1946 bestehende Wiesbadener Koalition mit der SPD geben sich die versammelten Delegierten einmütig. Der Landesvorsitzende Dr. Werner Hilpert (1897–1957), zugleich hessischer Minister ... »Details
  37. 31. Oktober 1949: Keine deutliche Zunahme von Flüchtlingen nach Gründung der DDR
    Auf eine Anfrage hin teilt das hessische Innenministerium mit, dass nach der Bildung der „Ostzonenregierung“ (am 7. Oktober 1949) an der bayerischen und hessischen Zonengrenze bis zum 25. Oktober kein „verstärkter Drang von illegalen Grenzgängern“ festgestellt worden sei. Im Unterschied dazu würde aus Niedersachsen eine Zunahme des Flüchtlingsstroms und eine Überfüllung des ... »Details
  38. 1. November 1949: Erste Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
    In Frankfurt am Main erscheint die erste Ausgabe der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ). Gründungsherausgeber sind die deutschen Journalisten bzw. Publizisten Hans Baumgarten (1900–1968), Erich Dombrowski (1882–1972), Karl Korn (1908–1991), Paul Sethe (1901–1967) und Erich Welter (1900–1982). Einige der bei der FAZ tätigen Redakteure arbeiteten zuvor schon bei der 1856 ... »Details
  39. 1. November 1949: Umbildung des Kabinetts von Ministerpräsident Christian Stock (SPD)
    Ministerpräsident Christian Stock (1884–1967; SPD) bildet sein Kabinett um. Justizminister Georg August Zinn (1901–1976; SPD), der Minister für Wirtschaft und Verkehr Harald Koch (1907–1992; SPD), Landwirtschaftsminister Karl Lorberg (1891–1972; CDU) und Arbeitsminister Josef Arndgen (1884–1966; CDU) scheiden aus dem Kabinett aus. Neu in der Landesregierung sind Albert Wagner ... »Details
  40. 2. November 1949: Regierungskommission Adenauers wegen Unterbringungsmöglichkeiten von Bundesorganen in Hessen
    Bundeskanzler Konrad Adenauer (1876–1967; CDU) erklärt in Bonn, dass eine Regierungskommission Frankfurt am Main und andere hessische Städte mit dem Auftrag besucht habe, „die Möglichkeiten einer Unterbringung der Bundesorgane in Frankfurt, Offenbach und Bad Homburg zu prüfen“. Die hessische Landesregierung sei vom Eintreffen dieser Kommission in Frankfurt am Main und den anderen ... »Details
  41. 3. November 1949: Entscheidung für Bonn als Bundeshauptstadt gegen Frankfurt
    In Bonn fällt die Entscheidung zugunsten Bonns als Sitz der Bundesorgane gegen den Vorschlag, Frankfurt am Main zur Bundeshauptstadt zu machen. 200 Abgeordnete stimmen für Bonn, 176 für Frankfurt am Main, drei enthalten sich der Stimme. Elf Stimmzettel sind ungültig. Gegen die Stimmen der SPD, der KPD, der Bayernpartei, der Wiederaufbauvereinigung und eines Teils der FDP wird geheim ... »Details
  42. 4. November 1949: FDP-Antrag auf Verlegung der Landeshauptstadt nach Frankfurt
    Der FDP-Landtagsabgeordnete Karl Theodor Bleek (1898–1969) fordert gegenüber dem Landtagspräsidenten die Verlegung des Sitzes des Hessischen Landtags von Wiesbaden nach Frankfurt am Main als ersten Punkt auf die Tagesordnung der Landtagssitzung vom 9. November 1949 zu setzen.(OV) ... »Details
  43. 4. November 1949: Festlegung der Diäten für die Mitglieder des Hessischen Staatsgerichtshofs
    Das Gesetz über die Entschädigung der Mitglieder des Hessischen Staatsgerichtshofs wird im Rechtsausschuss des Hessischen Landtags beraten. Der Ausschuss schlägt vor, dem Präsidenten des Staatsgerichtshofs Diäten von 200 DM monatlich zu zahlen, dem Vizepräsidenten des Gerichtshofs und dem Landesanwalt eine Entschädigung von 150 DM und dem Stellvertretenden Landesanwalt 100 DM pro Monat zu ... »Details
  44. 8. November 1949: Direktor der amerikanischen Landeskommission für Wiesbaden als Landeshauptstadt
    In der Diskussion über eine Verlegung des Sitzes der Hessischen Landesregierung von Wiesbaden nach Frankfurt am Main (vgl. 4. November 1949) tritt der Direktor der amerikanischen Landeskommission für Hessen, Col. Dr. James R. Newman (1902–1964), grundsätzlich dafür ein, den Sitz der Landesregierung in Wiesbaden zu belassen. Würde der Regierungssitz nach Frankfurt verlegt, würde dadurch ... »Details
  45. 8. November 1949: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit beklagt Antisemitismus in Hessen
    Die Gesellschaften für Christlich-jüdische Zusammenarbeit in Frankfurt am Main und Wiesbaden fordern den hessischen Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) in einem gemeinsamen Schreiben auf, gegen antisemitische Umtriebe in Hessen einzuschreiten. „Wenn Friedhofsschändungen immer wieder fast ausschließlich auf Übermut und Ahnungslosigkeit spielender Kinder zurückgeführt ... »Details
  46. 9. November 1949: Regierungserklärung von Ministerpräsident Stock im Landtag
    Der hessische Ministerpräsident Christian Stock (1884–1967; SPD) stellt dem Hessischen Landtag in seiner 68. Plenarsitzung sein neues Kabinett vor und gibt dazu eine Regierungserklärung ab. Er teilt mit, dass die Landesregierung in Zukunft nur noch aus dem Ministerpräsidenten und vier Fachministern bestehen wird, nämlich den Ministern für Inneres, für Finanzen, für Erziehung, Volksbildung ... »Details
  47. 9. November 1949: Erste Sitzung des Interministeriellen Ausschusses für Ausfuhrgarantien und Ausfuhrbürgschaften
    In Frankfurt-Höchst trifft sich der Interministerielle Ausschuss (IMA) für Ausfuhrgarantien und Ausfuhrbürgschaften, das Entscheidungsgremium für die Vergabe von Exportkreditgarantien der Bundesrepublik Deutschland zu seiner konstituierenden Sitzung. Der Ausschuss, der sich aus Vertretern der Bundesregierung (der Bundesministerien für Wirtschaft und der Finanzen), Sachverständigen und dem ... »Details
  48. 10. November 1949: Gründung des Deutschen Koordinierungsrats der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit
    Die Gesellschaften für Christliche Jüdische Zusammenarbeit in München, Wiesbaden, Frankfurt am Main, Stuttgart und Berlin gründen einen Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit als bundesdeutschen Dachverband. Er nimmt seinen Sitz in Bad Nauheim.(OV) ... »Details
  49. 13. November 1949: Statistische Angaben zum sozialen Wohnungsbau in Hessen
    Die Wiederaufbauabteilung der Hessischen Landesregierung hat die Zahl der bezugsfertig gewordenen Wohnungen, die aus den für den sozialen Wohnungsbau bewilligten Mitteln von 15 Millionen DM gebaut worden sind, kreisweise erfasst. Danach sind statt der vorgesehenen Zahl von 1.909 Wohnung insgesamt 2.773 bezugsfertig hergerichtet worden, die meisten davon im Regierungsbezirk Kassel, weitere in den ... »Details
  50. 13. November 1949: Wahl eines Präsidenten der Landwirtschaftskammer
    Nach langdauerndem Streit zwischen dem Hessischen Bauernverband und der Landwirtschaftskammer Kurhessen kommt es endlich zur Wahl eines neuen Präsidenten der Landwirtschafskammer. Der Hessische Bauernverband hofft, dass mit der Wahl des Herrn von Scharfenberg endlich eine einheitliche landwirtschaftliche Organisation möglich wird.(OV) ... »Details