Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Seite von 18
  • 1900
  • 1910
  • 1920
  • 1930
  • 1940
  • 1950
  • 1960
  • 1970
  • 1980
  • 1990
  • 2000
  • 1930
  • 1931
  • 1932
  • 1933
  • 1934
  • 1935
  • 1936
  • 1937
  • 1938
  • 1939
  1. 12. April 1933: Tod des früheren hessischen Staatspräsidenten Carl Ulrich
    Der frühere sozialdemokratische Staatspräsident des Volksstaats Hessens, Carl Ulrich, stirbt in Offenbach am Main im Alter von 80 Jahren. Ulrich hat dem Deutschen Reichstag von 1890 bis 1930, also vierzig Jahre, fast ununterbrochen als Abgeordneter angehört.(OV) ... »Details
  2. 12. April 1933: Rektorenkonferenz in Wiesbaden beschließt Gleichschaltung der Hochschulen
    Die Rektorenkonferenz der deutschen Hochschulen in Wiesbaden beschließt die Gleichschaltung des deutschen Hochschulwesens. Es wird beschlossen, dass Studenten in Zukunft bei ihren Immatrikulation an einer Hochschule unter Ehrenwort ihre arische Abstammung darlegen müssen.(OV) ... »Details
  3. 15. April 1933: Umbenennung von Straßen in Marburg
    Wie vom Stadtparlament beschlossen, werden Marburger Straßen und Plätze umbenannt. Der Friedrichsplatz im Südviertel erhält den Namen „Adolf-Hitler-Platz“.(OV) ... »Details
  4. 18. April 1933: Versuch zur Wiederaufnahme eines Viehmarktes in Frankenberg
    Mit dem Boykott jüdischer Geschäfte seit dem 1. April und der Propaganda gegen jüdische Händler wird in Frankenberg versucht, „zur Verbesserung der Wirtschaftsverhältnisse“ in der Stadt wieder einen (von Juden nicht beeinflussten) Viehmarkt abzuhalten. Am 18. April werden dabei 27 Pferde, vier Fohlen, 87 Rinder und zwei Ochsen zu Markt aufgetrieben. Für Pfingsten wird ein weiterer ... »Details
  5. 18. April 1933: Bekanntgabe der Zusammensetzung des Hessischen Landtags
    Es wird bekanntgegeben, wie sich Landtage und Bürgerschaften nach dem Gleichschaltungsgesetz zusammensetzen. Danach gehören dem auf 45 Mitglieder verkleinerten Hessischen Landtag die Parteien mit folgender Anzahl an Sitzen an:NSDAP 26 (32)Deutschnationale 1 (1)Volkspartei 0 (1)Mittelparteien 0 (1)Zentrumspartei 7 (10)SPD 11 (17)KPD 5 (8) nicht zugeteilt ... »Details
  6. 27. April 1933: Selbstmord des Sprachwissenschaftlers Hermann Jacobsohn in Marburg
    Der Marburger Sprachwissenschaftler und Direktor der Zentralstelle für den Sprachatlas des Deutschen Reiches und der Deutschen Mundartforschung, Prof. Dr. Hermann Jacobsohn (geb. 1879), begeht Selbstmord. Er wirft sich am Marburger Südbahnhof vor einen Zug, nachdem ihm am 25. April aufgrund des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933 seiner jüdischen Herkunft ... »Details
  7. 29. April 1933: Liberales „Hessisches Tageblatt“ muss sein Erscheinen einstellen
    Das in Marburg erscheinende und von Hermann Bauer (1897–1986) herausgegebene demokratisch-liberale Hessische Tageblatt muss dem geistigen und wirtschaftlichen Druck weichend sein Erscheinen einstellen. ... »Details
  8. 1. Mai 1933: Schutzhaftlager Osthofen wird hessisches Konzentrationslager
    In einer ehemaligen Papierfabrik wird das „Schutzhaftlager“ Osthofen in Rheinhessen wird von Staatskommissar Werner Best (1903–1989) zum „hessischen Konzentrationslager“ erklärt. In der Zeit bis 1935 werden zahlreiche in Schutzhaft genommene Personen aus dem Volksstaat Hessen in Osthofen in Haft gehalten und gequält.(OV) ... »Details
  9. 1. Mai 1933: 1. Mai als „Tag der nationalen Erhebung“ gefeiert
    Im Deutschen Reich wird nach starker propagandistischer Vorbereitung der 1. Mai als „Feiertag der nationalen Erhebung“ begangen.(OV) ... »Details
  10. 1. Mai 1933: Großer Aufmarsch der Marburger NS-Verbände zum Maifeiertag
    In Marburg findet am Spätnachmittag ein Aufmarsch statt, wie ihn nach einem Bericht der „Oberhessischen Zeitung“ „Marburg noch nicht gesehen hatte“. An dem großen Aufmarsch auf dem Marburger Kämpfrasen beteiligen sich die SA, der Kampfbund für den gewerblichen Mittelstand, die Betriebszellen-Organisationen, die NS-Beamtenarbeitsgemeinschaft, der Stahlhelm, die Krieger- und ... »Details