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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
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- 23. Januar 1919: Uraufführung des Sternheim-Stücks „1913“ im Frankfurter Schauspielhaus
Das Bühnenstück „1913“ des sozialkritischen expressionistischen Dramatikers Carl Sternheim (1878–1942) wird im Opern- und Schauspielhaus der Stadt Frankfurt am Main uraufgeführt. „1913“, ein Schauspiel in drei Aufzügen, ist Teil des dreiteiligen Zyklus „aus dem bürgerlichen Heldenleben“ und Fortsetzung der 1911 bzw. 1914 erstmals auf der Bühne gezeigten Komödien „Die Hose“ ... »Details - 26. Januar 1919: Mehrheit für die SPD bei der Wahl im Volksstaat Hessen
Bei den Wahlen zur Volkskammer des ehemaligen Großherzogtums Hessen erhalten: ... »Details - 26. Januar 1919: Zugunglück auf dem Gelände des Frankfurter Osthafens
Auf dem Gelände des Osthafens in Frankfurt am Main kommt es zum Zusammenstoß zweier Züge. Das Unglück fordert ein Menschenleben, 19 Menschen werden verletzt.(OV) ... »Details - 26. Januar 1919: Ergebnisse der Wahl zur Verfassunggebenden Preußischen Landesversammlung in der Provinz Hessen-Nassau
Bei den Wahlen zur Verfassunggebenden Preußischen Landesversammlung ergeben sich in der Provinz Hessen-Nassau folgende Ergebnisse: ... »Details - 26. Januar 1919: Wahl zur verfassunggebenden Volkskammer der Republik Hessen
Neben der Wahl zur Deutschen Nationalversammlung am 19. Januar 1919 fanden zu Beginn des Jahres 1919 im gesamten Reich Landtagswahlen statt. Am 26. Januar wurden die Wahlen im Volksstaat Hessen sowie in Preußen abgehalten, am 9. März im Freistaat Waldeck. ... »Details - Ende Januar 1919: Bildung von Freikorps in Hessen
Auch in Hessen beginnt die Anwerbung von Freiwilligen zur Bildung der innerdeutschen Freikorps. Es ist geplant, bei der 25. Division das „Freikorps Hessen“ entstehen zu lassen. Bei jedem Infanterie-Regiment soll ein Bataillon (beim Infanterie-Regiment 117 zwei Bataillone) und bei jedem Kavallerie-Regiment zwei Eskadrons aufgestellt werden. Bei jedem Feldartillerie-Regiment sollen eine ... »Details - Ende April 1919: Hessisches Freikorps wird in die Reichswehr übernommen
Die hessischen Freikorps-Verbände werden in die neugebildete Reichswehr übernommen. Aus den Resten der Regimenter 115 und 118, die in der Provinz Starkenburg stehen, wird das Reichswehr-Infanterie-Regiment 35 gebildet. Die Truppenteile der Regimenter 116, 117 und 168 in Oberhessen und in der neutralen Zone III kommen zum Reichswehr-Infanterie-Regiment 36. Die Kavallerie-Formationen werden dem ... »Details - Ende April 1919 ?: Abbau der Bürgerwehr in Darmstadt
Im Einvernehmen mit dem Stadtoberhaupt (Oberbürgermeister?) in Darmstadt wird die Bürgerwehr, die einen Teil des Wachdienstes in der Stadt übernommen hatte, abgebaut. Truppen der Reichswehr übernehmen die Wache im Schloss.(OV) ... »Details - Ende März 1919: Entsendung der KPD-Funktionäre Levi und Thalheimer nach Frankfurt und Hanau
Nach der Ermordung von Rosa Luxemburg (geb. 1871) und Karl Liebknecht (1871–1919) am 15. Januar 1919 und des KPD-Vorsitzenden Leo Jogiches (geb. 1867) am 10. März 1919 in Berlin entsendet die KPD-Zentrale Paul Levi (1883–1930), der nach dem Tod von Jogiches die Führung der Partei übernommen hat, sowie August Thalheimer (1884–1948) nach Frankfurt am Main, um sie vor dem Wüten der ... »Details - 31. Januar 1919: Proteste gegen Herabsetzung der Kartoffelrationen in Frankfurt
In Frankfurt am Main protestieren mehrere Tausend Arbeiter gegen die behördlich verordnete Herabsetzung der Kartoffelzuteilung, die sich derzeit noch auf drei Pfund pro Kopf und Woche beläuft. Die mangelhafte Versorgung mit Lebensmitteln fordert in der Mainmetropole zwischen 1916 und 1919 nicht weniger als 5.055 Hungertote. Nach einer miserablen Kartoffelernte im Herbst 1916 hatte bereits im ... »Details - Februar - März 1919: Aktivitäten der Freikorps-Truppen in Hessen
Die neu gebildeten Truppen des Freikorps Hessen werden zunächst teilweise im „Grenzschutz“ eingesetzt, das heißt in der Kontrolle der Grenze zwischen dem alliierten Brückenkopf um Koblenz (und Mainz ?) im Westerwald. Hier sind vor allem die beiden Bataillone des Regiments 117 eingesetzt. In der Provinz Starkenburg fällt der Grenzschutz mit dem Sicherheitsdienst in der neutralen Zone ... »Details - 3. Februar 1919: Zugunglück am Ostbahnhof in Offenbach
Auf dem Gelände des Ostbahnhofs in Offenbach am Main stoßen zwei Züge zusammen. Ein Mensch kommt dabei ums Leben, 19 Menschen werden verletzt.(OV) ... »Details - 11. Februar 1919: Auflösung des Volksrats in Darmstadt zugunsten der Volkskammer
Der Hessische Volksrat in Darmstadt löst sich auf. Er überträgt die gesetzgebende Gewalt auf die neugewählte und für den 13. Februar einberufene Volkskammer.|Der Volksrat fasst in seiner letzten Sitzung die Resolution:|Der Volksrat der Republik Hessen löst sich mit dem heutigen Tage auf, um der aus den freien Wahlen hervorgegangenen Volkskammer die gesetzgebende Gewalt zu übergeben.(OV) ... »Details - 11. Februar 1919: Wahl Friedrich Eberts zum Reichspräsidenten
Die Deutsche Nationalversammlung in Weimar wählt den Sozialdemokraten Friedrich Ebert (1871–1925) zum vorläufigen Reichspräsidenten. Ebert erhält 277 von 379 abgegebenen Stimmen (73,1 %).(OV) ... »Details - 12. Februar 1919: Hindenburg und die Oberste Heeresleitung verlassen Kassel
Feldmarschall Paul von Hindenburg (1847–1934) verlässt mit der Obersten Heeresleitung das bisherige Hauptquartier in Kassel-Wilhelmshöhe und begibt sich nach Kolberg in Pommern (heute Kołobrzeg/Polen). ... »Details - 13. Februar 1919: Eröffnung der Hessischen Volkskammer in Darmstadt
Ministerpräsident Carl Ulrich (1853–1933; SPD) eröffnet in seiner Eigenschaft als Alterspräsident die erste Sitzung der am 26. Januar gewählten Volkskammer der Republik Hessen im Darmstädter Ständehaus. Er gibt einen kurzen Rückblick auf seine eigene parlamentarische Tätigkeit und erklärt seinen Werdegang vom Schlossergesellen zum Ministerpräsidenten als ein Symbol für den Aufstieg ... »Details - 20. Februar 1919: Verabschiedung einer Vorläufigen Verfassung für den Freistaat Hessen
Die am 26. Januar 1919 gewählte erste verfassunggebende Volkskammer des Volksstaates Hessen (der Hessische Landtag) in Darmstadt verabschiedet in ihrer dritten Sitzung eine Vorläufige Verfassung des Freistaats Hessen (Notverfassung).0=Vgl. Verfassungen der Welt: Gesetz über die vorläufige Verfassung für den Freistaat (Republik) Hessen vom 20. Februar 1919 (eingesehen am 15.7.2020). Nach der ... »Details - 20. Februar 1919: Uraufführung des Hasenclever-Stücks „Antigone“ in Frankfurt
In Frankfurt am Main wird die Tragödie „Antigone“ von Walter Hasenclever (1890–1940) zum ersten Mal aufgeführt, nachdem sie bei der Uraufführung des Stücks 1917 in Leipzig unter das Zensurverbot gefallen war. Der Gegenwartsbezug des Stücks zur politischen Situation wird unter der Regie von Richard Weichert (1880–1961) noch erhöht. In der Aufführung tritt unter anderem der ... »Details - 21. Februar 1919: Gewaltsame Beendigung der sogenannten Spartakisten-Herrschaft in Hanau
Nachdem der Hanauer Arbeiter- und Soldatenrat im November 1918 die Macht in der Stadt übernommen hatte, traten weiterhin zahlreiche Konflikte zwischen dem Rat und der bisherigen Regierung auf. Im Februar 1919 kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen und Plünderungen. Regierungstruppen besetzten am 21. Februar die Stadt, die Führer des Arbeiter- und Soldatenrats wurden verhaftet. Der ... »Details - 21. Februar 1919: Regierungsbildung im Volksstaat Hessen
Die hessische Volkskammer bestätigt auf der Grundlage der am 20. Februar 1919 angenommenen Notverfassung den bisherigen Ministerpräsidenten, den Sozialdemokraten Carl Ulrich (1853–1933) mit 46 von 57 Stimmen wieder zum Ministerpräsidenten. Ulrich übernimmt in der von ihm geführten Regierung zugleich das Ressort des Äußeren. Gegen die Stimmen des Hessischen Bauernbunds und der Deutschen ... »Details - März 1919: „Spartakisten“ wollen angeblich in Marburg Gefangene befreien
Im Februar 1919 kam es in Hanau zu gewaltsamen Ausschreitungen, für die Spartakisten verantwortlich gemacht wurden. Die in Hanau Festgenommenen sollten in Marburg vor Gericht gestellt werden. In Marburg verbreitete sich das Gerücht, dass Spartakisten die Gefangenen befreien wollten. Bürger und Studenten griffen daraufhin zu den Waffen. Kurze Zeit später beschloss die Marburger Studentenschaft, ... »Details - 8. März 1919: Vorbereitung einer Luftpostverbindung Berlin - Frankfurt
Zwischen den Flugplätzen Berlin und Frankfurt am Main wird eine Luftpostverbindung vorbereitet. Die Flugzeit zwischen den Städten beträgt vier Stunden.(OV) ... »Details - 9. März 1919: Wahlen zur Landesversammlung von Waldeck-Pyrmont
Bei den freien und gleichen Wahlen zur Landesversammlung von Waldeck-Pyrmont, an der erstmals auch Frauen teilnehmen können, erhalten die Parteien der sogenannten Weimarer Koalition (SPD, DDP und Zentrum) mit 54,5 % der abgegebenen Stimmen und elf von 21 Sitzen die Mehrheit, obwohl das katholische Zentrum im evangelischen Waldeck-Pyrmont keine größere Rolle spielt. Die Parteien der Rechten ... »Details - 18. März 1919: Entbindung der hessischen Beamten vom Eid gegenüber dem Großherzog
Der „Kölnischen Zeitung“ wird aus Darmstadt gemeldet, der Vorstand des Kabinetts des Großherzog von teile dem Hessischen Ministerium mit: ... »Details - Frühjahr-Sommer 1919: Gründung der jüdischen Studentenverbindung Hassia in Marburg
In Marburg wird die jüdische Studentenverbindung „Hassia“ gegründet. Der Zusammenschluss, der zum Zeitpunkt seiner Gründung 17 Mitglieder zählt, sieht sich in der kleinen mittelhessischen Universitätsstadt von Beginn an einem ausgesprochen feindlich gesinnten korporierten Milieu gegenüber. Passenderweise gibt sich die farbentragende und unbedingt Satisfaktion gebende (das heißt ... »Details - 24. März 1919: Eröffnung des 44. Kommunallandtages des Regierungsbezirks Kassel
Im Kasseler Ständehaus wird um 17 Uhr der 44. Kommunallandtag des preußischen Regierungsbezirkes Kassel durch die Ansprache des Königlichen Landtagskommissars, den Oberpräsidenten August von Trott zu Solz (1855–1938), eröffnet. Dieser führt in seiner Ansprache unter anderem aus: ... »Details - 29. März 1919: Reichskonferenz der KPD in Frankfurt
Nach einer Mitteilung der Zentrale der am 1. Januar 1919 gegründeten Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) an ihre Ortsgruppen findet am 29. März eine Konferenz der Partei in Frankfurt am Main statt, die von Vertretern der größeren Ortsgruppen beschickt ist. Da ein fruchtbares Arbeiten in Berlin wegen der Unruhen derzeit ausgeschlossen erscheint, wird die Zentrale der Partei nach Beschluss ... »Details - April 1919: Zweiter Reichskongress der Arbeiter- und Soldatenräte in Berlin
Der Zweite Reichskongress der Arbeiter- und Soldatenräte tagt in Berlin. Er steht im Zeichen zunehmender politischer Radikalisierung nach links. Aufgrund der Einsicht in die faktische Wirkungslosigkeit der Versammlung aufgrund der Konstitution der Reichsregierung und vermutlich auch wegen der sich überall im Reich anbahnenden Unruhen reiste mehr als ein Fünftel der Abgeordneten vor Ende des ... »Details - 3. April 1919: Reichskonferenz der Eisenbahn-Arbeiterräte in Frankfurt
In Frankfurt am Main wird die dreitägige Reichskonferenz der Arbeiterräte der deutschen Eisenbahner eröffnet, an der rund 100 Delegierte teilnehmen. ... »Details - 8. April 1919: Gründung des Bühnenvolksbundes in Frankfurt
Aus dem Verband zur Förderung deutscher Theaterkultur entsteht in Frankfurt am Main der Bühnenvolksbund zur Theaterpflege im christlich-deutschen Volksgeist (BVB). Ihm schließen sich Lehrer- und Studentenvereine, der Caritas-Verband, der Katholische Frauenbund, kaufmännische Vereine und die Leo-Filmgesellschaft an. Der Bühnenvolksbund erhält seinen Sitz in Frankfurt.(OV) ... »Details - 8. April 1919: Zusammentreten der Verfassunggebenden Waldeck-Pyrmonter Landesversammlung
In Arolsen tritt die am 9. März 1919 neugewählte Verfassunggebende Waldeck-Pyrmonter Landesversammlung zusammen. Ihre Mitglieder wurden nach dem neu eingeführten Verhältniswahlrecht und dem Frauenwahlrecht bestimmt. ... »Details - 18. April 1919: Karfreitagsputsch in Offenbach
Die kommunistische Partei Offenbach rief mit einem Flugblatt zu einer Kundgebung am Karfreitag, dem 18. April 1919, auf. Grund waren die wirtschaftlichen und sozialen Probleme in der Stadt, für die der Volksrat, der aus dem Arbeiter- und Soldatenrat hervorgegangen war, verantwortlich gemacht wurde. Der Termin wurde auf den arbeitsfreien Feiertag gelegt, damit möglichst viele Menschen teilnehmen ... »Details - 24. April 1919: Erklärung des 1. Mai 1919 zum Feiertag
Das hessische Gesamtministerium gibt bekannt, dass der 1. Mai 1919 durch Beschluss der verfassunggebenden Volkskammer des Freistaates Hessen vom 11. Mai 1919 und durch Beschluss der Deutschen Nationalversammlung vom 15. Mai ein allgemeiner Feiertag ist und von der Bevölkerung wie insbesondere auch von den Behörden und Schulen, als allgemeiner Feiertag [...] zu beachten ist. ... »Details - 28. April 1919: 1. Hessischer Volkshochschulkursus an der Technischen Hochschule Darmstadt
Der „1. Hessische Volkshochschulkursus“ an der Technischen Hochschule Darmstadt legt den Grundstein zum weiteren Ausbau der Volkshochschulen.(OV) ... »Details - 28. April 1919: Kommunallandtag des Regierungsbezirkes aufgrund der Besetzung beschlussunfähig
Der auf den heutigen Tag in das Landeshaus in Wiesbaden einberufene 53. Kommunallandtag des Regierungsbezirkes Wiesbaden wird aufgrund seiner Beschlussunfähigkeit wieder aufgelöst. Die Abgeordneten, die im unbesetzten Teil des Regierungsbezirkes Wiesbaden leben, erhielten von der französischen Besatzungsbehörde keine Einreisegenehmigung in das besetzte Gebiet und können daher nicht nach ... »Details - 1. Mai 1919: 1. Mai zum ersten Mal gesetzlicher Feiertag
Der 1. Mai 1919 ist auf Beschluss der in Weimar tagenden Nationalversammlung zum ersten Mal – und zum einzigen Mal bis 1933 – als Tag der Arbeit ein gesetzlicher Feiertag. Er wird in Stadt und Land offensichtlich unterschiedlich gefeiert.In Frankenberg zieht ein langer Zug von Teilnehmern unter Führung der Kapelle Herguth vom Gasthaus Zarges in der Neustädter Straße zur „Alten Hütte“ ... »Details - 6. Mai 1919: Erste Reden von weiblichen Abgeordneten in der Hessischen Volkskammer
Nach der Einführung des Frauenwahlrechtes im Zuge der Novemberrevolution, der erstmaligen Beteiligung von Frauen an hessischen Landtagswahlen am 21. Januar 1919 und dem Einzug von fünf weiblichen Abgeordneten in die verfassunggebende „Volkskammer“ des Volksstaates Hessen am 13. Februar 1919, werden in der 19. Plenarsitzung die ersten Reden von den weiblichen Abgeordneten gehalten. ... »Details - 16. Mai 1919: 6,8 Millionen Gefallene, Verwundete oder Kriegsgefangene im Reich
Es wird gemeldet, dass nunmehr zum 30. April 1919 die Zahl der Kriegstoten, Verletzten und Kriegsgefangenen auf Seiten des Reiches festgestellt wurde. Danach wurden 1.676.696 Menschen getötet. 373.770 gelten als vermisst, von denen neun Zehntel als tot betrachtet werden müssen, sodass über zwei Millionen Deutsche als Opfer des Krieges zu beklagen sind. Es wurden 4.207.028 Menschen als verwundet ... »Details - 18. Mai 1919: Große Protestversammlung gegen den Versailler Vertrag in Fulda
In Fulda findet im großen Stadtsaal eine politische Protestveranstaltung statt, bei der sich Vertreter aller Fuldaer Parteien gegen den „Gewaltfrieden von Versailles“ protestieren. Auf der Versammlung spricht auch der bisherige Oberbürgermeister von Saarbrücken, Emil Mangold (1867–1945), der von der französischen Besatzungsmacht im Saarland verhaftet und abgeschoben wurde und sich jetzt ... »Details - 24. Mai 1919: Marburg wird zum Sammelpunkt von Corps und Burschenschaften
Die Universitätsstadt Marburg mit ihren zahlreichen Corps und Burschenschaften wird nach Ende des Weltkrieges zum Sammelpunkt mehrerer Verbindungen. Am 24. Mai 1919 wird in Marburg das bisher in Straßburg ansässige Corps Rhenania wiedereröffnet, nachdem es mit dem Ende der deutschen Universität in Straßburg seine Wirkungsstätte verloren hat. Wenige Tage später, am 30. Mai 1919 findet auch ... »Details - 1. Juni 1919: Ausrufung der Rheinischen Republik im französisch besetzten Rheinland
Der ehemalige Düsseldorfer Staatsanwalt und Hauptmann der Reserve Dr. Adam Dorten (1880–1963) ruft in Wiesbaden eine unabhängige Rheinische Republik innerhalb des Deutschen Reichs aus, die neben der preußischen Rheinprovinz auch Rheinhessen, Alt-Nassau, Birkenfeld und die bayerische Rheinpfalz einschließen soll. Unterstützt wird das Vorhaben, mit dem eine Loslösung nicht nur vom Deutschen ... »Details - 1. Juni 1919: Linke Mehrheit bei den Offenbacher Stadtratswahlen
Bei den Wahlen zum Offenbacher Stadtrat erhält die Mehrheits-SPD 16 Sitze, die USPD zwölf, die DDP neun, die Deutsche Zentrumspartei sieben und die Hessische Volkspartei vier Sitze. Damit nehmen allein die beiden sozialdemokratischen Parteien 28 von 48 Sitzen ein (58,3 %), die Parteien der sogenannten Weimarer Koalition zusammen 32 von 48 Sitzen (66,6 %).(OV) ... »Details - 8. Juni 1919: Gründung der radikalen Künstlergruppe „Darmstädter Sezession“ in Darmstadt
In Darmstadt gründet eine Gruppe junger Künstler und Literaten die „Darmstädter Sezession“. Zu den Gründungsmitgliedern der anfangs 21 Köpfe zählenden Gruppe, die sich selbst als „Sammelpunkt radikaler künstlerischer Bestrebungen in Darmstadt und dem kulturell zugehörigen Gebiet“ bezeichnet und als Antwort auf das überkommene Kunstverständnis der großherzoglichen Residenz ... »Details - 11. Juni 1919: Konferenz für Erneuerung des Bildungswesens in Heppenheim
In Heppenheim referiert der Marburger Philosoph Paul Natorp (1854–1924) auf einer dreitägigen Konferenz für die Erneuerung des Bildungswesens über die Einheitsschule.(OV) ... »Details - 20. Juni 1919: Uraufführung des pazifistischen Dramas „Die Krise“ von Karl Röttger in Kassel
Das pazifistische Drama „Die Krise“ des deutschen Schriftstellers Karl Röttger (1877–1942) wird in den Staatlichen Schauspielen in Kassel uraufgeführt. Das Stück handelt von der Wandlung eines Herrenmenschen zur Menschenliebe und stellt die Frage, ob der Mensch frei, oder ob er ein Gefangener der von ihm erlangten und ausgeübten Macht ist, mit der andere beeinflussen kann.Aus der Feder ... »Details - 21. Juni 1919: Niederwerfung der Lebensmittelunruhen in Kassel
Gewalttätige Lebensmittel-Unruhen in Kassel werden mit Militäreinsatz blutig niedergeworfen.(OV) ... »Details - 27. Juni 1919: Stadt Frankenberg (Hessen-Nassau) ändert den Namenszusatz
Die Stadt Frankenberg, die bisher zur Unterscheidung von der Stadt Frankenberg in Sachsen den Zusatz „Hessen-Nassau“ führte, ändert ihren Namen in „Frankenberg / Eder“. Sie nimmt damit Bezug auf den durch die Stadt fließenden Fluss statt auf die Zugehörigkeit zur preußischen Provinz Hessen-Nassau. (Meldung des Amtlichen Kreisblatts für den Kreis Frankenberg)(OV) ... »Details - 28. Juni 1919: Unterzeichnung des Friedensvertrages in Versailles
In Versailles wird der als Ergebnis monatelanger Verhandlungen entwickeltes Friedensvertrag von Versailles unterzeichnet. Gleichzeitig wird das Abkommen unterzeichnet, der die militärische Besetzung der rheinischen Gebiete regelt.(OV) ... »Details - 8. Juli 1919: Verteidigung der Eigenständigkeit des Volksstaats Hessen
Gegen „Separatismus“ und Großhessen-Bewegung verteidigt Ministerpräsident Carl Ulrich (1853–1933; SPD) die Eigenständigkeit des Volksstaats Hessen. Im Landtag erklärt er, der Volksstaat bleibe „als ein in sich geschlossenes, durchaus geordnetes Staatswesen bestehen“. ... »Details - 8.-10. Juli 1919: Reichskongress der Automobilarbeiter in Frankfurt
Im Rathaus der Stadt Frankfurt am Main findet der Reichskongress der Arbeitnehmer der deutschen Automobilindustrie statt. Die Teilnehmer sprechen sich für die Einführung des Rätesystems und den Sozialismus aus.(OV/KU) ... »Details
