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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
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- 22. März 1901: Eröffnung der Ernst-Ludwig-Heilstätte für Tuberkulosekranke in Sandbach im Odenwald
In Sandbach im Odenwald wird die nach dem Großherzog Ernst Ludwig benannte „Ernst-Ludwig-Heilstätte“ für Tuberkulosekranke eröffnet. Der großzügig gestaltete Hospitalkomplex entstand seit 1899 als Heilstätte in Trägerschaft der Invalidenversicherungsanstalt Großherzogtum Hessen (später: Landes-Versicherungs-Anstalt Großherzogtum Hessen). Es handelt sich um einen breit gelagerten Bau ... »Details - 1. April 1901: Volksbibliothek in Darmstadt wird städtisch
Die Darmstädter Volksbibliothek, die am 1. Februar 1879 vom Darmstädter Volksbildungsverein begründete worden war, geht in städtische Verwaltung über. Sie erhält nach einem Vorschlag des Deutschen Sprachvereins den Namen Öffentliche Lese- und Bücherhalle.(OV) ... »Details - 1. April 1901: Assessorengesetz im Großherzogtum bringt Gleichstellung der unständigen Beamten
Im Großherzogtum Hessen tritt das Assessorengesetz in Kraft. Es regelt einheitlich die Besoldung für alle unständigen (das heißt nicht auf Lebenszeit tätigen) Beamten aller Ministerien, insbesondere der Assessoren. Damit werden zum Beispiel akademisch gebildete Lehrer und Richter gleicher Ausbildungsstufe gleich besoldet. Die Lehrer begrüßen diese neue Regelung, die einer ihrer Forderungen ... »Details - 10. April 1901: Eröffnung des 35. Kommunallandtages des Regierungsbezirkes Wiesbaden
In Wiesbaden wird um 12 Uhr der 35. Kommunallandtag des Regierungsbezirks durch eine Ansprache des stellvertretenden Königlichen Landtagskommissars, dem Regierungspräsidenten Dr. Richard Wentzel (1850–1916) eröffnet: ... »Details - 13. April 1901: Forderungen der akademisch gebildeten Lehrer im Großherzogtum Hessen
In Frankfurt am Main findet eine Versammlung der akademisch gebildeten Lehrer im Großherzogtum Hessen statt, die die „Wünsche des Lehrerstandes“ in einem Beschluss formuliert: Unter großem Dank an die hessische Regierung und die hessischen Ständekammern wird zur Kenntnis genommen, dass auf dem Weg zu einer Gleichstellung der akademisch gebildeten Lehrer mit Beamten gleicher Vorbildung mit ... »Details - 20. April 1901: Andauernder Arbeitskräftemangel in der Landwirtschaft
Der Regierungspräsident in Kassel August von Trott zu Solz (1855–1938) berichtet dem Kaiser in seinem vierteljährlichen Zeitungsbericht, die Beschaffung der erforderlichen Arbeitskräfte bereite der Landwirtschaft nach wie vor große Probleme. Knechte und Mägde seien kaum zu finden, obwohl die Löhne in den letzten 30 Jahren um mehr als 100 % gestiegen seien. Die größeren Landwirte behelfen ... »Details - 20. April 1901: Viele Freiwillige für den Militärdienst und Probleme der Diensttauglichkeit
Nach den Angaben des Kasseler Regierungspräsidenten August von Trott zu Solz (1855–1938) in seinem Zeitungsbericht an den Kaiser für die Monate Dezember 1900 bis Februar 1901 wird aus Marburg berichtet, daß auffallend viele junge Leute sich zum Militärdienst als Mehrjährig-Freiwillige melden. Im (hessischen) Kreis Rinteln sei beim letzten Ersatzgeschäft (das heißt bei der Musterung) ... »Details - 20. April 1901: Kaffee statt Schnaps für städtische Reinigungskräfte in Kassel
Die Stadtverordneten der Stadt Kassel bewilligen 1.500 Mark für die Verabreichung von heißem Kaffee an die Arbeiter des städtischen Reinigungswesens [...] um dem Schnapsgenuß entgegenzutreten.(OV) ... »Details - 25. April 1901: Folgenschwere Explosion in der Chemiefabrik Griesheim
Auf dem Gelände der Chemiefabrik Griesheim-Elektron kommt es zu einer folgenschweren Kesselexplosion. Um 15:30 Uhr wird Feueralarm gegeben, weil auf dem Werksgelände ein Brand ausgebrochen ist. Bei der Explosion wenig später gehen durch den gewaltigen Luftdruck in Griesheim alle Fensterscheiben zu Bruch. Durch das Unglück sterben 26 Menschen, 200 Personen werden verletzt (nach anderen Angaben ... »Details - 1. Mai 1901: Rege Beteiligung an den Maifeiern, vor allem in Frankfurt
Nach dem Bericht des Wiesbadener Regierungspräsidenten ist die Beteiligung an den (sozialdemokratischen) Maifeiern, vor allem in Frankfurt am Main, rege. Von der Parteileitung war es den Arbeitern freigestellt, in den Betrieben zu feiern, wo für sie kein Schaden daraus entstände, da die Parteikasse nicht in der Lage sei, etwa wegen der Maifeier ausgesperrte Arbeitern Geld zu bewilligen. In den ... »Details
