Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. 22. Januar 1942: Vorentwurf der Flügelbombe V 1 in Kassel
    Gerhard Fieseler (1896–1987), Eigentümer der Flugzeugfabrik Gerhard-Fieseler-Werke GmbH in Kassel, führt ein Gespräch mit dem Ingenieur Robert Lusser (1899–1969), in dessen Verlauf der Industrielle Fieseler Lusser den Vorschlag macht, in das Fieseler-Flugzeugwerk in Kassel als Entwicklungs-Direktor einzutreten. Lusser war Fieseler durch einen langjährigen Bekannten im ... »Details
  2. 2. Februar 1942: Kohlenmangel führt zur Drosselung oder Einstellung der Produktion in wichtigen Fabriken
    Die Sicherheitsdienst der SS berichtet in seinen Meldungen aus dem Reich über die Folgen der mangelnden Kohlenversorgung auf die Industrie. Die derzeitige Kohlenversorgungslage sei in allen Reichsteilen fast katastrophal, sodass die ernstesten Auswirkungen auf die gesamte Industrieproduktion zu befürchten seien. In der kriegswichtigen und kriegsentscheidenden Industrie seien diese Auswirkungen ... »Details
  3. 6. Februar 1942: Arbeitsdienstlager Kelsterbach wird Durchgangslager für sowjetische Arbeitskräfte
    Das ehemalige Arbeitsdienstlager bei Kelsterbach wird in einem Erlass des Reichssicherheitshauptamts zum ersten Mal als Durchgangslager für „Arbeitskräfte“ aus der Sowjetunion genannt. Vgl. Topografie des Nationalsozialismus.(OV) ... »Details
  4. 10. Februar 1942: Deportation von 53 Juden nach Theresienstadt
    Mit dem Transport XVII/2 werden 53 Menschen nach Theresienstadt deportiert, die zuvor ghettoisiert worden sind. Sie kommen aus Darmstadt, Bingen am Rhein, Höchst, Mainz und Offenbach am Main. Nur sechs von ihnen überleben die Deportation.(OV) ... »Details
  5. 16. Februar 1942: Bericht über die Lage an den Universitäten
    Der Sicherheitsdienst der SS berichtet in seinen Meldungen aus dem Reich über die Lage an den deutschen Hochschulen im Wintersemester 1941/42. Gegenüber dem vorangegangenen Semester sei die Zahl der Studierenden angestiegen, was vor allem auf die Beurlaubung eines Teils der Wehrmachtsstudenten zum Studium zurückzuführen sei. An der Universität Marburg zum Beispiel seien 235 von 1297 ... »Details
  6. 26. Februar 1942: Bericht über Schwierigkeiten der Versorgung mit Kartoffeln
    In seinen Meldungen aus dem Reich berichtet der Sicherheitsdienst der SS von den Versorgungsproblemen mit Kartoffeln, vor allem in den größeren Städten (unter anderem in Frankfurt am Main). Die Kartoffelversorgung mache hier vielen Hausfrauen Schwierigkeiten und beeinflusse die Stimmung erheblich. Die Zuteilung umfasse hier teilweise nur ein bis zwei Pfund pro Kopf und Woche. Aus Frankfurt ... »Details
  7. 25. März 1942: Deportation von 1.000 Juden von Mainz und Darmstadt nach Piaski
    Mit dem „Gesellschaftssonderzug zur Beförderung von Arbeitern“ mit der Zugnummer „Da 14“ werden 1.000 Menschen aus dem ehemaligen Volksstaat Hessen von Darmstadt aus nach Piaski (Generalgouvernement) deportiert. Davon kamen 466 aus Mainz, 75 aus Worms, 15 aus dem Landkreis Worms und 76 aus dem Landkreis Bingen. Die anderen stammten aus der ehemaligen Provinz Starkenburg, nämlich 161 aus ... »Details
  8. 8. Mai 1942: Deportation von 982 Juden von Frankfurt nach Izbica
    Fünf Monate nach dem letzten Transport von Juden aus Frankfurt am Main in die Vernichtungslager werden mit dem Zug Nr. „Da 33“ erneut 938 Menschen deportiert. Am Morgen des 8. Mai verlässt der Zug mit den Frankfurter Juden, die wieder in der Großmarkthalle an der Hanauer Landstraße zusammengeführt worden waren, die Stadt in Richtung Lublin. Dort werden auf einem Nebengleis die Insassen ... »Details
  9. 24. Mai 1942: Deportation von 957 Juden von Frankfurt nach Izbica
    Mit der fünften Deportation aus Frankfurt am Main werden 940 Menschen aus Frankfurt und 27 Menschen aus Wiesbaden mit dem Sonderzug „Da 60“ nach Izbica in Polen deportiert. An der Zwischenstation in Lublin werden aus dem Transport 122-160 Männer selektiert, die man in das Konzentrationslager Majdanek bringt, während die anderen Deportierten in das Transitghetto Izbica überstellt werden, ... »Details
  10. 1. Juni 1942: Deportation von 508 Juden aus Kassel, Nord- und Mittelhessen nach Sobibór
    Mit dem Sonderzug „Da 57“ werden 508 Juden aus dem Regierungsbezirk Kassel nach Izbica bzw. Sobibór deportiert. Der Transport war ursprünglich für den 15. Mai vorgesehen, geht aber erst am 1. Juni aus Kassel ab. Von den 508 Deportierten kommen 99 aus der Stadt Kassel, 36 aus Fulda und 25 aus Marburg.In einem Teiltransport werden 29 Juden aus der Stadt und 57 aus dem Kreis Hanau zugeführt. ... »Details