Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. 4. Februar 1845: Gründung der Offenbacher Feuerwehr
    Die freiwillige Feuerwehr in Offenbach am Main, eine der ersten in Deutschland überhaupt,0=Es gibt mehrere Feuerwehren in Deutschland, die für sich beanspruchen, Deutschlands „älteste Freiwillige Feuerwehr“ zu sein. Die Feuerwehr der Stadt Saarlouis ist eine der ältesten, wenn auch darüber gestritten wird, ob sie aufgrund ihrer wechselhaften Zugehörigkeit als deutsche Feuerwehr gezählt ... »Details
  2. 8. März 1845: Gründung einer katholischen Zentralgemeinde für Nassau in Wiesbaden
    Im Herbst 1844 begann eine Bewegung durch einen offenen Brief des Breslauer Kaplans Johannes Ronge (1813–1887), der die Massenwallfahrten zum „Heiligen Rock“ in Trier als „Götzenfest“ kritisierte. Der genannte Kontrast zwischen den Nöten der schlesischen Weber und dem kirchlichen Prunk durch Reliquien lud den Brief sozialpolitisch auf. Die Zeitschrift „Vaterland“ des Darmstädter ... »Details
  3. 1. Juli 1845: Baubeginn der „Kurfürst-Friedrich-Wilhelm-Nordbahn“ bei Guxhagen
    Am 1. Juli 1845 beginnen die Arbeiten für die Friedrich-Wilhelms-Nordbahn bei Guxhagen.|Im September 1844 war eine Aktiengesellschaft gegründet worden, die den Bau mehrerer Eisenbahnstrecken im Kurfürstentum Hessen finanzieren sollte . Die kurhessische Ost-West-Verbindung sollte unter dem Namen „Friedrich-Wilhelms-Nordbahn“ als Teil der durchgehenden Ost-West-Eisenbahnverbindung zwischen ... »Details
  4. 30. Juli 1845: Maria Belli-Gontard bricht zu ihrer Reise in den Orient auf
    Am 30. Juli 1845 bricht Maria Belli-Gontard (1788-1883) von Frankfurt am Main aus zu einer Reise nach Konstantinopel auf. Sie reist ohne Begleitung, damals für eine Frau ein ungewöhnliches und mitunter gefährliches Unterfangen. Belli-Gontard fuhr mit Postkutsche und Eisenbahn zunächst über Nürnberg nach Regensburg und weiter mit dem Dampfschiff über Passau und Linz nach Wien. Von dort aus ... »Details
  5. 15. August 1845: Staatliche Konzession für die Hessische Ludwigs-Eisenbahngesellschaft
    Wie zuvor schon in anderen Städten hatte sich am 10. Juni 1844 in Mainz ein Komitee gebildet, das zum Ziel hatte, eine private Aktiengesellschaft für den Betrieb einer Eisenbahnlinie durch Rheinhessen von Mainz bis zur bayerischen Pfalz zu begründen. Die daraufhin erfolgte Subskription auf die zukünftigen Aktien in Mainz und Worms war sehr erfolgreich. ... »Details
  6. 4. Oktober 1845: Empfang des Führers der deutschkatholischen Bewegung Johannes Ronge in Frankfurt
    Im Herbst 1844 begann eine Bewegung durch einen offenen Brief des Breslauer Kaplans Johannes Ronge (1813–1887), der die Massenwallfahrten zum „Heiligen Rock“ in Trier als „Götzenfest“ kritisierte. Der genannte Kontrast zwischen den Nöten der schlesischen Weber und dem kirchlichen Prunk durch Reliquien lud den Brief sozialpolitisch auf. Die Zeitschrift „Vaterland“ des Darmstädter ... »Details
  7. 1846-1853: Die Kindheit August Bebels in Wetzlar
    Der 1840 geborene August Bebel zog 1846 nach dem Tod des Stiefvaters mit seiner Mutter und dem jüngeren Bruder nach Wetzlar, da Verwandte der Mutter dort lebten. Seine Kindheit war geprägt von den ärmlichen Verhältnissen, unter denen die Familie litt, wie Bebel in seiner Autobiografie „Aus meinem Leben“ schilderte. Die Mutter hatte keinen Anspruch auf staatliche Unterstützung und aufgrund ... »Details
  8. 20. Mai 1846: Ausgabe einer Anleihe für die Finanzierung der Main–Weser–Bahn in Darmstadt
    Zur Finanzierung der im Großherzogtum verlaufenden Strecke der Main-Weser-Bahn gibt das Finanzministerium in Darmstadt am 20. Mai 1846 eine Anleihe in Höhe von vier Millionen Gulden mit einem Zinssatz von 4 % heraus, die von allen Bürgern gezeichnet werden kann. Der Bau der Eisenbahnstrecke, ein Gemeinschaftsprojekt des Großherzogtums mit dem Kurfürstentum Hessen und der freien Stadt ... »Details
  9. 1. Juni 1846: Gräfin Emilie von Görlitz verfügt testamentarisch die Gründung der „Balserischen Stiftung“
    Am 1. Juni 1846 verfügt die aus Frankfurt am Main stammende, karitativ engagierte Gräfin Emilie von Görlitz (1801–1847), Gattin des Großherzoglichen Geheimrats Friedrich Wilhelm Graf von Görlitz (1795–1862) testamentarisch die Gründung der „Balserischen Stiftung“, benannt nach dem kurz zuvor verstorbenen renommierten Augenarzt und Chirurgen Prof. Wilhelm Balser (1780–1846), der ... »Details
  10. 22. Juni 1846: Eröffnung des Bahnhofs in Heppenheim
    Das klassizistische Bahnhofsgebäude in Heppenheim nach dem Entwurf des Darmstädter Hofbaudirektors Georg Moller (1784–1852) wird im Zuge der abschnittsweisen Eröffnung der Main-Neckar-Bahn am 22. Juni 1846 in Betrieb genommen. Als relativ gut erhaltenes Beispiel für den frühen Eisenbahnbau in Hessen steht das Bauwerk, ebenso wie der ein Jahr früher entstandene Bahnhof in Bensheim, unter ... »Details
  11. 27. Juli 1846: Einweihung der Main-Neckar-Bahn mit einer Probefahrt von Frankfurt nach Heidelberg
    Am 27. Juli 1846 wird die Main-Neckar-Bahn als gemeinsame Bahnlinie der Stadt Frankfurt am Main, dem Großherzogtum Hessen und dem Großherzogtum Baden mit einer öffentlichen Probefahrt von Heidelberg über Bensheim, Darmstadt nach Frankfurt-Sachsenhausen eingeweiht.|Ebenso wie in anderen hessischen Städten hatte sich auch in Darmstadt am 31. Januar 1836 ein Eisenbahnkomitee gegründet, das den ... »Details
  12. 31. Juli 1846: Ankunft der ersten Auswanderer aus Groß-Zimmern im Rheinhafen Gernsheim
    Die von den hessischen Gemeinden geübte Praxis, die Armen auf kommunale Kosten nach Amerika zu bringen, führt dazu, dass Groß-Zimmern 1846 ca. 700 Personen nach New York in Bewegung bringt. Die erste Gruppe von Auswanderern erreicht den Rheinhafen Gernsheim am 31. Juli 1846, die zweite am 7. August 1846.  ... »Details
  13. 24.-26. September 1846: Erster Germanistentag in Frankfurt
    „Männer, die sich der Pflege des deutschen Rechts deutscher Geschichte und Sprache ergeben, nehmen sich vor in einer der ehrwürdigsten Städte des Vaterlandes, zu Frankfurt am Main, vom 24. September 1846 an einige Tage mit einander zu verkehren“0=Zitiert nach: Katinka Netzer, Die Brüder Grimm und die ersten Germanistenversammlungen, in: Kultur und Politik. Die Grimms, Frankfurt am Main ... »Details
  14. 1847: Hungerjahr im Westerwald
    Aufgrund schlechter Witterungsverhältnisse fallen die Ernten 1847 in ganz Deutschland, schlecht aus. Besonders die Kartoffelfäule führte im Westerwald zu großen Versorgungsproblemen und einer Hungersnot.(RKr) ... »Details
  15. 1847: Lebensverhältnisse der Eisenbahnarbeiter
    1847 erschien erstmals der Beitrag „Die Fürsorge für das Loos der Eisenbahnarbeiter“, die der damalige kurhessische Hauptmann Maximilian von Ditfurth (1806–1861) verfasst hatte, um auf die „unter Umständen sehr folgenreiche, unverkennbare Mißstände“ bei der Behandlung der Eisenbahnarbeiter aufmerksam zu machen. ... »Details
  16. 1847: Die Armut in Oberhessen
    Das Kurfürstentum Hessen war von der Hungersnot der Jahre 1846/47 besonders stark betroffen. Missernten aufgrund schlechter Witterung und der Kartoffelfäule gehörten zu den Hauptursachen der Ernteausfälle, die massive Preissteigerungen zur Folge hatten. Wie verzweifelt die Lage teilweise war, zeigt die Bitte von Bürgern aus Bracht an die Regierung, den Ort mit Brot zu versorgen, da sie sonst ... »Details
  17. 1847-1848: Siedlung Bettina
    1842 wurde im Schloss Biebrich der „Verein zum Schutz deutscher Einwanderer in Texas“ gegründet, der auch unter dem Namen „Mainzer Adelsverein“ bekannt wurde. Der Verein wollte in Texas, das seit 1836 unabhängige Republik war, deutsche Siedlungen gründen. Damit verbunden war die Hoffnung auf Freiheit und Demokratie, aber auch auf neue Perspektiven für die verarmte deutsche ... »Details
  18. 27. Januar 1847: Folgen der Kartoffelfäule
    Die durch einen Pilz hervorgerufene Kartoffelfäule führte zwischen 1845 und 1852 in weiten Teilen Europas zu massiven Ernteausfällen und in der Folge zu Hungersnöten. Der Düdelsheimer Pfarrer Wilhelm Münch, der für die Jahre 1841 bis 1852 in einer Chronik die wichtigsten Ereignisse im Ort festhielt, berichtete erstmals 1845, dass sich an den Kartoffeln eine „eigne Krankheit“ zeigte und ... »Details
  19. 5. Mai 1847: Einweihung der „Städtischen Höheren Töchterschule“ in Wiesbaden
    Bereits im November 1805 hatte der Pfarrer und Pädagoge Carl Philipp Salomo Schellenberg (1775–1859) eine private „Töchterschule“ in Wiesbaden eröffnet. 1806 genehmigte Herzog Friedrich August von Nassau-Usingen (1738–1816) die Gründung einer „Latein- und Töchterschule“ am selben Ort, die ab 1807 unter dem Namen „Friedrichschule“ geführt wurde. In den folgenden Jahren gab es ... »Details
  20. 13. Juni 1847: Mord an der Gräfin Emilie von Görlitz in Darmstadt
    Am 13. Juni 1847 erreichte Graf Friedrich Wilhelm von Görlitz (1795–1862) die Wohnung in Darmstadt, in der im zweiten Stock dichter Rauch an den Fenstern festgestellt wurde. Die Leiche von Gräfin Emilie von Görlitz (1801–1847) wurde ohne Spuren von Gewalteinwirkung neben dem brennenden Sekretär aufgefunden, sodass die folgenden Ermittlungen schließlich eingestellt wurden. Der agierende ... »Details
  21. 2. August 1847: Louis Anton erhält ein Patent für Streichzündhölzer
    In Darmstadt erhält Louis Anton (1809–1866) & Comp. (auch Ludwig Anton) am 2. August 1847 das Patent für phosphorfreie Streichzündhölzer für fünf Jahre. In der in Aschbach bei Wald-Michelbach angesiedelten Fabrik produziert der gelernte Mechaniker die Streichhölzer mit einer mit drei Wasserrädern konstruierten Spezial-Hobelmaschine bereits seit März 1846. Die Späne und Schachteln ... »Details
  22. 18. September 1847: Einweihung des Weilburger Schifffahrtstunnels
    Der Weilburger Schifffahrtstunnel ist der älteste und mit 195 m längste heute noch befahrbare Schiffstunnel in Deutschland. Er verläuft geradlinig durch den Mühlberg, auf dem sich die Stadt Weilburg befindet, und umgeht so einen etwa zwei Kilometer langen Bogen der Lahn mit zwei Wehren.|Zu Beginn des 19. Jahrhunderts begann die nassauische Regierung, die Lahn auch an ihrem Oberlauf schiffbar ... »Details
  23. 10. Oktober 1847: Liberale Parlamentarier entwickeln in Heppenheim ein gemeinsames Programm
    Am 10. Oktober 1847 finden sich 18 führende liberale Parlamentarier der Opposition, zum Beispiel Heinrich von Gagern (1799–1880) aus Darmstadt und August Hergenhahn (1804–1874) aus Wiesbaden, im Gasthof „Zum Halben Mond“ in Heppenheim ein, um ein Programm gegen die Forderungen der radikalen Demokraten im badischen Offenburg zu entwickeln, welches in der „Deutschen Zeitung“ von Georg ... »Details
  24. 1848: Bahnhof in Hofgeismar fertiggestellt
    Die Bade- und Garnisonsstadt Hofgeismar, 24 km nördlich von Kassel gelegen, erhielt 1848 ein großes, repräsentatives Empfangsgebäude im Rahmen des Ausbaus der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn.|Der kurhessische Eisenbahndirektor Julius Eugen Ruhl (1796–1871) plante den Bahnhof inmitten einer Parklandschaft, 1,5 km vom historischen Stadtkern entfernt. Das langgestreckte Gebäude besaß neben dem ... »Details
  25. 1848: Die Revolution in Hersfeld
    Über die revolutionären Geschehnisse in Hersfeld informieren die 1888 erschienenen „Denkwürdigkeiten von Hersfeld“. Der Autor Julius Carl Vigelius war Postdirektor in Hersfeld. Da von kaiserlichen Postämtern verlangt wurde, eine Chronik und Beschreibung des Postorts zu führen, setzte auch Vigelius diese Vorschrift um. Er griff dabei auf eine bereits 1829 erschienene Chronik Karl Piderits ... »Details
  26. 1848: Streit um die Nutzung des Waldes in Langendiebach
    Im Zuge der Revolution von 1848 kam in vielen ländlichen Gemeinden der Wunsch auf, die Nutzung des Waldes neu zu regeln. Häufig wartete die Bevölkerung nicht auf offizielle Entscheidungen oder missachtete diese und schlug Holz, um es für eigene Zwecke zu nutzen. Teilweise wurden ganze Wälder abgeholzt, gegen diejenigen, die sich nicht an der Tat nicht beteiligen wollten, wurde Druck ... »Details
  27. 1848: Die Gesellschaft der reinen Republikaner
    Politisch Gleichgesinnte schlossen sich oft in Vereinen zusammen, wie beispielsweise in Gießen oder Wiesbaden. Einer der kleineren politischen Vereine, die im Laufe des Jahres 1848 in Marburg entstanden, war die „Gesellschaft der reinen Republikaner“, die von dem Mediziner Leopold Eichelberg (1804–1879) gegründet wurde. Eichelberg war 1837 zu einer Festungsstrafe wegen der Verbreitung ... »Details
  28. 1848/1849: Bürgergarde und Vereine in Hofgeismar
    Im Februar 1848 erreichten erste Nachrichten von der Revolution in Paris Hofgeismar. Auch die Hanauer Forderungen und das Hanauer Ultimatum waren Gesprächsstoff in der Stadt. Um für Sicherheit und Ordnung sorgen zu können, wurde eine Bürgergarde aufgestellt (wie es sie beispielsweise auch in Camberg und Gießen gab), die in der Folgezeit bei größeren und kleineren Ausschreitungen häufig zum ... »Details
  29. 1848-1850: Pläne für eine Kolonie in Palästina
    1848 entstand in Frankfurt der „Verein zu Frankfurt am Main für eine deutsche Kolonie im Gelobten Lande“. Ziel des Vereins war, eine evangelische Mission in Palästina aufzubauen, wo es bisher nur wenige evangelische Missionsbestrebungen gab. Dies änderte sich 1841 mit der Gründung eines protestantischen Bistums, das von Preußen und England gemeinsam ins Leben gerufen wurde. Zudem hatte ... »Details
  30. 1848-1852: Der „Langsdorfer Judenkrawall“
    Im Zuge der Revolution von 1848 verabschiedete das Großherzogtum Hessen im August 1848 ein Gesetz, das Religionsfreiheit zusagte und zudem festschrieb, dass das Bekenntnis keinerlei Auswirkungen auf die bürgerlichen oder politischen Rechte hatte. Auch im Kurfürstentum Hessen und im Herzogtum Nassau gab es vergleichbare Gesetze. Die damit einhergehende rechtliche Gleichstellung der Juden stieß ... »Details
  31. Anfang März 1848: Die Stimmung in Hanau im März 1848
    Der Langendiebacher Lehrer J. Matthes beschrieb die unruhige Stimmung, die in den ersten Märztagen in Hanau herrschte. Sollte Kurfürst Friedrich Wilhelm I. von Hessen (1802-1875) nicht auf die Forderungen und das „Hanauer Ultimatum“ eingehen, fürchtete er den bewaffneten Widerstand der Bürger. Dagegen berichteten die Zeitungen von einer „edlen Begeisterung“, als erste Nachrichten die ... »Details
  32. 9. Januar 1848: Vorschlag eines „Proletariervereins“ in Hattersheim
    In Hattersheim wird am 9. Januar 1848 im Rahmen einer Turnerversammlung die Gründung eines „Proletariervereins“ verlangt.(StH) ... »Details
  33. Ende März 1848: Übergriffe gegen die jüdische Bevölkerung in Hofgeismar
    Ende März 1848 kam es in Hofgeismar zu massiven Ausschreitungen, die sich hauptsächlich gegen den jüdischen Kaufmann Abraham Kleefeld richteten. Die Bürgergarde, die sofort einschritt, hatte große Mühen, die Ausschreitungen unter Kontrolle zu bekommen. Die Hilfe des Militärs lehnte sie jedoch ab.  ... »Details
  34. Ende Februar 1848: Erste Reaktionen in Gießen auf die Nachrichten von der Februarrevolution in Paris
    Die revolutionären Vorgänge in Gießen waren stark geprägt durch studentische Beteiligung. Ende Februar 1848 gelangten die ersten Nachrichten von der Revolution aus Paris nach Gießen und trafen vor allem in der Studentenschaft auf begeisterte Reaktionen. ... »Details
  35. 28. Februar 1848: Erste Reaktionen in Frankfurt auf die Revolution in Paris
    Wie in vielen Orten Hessens trifft auch in Frankfurt die Nachricht von der Februarrevolution in Paris am 24. Februar 1848 auf Begeisterung. Die Zeitungen waren voll von Berichten über die Vorgänge in Frankreich. In der Ausgabe vom 27. Februar 1848 verkündete die Frankfurter Oberpostamtszeitung die Abdankung des französischen Königs, am folgenden Tag verbreitete sich die Nachricht in der ... »Details
  36. 28. Februar 1848: Volksversammlung in Gießen
    Am 28. Februar 1848 findet in Gießen die erste Volksversammlung statt. Solche Volksversammlungen wurden gerade in der Anfangsphase der Revolution in zahlreichen Orten abgehalten, wie beispielsweise in Butzbach, Dillenburg, Frankfurt am Main, Langenselbold, Ober-Laudenbach, Offenbach und Reisen. Die von den Teilnehmern (und in geringem Maße auch Teilnehmerinnen) beschlossenen sogenannten ... »Details
  37. 29. Februar 1848: Die ersten Forderungen aus Hanau
    Die Revolution im Kurfürstentum Hessen nahm ihren Ausgang in Hanau. Am 29. Februar 1848 wurde dort eine Petition an Kurfürst Friedrich Wilhelm I. von Hessen (1802–1875) verfasst, die ihm persönlich durch eine Delegation überreicht werden sollte. Die Forderungen, die unter anderem Presse-, Religions- und Gewissensfreiheit beinhalteten, wurden darüber hinaus als Flugblatt veröffentlicht. Als ... »Details
  38. März 1848: Forderungen und Zugeständnisse im Fürstentum Waldeck
    Im Fürstentum Waldeck gingen die ersten Forderungen nach Reformen etwas später ein als in den umliegenden hessischen Staaten. Am 9. März 1848 erreichten Emma Fürstin von Waldeck (1802-1858) die ersten Petitionen. Die Frankfurter Oberpostamtszeitung berichtete über die Übergabe einer Petition aus Rhoden, die dieselben Bitten enthielt, die auch in zahlreichen anderen Städten Deutschlands ... »Details
  39. März 1848: Forderungen an den Fürsten zu Isenburg
    In Düdelsheim (Oberhessen) besaßen die Fürsten zu Isenburg weitreichende Privilegien. Die Einwohner hatten bereits im Februar 1848 in Darmstadt verschiedene Anträge gestellt, die „Erleichterung von den vielen Abgaben und Abstellung anderer Übelstände“ bringen sollten. Zudem wurden im März 1848 Forderungen an Fürst Ernst Casimir I. zu Ysenburg und Büdingen (1781-1852) in Büdingen ... »Details
  40. März 1848: Der republikanische Verein in Gießen
    In Gießen wie auch in vielen anderen Orten (zum Beispiel Marburg und Wiesbaden) entwickelten sich unterschiedliche politische Verbindungen, die in Vereinen organisiert waren. Parteien im heutigen Sinn gab es um die Mitte des 19. Jahrhunderts noch nicht. Oft kam es zu Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern der verschiedenen Richtungen. ... »Details
  41. März 1848: Gründung eines Bürgervereins in Langendiebach
    Wie schon in Gießen und zahlreichen weiteren Orten entstand auch in Langendiebach 1848 ein Bürgerverein. Bei der Gründung kam es jedoch zu Unstimmigkeiten, da ein Teil der Anwesenden den Pfarrer, Lehrer und Juden von der Mitgliedschaft ausnehmen wollten. Antijüdische Ausbrüche hatte es im Ort gab es bereits zuvor gegeben, als in den Häusern jüdischer Bürger die Fensterscheiben ... »Details
  42. März 1848: Die Einquartierung von Truppen in Langendiebach
    Die aufgebrachte Stimmung, die in Hanau im März 1848 herrschte hatte auch Auswirkungen auf die umliegenden Ortschaften. Dort wurde Militär einquartiert, um eventuelle Aufstände zu verhindern, da Kurfürst Friedrich Wilhelm I. von Hessen (1802-1875) nicht sofort auf die Forderungen und das „Hanauer Ultimatum“ eingegangen war. Auch in der Folgezeit kam es immer wieder zu Einquartierungen und ... »Details
  43. März 1848: Gewährung der Pressefreiheit im Herzogtum Nassau
    Die Abschaffung der Zensur war eine der wesentlichen Forderungen in der Revolution von 1848 und gehörte oft zu den ersten Punkten, die gewährt wurden, wie etwa in der freien Stadt Frankfurt und dem Kurfürstentum Hessen. Auch im Herzogtum Nassau gehörte die Pressefreiheit zu den ersten Zugeständnissen. ... »Details
  44. 1. März 1848: Volksversammlung in Offenbach
    Am 1. März 1848 wurde in Offenbach eine Volksversammlung mit zahlreichen Teilnehmern abgehalten. Die dort aufgestellten Forderungen sollten dem Landtagsabgeordneten der Stadt übergeben werden. Die Forderungen stimmten in den wesentlichen Punkten mit den üblichen Märzforderungen überein, wie sie zum Beispiel in Alsfeld, Arolsen, Gießen, Hanau oder Wiesbaden formuliert wurden. Dazu gehörte ... »Details
  45. 2. März 1848: Theodor Reh beantragt im Darmstädter Landtag einen Wechsel des Regierungssystems
    Seit dem Sturz der Monarchie in Paris während der französischen Februarrevolution bilden sich in Hessen ab dem 24. Februar 1848 Bürger- und Volksräte sowie Volksversammlungen. Zudem wurden zahlreiche Petitionen verfasst. Das Zentrum der Aufstände war Ende Februar in Hanau. Schon am 2. März 1848 beantragte Theodor Reh (1801–1868) im Darmstädter Landtag einen Wechsel des Regierungssystems. ... »Details
  46. 2. März 1848: Marburger Märzforderungen
    Die Nachrichten von der Revolution in Paris treffen in Marburg Ende Februar 1848 ein und führen zu kleineren Tumulten. Am 2. März treffen sich große Teile der Bürgerschaft, Studenten, aber auch der Stadtrat und der städtische Ausschuss auf dem Marktplatz, um eine Delegation zu berufen, die die Marburger Märzforderungen Kurfürst Friedrich Wilhelm I. von Hessen (1802–1875) in Kassel ... »Details
  47. 2. März 1848: Die Forderungen der Nassauer
    Am 2. März 1848 werden in Wiesbaden die am Tag zuvor verfassten „Forderungen der Nassauer“ öffentlich verkündet. In den wesentlichen Punkten stimmen sie mit den Forderungen überein, die schon in Alsfeld, Arolsen, Gießen, Hanau oder Offenbach am Main formuliert wurden. Wesentliche Punkte sind die Volksbewaffnung, Pressefreiheit, die Einberufung eines deutschen Parlaments und die ... »Details
  48. 3. März 1848: Forderungen der Alsfelder Bürger
    Am 3. März 1848 schicken Alsfelder Bürger einen Brief an ihren Landtagsabgeordneten und Bürgermeister Gerhard Ramspeck (1793–1880) und fordern die Unterstützung der Märzforderungen. Ähnliche Forderungen wurden auch in Arolsen, Gießen, Hanau, Offenbach am Main und Wiesbaden aufgestellt. Das Schreiben erscheint als Leserbrief im „Intelligenzblatt für den Kreis Alsfeld“ und wurde von ... »Details
  49. 3. März 1848: Volksversammlung bei der Adolfshütte
    Am 3. März 1848 findet eine Volksversammlung bei der Adolfshütte bei Dillenburg statt, die vor allem von Bürgern aus Dillenburg und Herborn besucht wird. Es wird eine Petition beschlossen, die der nassauischen Ständeversammlung, dem Landtag des Herzogtums Nassau, vorgelegt werden soll. Ähnliche Forderungen liegen auch aus anderen hessischen Orten vor, zum Beispiel aus Alsfeld, Arolsen, ... »Details
  50. 3. März 1848: Volksversammlung in Frankfurt und Forderungen an den Frankfurter Senat
    In Frankfurt am Main findet am 3. März 1848 eine Volksversammlung auf dem Gelände der städtischen Reitbahn statt, um eine bereits verfasste Petition an den Senat der Freien Stadt Frankfurt zu verlesen und darüber abzustimmen. Es war ein gut vorbereitetes und organisiertes Treffen, für das ein Präsident, Vizepräsidenten und Sekretäre gewählt wurden. Die Forderungen, unter anderem nach ... »Details