Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Verheerender Brand des Landgrafenschlosses in Kassel, 24. November 1811
In der Nacht vom 23. auf den 24. November 1811 brennt das Residenzschloss in Kassel, das alte Landgrafenschloss, das zu diesem Zeitpunkt von König Jerôme von Westphalen (1784–1860) bewohnt wird. Zerstört wird vor allem der Rotensteinflügel an der Seite zur Fulda hin, die anderen Gebäudeteile scheinen zumindest im Erdgeschoss erhalten geblieben zu sein.
Pläne zu einem Wiederaufbau und zeitgemäßen Umbau der alten Vierflügelanlage, die im 16. Jahrhundert über den Fundamenten der landgräflichen Burg errichtet worden war, lieferte der französische Hofarchitekt Grandjean de Montigny (1776–1850) bereits 1812.
Sie wurden allerdings nicht umgesetzt, vielmehr wurden die Überreste der alten Anlage nach dem Ende des Königreichs Westphalen 1813 und der Rückkehr des Kurfürsten Wilhelm I. (1743–1821) 1816 abgerissen und an ebendiesem Platz mit dem Neubau der monumentalen „Chattenburg“ nach den Plänen des Oberbaudirektors Heinrich Christoph Jussow (1754–1825) begonnen.
(UH)
- Belege
- Dorothea Heppe, Das Schloss der Landgrafen von Hessen in Kassel von 1557 bis 1811, Marburg 1995, S. 291
- Weiterführende Informationen
- Empfohlene Zitierweise
- „Verheerender Brand des Landgrafenschlosses in Kassel, 24. November 1811“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/6070> (Stand: 26.11.2025)
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