Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Wahlen zum Zollparlament, 20. März 1868
Das Zollparlament war eine Einrichtung des 1834 gegründeten Deutschen Zollvereins, das aus 85 eigens gewählten Abgeordneten süddeutscher Staaten des Deutschen Bundes (darunter auch welchen aus den Provinzen Starkenburg und Rheinhessen des Großherzogtums Hessen)1 und den Reichstagsabgeordneten des Norddeutschen Bundes bestand. Das Parlament tagte bis 1870.
In den sechs Wahlkreisen der Provinzen Starkenburg und Rheinhessen setzten sich ausschließlich nationalliberale und freikonservative (bismarckfreundliche) Abgeordnete durch.
Gewählte Abgeordnete
Auch bei der Wahl zum Zollparlament wird in jedem Wahlkreis nach absolutem Mehrheitswahlrecht (Persönlichkeitswahl) ein Abgeordneter gewählt.
Großherzogtum Hessen
Bamberger, Dr. jur. Ludwig (1823–1899); Nationalliberale Partei; Wahlkreis 9: Mainz
Fabricius, Karl (1825–1890); Freikonservative Vereinigung; Wahlkreis 4: Darmstadt, Groß-Gerau
Fink, Franz (1824–1894); Freikonservative Vereinigung; Wahlkreis 6: Bensheim, Erbach, Lindenfels, Neustadt
Kugler, August (1824–1892); Nationalliberale Partei; Wahlkreis 5: Dieburg, Offenbach
Metz, Dr. jur. August (1818–1874); Nationalliberale Partei; Wahlkreis 8: Bingen, Alzey
Pfannebecker, Johann (1808–1882); Nationalliberale Partei; Wahlkreis 7: Heppenheim, Worms, Wimpfen
(LV)
- Die Provinz Oberhessen gehörte bereits zum Norddeutschen Bund; dort wurden bei der Wahl zum Reichstag des Norddeutschen Bundes im Jahr zuvor bereits drei Abgeordnete gewählt. ↑
- Belege
- Thomas Klein, Die Hessen als Reichstagswähler, Bd. 1, Marburg 1989
- Weiterführende Informationen
- Wikipedia: Zollparlament (eingesehen am 8.7.2022)
- Wikipedia: Zollparlamentswahl 1868 (eingesehen am 27.7.2023)
- Empfohlene Zitierweise
- „Wahlen zum Zollparlament, 20. März 1868“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/6539> (Stand: 30.9.2024)
- Ereignisse im Februar 1868 | März 1868 | Mai 1868
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