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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Zerstörung der Marburger Synagoge durch Brandstiftung der SA, 10. November 1938
Die Marburger Synagoge an der Universitätsstraße wird durch Brandstiftung der SA völlig zerstört.
Bei der Planung und Brandstiftung war übersehen worden, dass der in der Synagoge wohnende Hausmeister Arier war und sein Mobiliar vor der Zerstörung gerettet werden muss. Einige Theologiestudenten nutzen das dabei entstehende Durcheinander, um die Thorarollen aus der Synagoge zu retten und in Sicherheit zu bringen. Die Rollen werden bis zum Kriegsende in der Religionskundlichen Sammlung der Universität Marburg versteckt und dann an die Jüdische Gemeinde in Marburg wieder zurückgegeben.
(OV)
- Belege
- Wilhelm Kessler, Geschichte der Universitätsstadt Marburg, 2. Auflage, Marburg 1984, S. 137
- Schneider, Widerstand und Verfolgung, S. 237 (nach Wagner, Biedermeier und Brandstifter, in: sine sine 6/63).
- Empfohlene Zitierweise
- „Zerstörung der Marburger Synagoge durch Brandstiftung der SA, 10. November 1938“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/1706> (Stand: 26.9.2024)
- Ereignisse im Oktober 1938 | November 1938 | Dezember 1938
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