Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Verurteilung des verschleppten Journalisten Brandt in Ost-Berlin, 10. Mai 1962
Heinz Brandt (1909–1986), Mitglied der Redaktion der Frankfurter Gewerkschaftszeitung „Metall“ und 1959 aus der DDR nach Westdeutschland geflohen, wird 1961 bei dem Auftrag über eine Gewerkschaftsveranstaltung in West-Berlin zu berichten, entführt.1 Brandt wird beschuldigt, sich zu Spionagezwecken in Berlin aufgehalten zu haben.2 Im Juni bestätigen die DDR-Behörden die Entführung und verurteilen Brand in einem unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindenden Prozess zu 13 Jahren politischer Haft. Die Freilassung des 52-Jährigen wird von unterschiedlicher Seite gefordert, nach Angaben des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) geben auch ca. 1.500 Studenten der Universität Frankfurt sowie einige Professoren ihre Unterschrift.3
(FW)
- Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.6.1961, S. 1: Redakteur in den Osten entführt. ↑
- Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4.7.1961, S. 3: Vertrauen zu Heinz Brandt. ↑
- Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.5.1962, S. 21: 1500 Studenten bitten um die Freilassung von Heinz Brandt; Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.5.1963, S. 47: Zum Jahrestag des Brandt-Urteils; Franz, Chronik Hessens, S. 445f. ↑
- Belege
- Eckhart G. Franz (Hrsg.), Die Chronik Hessens, Dortmund 1991, S. 445 f.
- Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.6.1961, S. 1: Redakteur in den Osten entführt
- Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4.7.1961, S. 3: Vertrauen zu Heinz Brandt
- Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.5.1962, S. 21: 1500 Studenten bitten um die Freilassung von Heinz Brandt
- Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.5.1963, S. 47: Zum Jahrestag des Brandt-Urteils
- Weiterführende Informationen
- Wikipedia: Heinz Brandt (Politiker) (eingesehen am 10.5.2024)
- Empfohlene Zitierweise
- „Verurteilung des verschleppten Journalisten Brandt in Ost-Berlin, 10. Mai 1962“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/1146> (Stand: 10.5.2025)
