Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Die kurhessische Industrie, um 1847
Bruno Hildebrand (1812-1878), Politiker und Wirtschaftswissenschaftler, verfasste 1852 „Statistische Mittheilungen über die volkswirtschaftlichen Zustände Kurhessens“. Er sah die Publikation als Teil einer „nationale[n] Statistik Deutschlands, die zur Erzeugung eines nationalen Selbstbewusstseins nothwendig“ sei. Eine vergleichbare statistische Übersicht für Kurhessen lag bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht vor. Ganz bewusst verzichtete Hildebrand in seiner Darstellung auf Kritik an den bestehenden Gesetzen oder Schlussfolgerungen und betonte die „trockene Objectivität des Buches“. Der kurhessischen Bevölkerung möge der Inhalt „einigen Stoff zum Nachdenken über sich selbst gewähren und zu einer Quelle des Trostes werden“.
Hildebrand untersuchte unter anderem die Arbeitsbedingungen in den Fabriken, vor allem die Löhne und Arbeitszeiten. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts war Hanau der größte Industriestandort im Kurfürstentum. Von besonderer Bedeutung waren hier die Schmuck- und Tabakindustrie. Die Tuchherstellung konzentrierte sich auf Bad Hersfeld, während die Kasseler Industrie vor allem von der Maschinenfabrik Henschel & Sohn dominiert wurde. Von überregionaler Bedeutung waren weiterhin die Sodafabrik in Ringenkuhl und die Töpfereien in Großalmerode und Marburg.
(StF)
- Belege
- Weiterführende Informationen
- [Übersicht über die Lebensverhältnisse der Arbeiter in Hanauer, Hersfelder, Kasseler und Marburger Fabriken]
- Empfohlene Zitierweise
- „Die kurhessische Industrie, um 1847“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/7486> (Stand: 26.9.2024)
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