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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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Eröffnung des evangelischen Predigerseminars in Friedberg, 21. Mai 1837

Am 21. Mai 1837 findet die Einweihung des evangelischen Predigerseminars in Friedberg statt, um dort zukünftige Pfarrkandidaten des Großherzogtums Hessens zu unterrichten. Neben den Predigerseminaren in Loccum, Wittenberg, Herborn und Göttingen war es eines der ersten derartigen Lehrinstituten in Deutschland. Bereits 1817 war in Friedberg ein evangelisches Lehrerseminar eröffnet worden, mit dessen Professoren zusammengearbeitet werden konnte.

Die Initiative Einrichtung des theologischen Instituts ging von dem Darmstädter Oberkonsistorialrat Carl Philipp Wilhelm Köhler (1799–1847) aus. Erster Direktor des Seminars wurde Philipp Peter Crößmann (1793–1852), der zugleich auch Friedberger Stadtpfarrer war. Zeitgleich eröffnet man zudem in Friedberg eine Taubstummenschule, die von dem durch den Pädagogen Friedrich Heinrich Pestalozzi (1746–1827) geprägten Lehrer Georg Jakob Roller (1774–1857) geleitet wurde.

Nachdem das Predigerseminar zunächst im Kavaliersbau der Burg untergebracht worden war, erhielt es 1848 einen Neubau im spätklassizistischen Stil, der noch heute existiert – das Theologische Seminar wurde allerdings 1999 geschlossen.
(StH/UH)

Belege
Weiterführende Informationen
Empfohlene Zitierweise
„Eröffnung des evangelischen Predigerseminars in Friedberg, 21. Mai 1837“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/6283> (Stand: 23.9.2026)
Ereignisse im April 1837 | Mai 1837 | Juli 1837
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