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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Einnahme von Kassel durch die US-Armee, 4. April 1945
US-Truppen nehmen die zur Festung erklärte Stadt Kassel ein.
Nach einem Zeitzeugen-Bericht des damaligen Abwehr-, Gerichts- und Ordonnanzoffiziers Dirk Uhse wird er in der Nacht vom 3. auf den 4. April vom Kommandierenden der „Festung Kassel“, Generaloberst Johannes Erxleben (1893–1972), als Parlamentär zum Befehlshaber der am südlichen Stadtrand stehenden amerikanischen Truppen entsandt, mit dem Auftrag, freien Abzug für die in Kassel befindlichen Wehrmachtseinheiten, zumindest aber für die Zivilbevölkerung zu erreichen. Als der amerikanische General ablehnt und ankündigt, „entweder würde kapituliert oder weiter gekämpft“, entscheidet Uhse – ohne Rücksprache mit Erxleben – zu kapitulieren.
(OV)
- Belege
- Chronik deutscher Zeitgeschichte 2/II, S. 599
- Dirk Uhse, Die Kapitulation der „Festung“ Kassel am 4. April 1945. In: Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde 75/76 (1964/65), S. 615-618
- Empfohlene Zitierweise
- „Einnahme von Kassel durch die US-Armee, 4. April 1945“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/891> (Stand: 4.4.2025)
