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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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Gründung von Landesämtern für Volkskunde zur Gleichschaltung volkskundlicher Arbeit, 1938

Der Jahreslagebericht 1938 des Sicherheitshauptamts der SS befasst sich unter anderem mit der Situation der Volkskunde im Reich. Dabei wird festgestellt, dass es infolge noch fehlender Breitenwirkung der nationalsozialistischen Volkskundearbeit zu selbständigem Vorgehen von Provinzialverwaltungen und Bezirksverbänden gekommen sei, wodurch die von der Reichsarbeitsgemeinschaft für deutsche Volkskunde eingeleitete Arbeit empfindlich gestört wurde.
Als Beispiele für ein regional gesondertes Vorgehen führt der Bericht an:
Im Bezirksverband Wiesbaden und Kassel wurden Landesämter für Volkskunde errichtet, um die von privaten und halbamtlichen Gruppen betriebene Volkskundearbeit planmäßig zu lenken. Verschiedentlich zeigte sich auch hier wiederum das Bestreben konfessioneller und liberaler Kreise, unter privatem Mantel und harmlosem Namen, wie z. B. dem eines Volksliedausschusses oder einer Volksliedsammelstelle, die alte Arbeit fortzusetzen.
(OV)

Belege
Empfohlene Zitierweise
„Gründung von Landesämtern für Volkskunde zur Gleichschaltung volkskundlicher Arbeit, 1938“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/4810> (Stand: 13.8.2024)
Ereignisse im Dezember 1937 | Januar 1938 | Februar 1938
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