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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Boykott jüdischer Geschäfte in Eschwege, April 1933
Wie in anderen Städten laufen auch in Eschwege die Maßnahmen zum Boykott jüdischer Geschäfte. Jüdische Geschäfte bleiben geschlossen, vor den Läden ziehen SA-Wachen und unterstützende Hilfspolizisten auf, um mögliche Kunden vom Einkauf in den Geschäften abzuhalten. Auf dem Marktplatz wird ein mit Stacheldraht umzäunter sogenannter Judenpferch eingerichtet, in die alle gesteckt werden sollen, die „beim Juden“ kaufen. Die SA und die Hitlerjugend zeigen bei einem Propagandamarsch die Parole Wer beim Juden kauft, übt Verrat am Deutschen Volk .
(OV)
- Belege
- Empfohlene Zitierweise
- „Boykott jüdischer Geschäfte in Eschwege, April 1933“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/1736> (Stand: 13.8.2024)
