Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Einweihung des „Wimmel-Denkmals“ in Kassel, 10. Mai 1898
Das sogenannte Wimmel-Denkmal in Kassel entstand aufgrund einer Stiftung der Brüder Heinrich (1830–1881) und Johannes Wimmel (1823–1892), die gemeinsam ein Maler- und Weißbindergeschäft in Kassel betrieben. Einen Teil ihres in der Stiftung verwalteten Nachlasses, der dem Wohnungsbau und der Krankenpflege gewidmet werden sollte, hatten sie für ein „Denkmal zur Verherrlichung der Einigung Deutschlands im Jahre 1870/1871“ vorgesehen.
1895 wurde deshalb ein öffentlicher Wettbewerb ausgeschrieben, den der Kasseler Akademieprofessor Karl Begas (1845–1916) für sich entschied. Sein Entwurf für einen zwölf Meter hohen Sandstein-Obelisken über einem mit bronzenen Porträtmedaillons von Kaiser Wilhelm I., Otto von Bismarck und Helmuth Graf von Moltke geschmückten Sockel und zwei Brunnenschalen wird am Wilhelmshöher Platz errichtet und am 10. Mai 1898 feierlich eingeweiht.
1965 wurde das Denkmal in den Fürstengarten/Murhardpark hinter dem Landesmuseum versetzt.
(UH)
- Belege
- Kassel-Lexikon, Bd. 2, Kassel 2009; S. 331 f. (Andrea Pühringer)
- Stefan Schweizer, Geschichtsdeutung und Geschichtsbilder. Visuelle Erinnerungs- und Geschichtskultur in Kassel 1866–1914, Göttingen 2004, S. 128-130
- Eckhart G. Franz (Hrsg.), Die Chronik Hessens, Dortmund 1991, S. 281
- Weiterführende Informationen
- Empfohlene Zitierweise
- „Einweihung des „Wimmel-Denkmals“ in Kassel, 10. Mai 1898“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/6829> (Stand: 26.1.2026)
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