Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Einweihung der evangelischen Kirche in Königstein, 16. September 1888
Nach dem Übergang der ehemals kurmainzischen Stadt Königstein an das Herzogtum Nassau 1803 wurden die wenigen evangelischen Gläubigen zunächst nach Kronberg eingepfarrt. Später fanden dann Gottesdienste zunächst in der herzoglichen Residenz und ab 1875 im Schulhaus statt. Für die damals ca. 150 Mitglieder starke evangelische Gemeinde wurde 1887/88 mit Unterstützung des Nassauisch-Luxemburgischen Fürstenhauses auf dem von Herzogin Adelheid von Nassau (1833–1916) geschenkten Grundstück von dem Herborner Architekten und Kirchenbaumeister Ludwig Hofmann (1862–1933) eine neue Kirche erbaut (ab 1972 Immanuelkirche).
Die Einweihung erfolgt am 16. September 1888. Die Inneneinrichtung des neugotischen Saalbaus mit eingezogenem und flach geschlossenem Chor ist weitgehend erhalten. Bemerkenswert sind u.a. die Kanzel- und Emporenbilder von der Hand der Herzogin, die häufig im sogen. „Luxemburger Schloss“ in Königstein weilte. Das ehemalige Kurmainzer Amtshaus war 1858 von dem späteren Luxemburger Großherzog Adolph von Nassau (1817–1905) erworben und 1873-77 zu einem Palais im Stil der niederländischen Renaissance umgebaut worden (heute Amtsgericht).
(UH)
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- „Einweihung der evangelischen Kirche in Königstein, 16. September 1888“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/7812> (Stand: 12.10.2026)
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