Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Maximilian von Heyl zu Herrnsheim zieht in den "Heylshof" nach Darmstadt, Oktober 1890
Im Oktober 1890 verlegte der 1886 von Großherzog Ludwig IV. von Hessen und bei Rhein (1837–1892) zusammen mit seinem älteren Bruder Cornelius Wilhelm (1843–1923) wegen seiner „Verdienste um Worms“ geadelte Maximilian von Heyl zu Herrnsheim (1844–1925) seinen Wohnsitz aus dem wenige Jahre zuvor erbauten „Majorshof“ in Worms in die Residenzstadt Darmstadt.
Der in Worms für den 1879 gegründeten Altertumsverein und das von diesem eingerichtete und unterhaltene „Paulusmuseum“ sehr engagierte Kunstsammler und Mäzen, der in Darmstadt seine Jugend verbrachte hatte, hatte dort ab 1876 mehrere Liegenschaften in der Weyprechtstraße erworben, die er durch den Münchner Architekt Gabriel Seidl (1848-1913) mit einer herrschaftlichen Villa („Heylshof“) bebauen ließ. In dem repräsentativen Bau, der mit der aufwendigen Innenaustattung des Wormser Majorhofes und zahlreichen Kunstwerken eingerichtet wurde, trafen sich die Spitzen der Darmstädter Gesellschaft sowie Künstler und Schriftsteller.
1924 stiftete Maximilian von Heyl dem seit 1820 aufgebauten Landesmuseum seine umfangreiche Sammlung von Werken Arnold Böcklins und wurde daraufhin zum Ehrenbürger Darmstadts ernannt. Die Villa wurde 1944 zerstört.
(UH)
- Belege
- Peter Engel, Die Familie Heyl und Darmstadt, in: Gerald Bönnen und Ferdinand Werner (Hg.), Die Wormser Industriellenfamilie von Heyl. Öffentliches und privates Wirken zwischen Bürgertum und Adel, Worms 2010 S.499-518
- Weiterführende Informationen
- Stadtarchiv Worms, Abt. 186 Nr. 1642
- Stadtlexikon Darmstadt
- Empfohlene Zitierweise
- „Maximilian von Heyl zu Herrnsheim zieht in den "Heylshof" nach Darmstadt, Oktober 1890“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/7777> (Stand: 24.9.2026)
- Ereignisse im September 1890 | Oktober 1890 | Dezember 1890
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