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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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Die Universität Gießen verleiht die Ehrendoktorwürde an Josepha von Siebold, 6. September 1815

Am 6. September 1815 erhält die in Darmstadt ansässige Regina Josepha von Siebold (1771–1849), geb. Henning, verw. Heiland, als erste Frau in Deutschland überhaupt die Ehrendoktorwürde der Entbindungskunst an der Universität in Gießen.

Nach dem durch eine Ausnahmegenehmigung ermöglichten Studium in Würzburg bei ihrem Schwager Prof. Adam Elias von Siebold (1775–1828) und der praktischen Ausbildung durch ihren Ehemann Dr. Johann Heinrich Damian von Siebold (1768–1828), hatte sie 1807 die Staatsprüfung an der Universität Gießen bestanden und praktizierte mit ihrem Mann in Darmstadt und Umgebung.

Josepha von Siebolds älteste Tochter aus erster Ehe Charlotte Heidenreich von Siebold (1788–1859) promovierte 1817 ebenfalls an der Universität Gießen, die seit 1814 über eine eigene Entbindungsanstalt verfügte, und praktizierte gemeinsam mit ihrer Mutter in der Entbindungsanstalt der Eltern in Darmstadt. Sie genoss einen ausgezeichneten Ruf und war unter anderem 1819 Geburtshelferin bei der Geburt von Prinzessin Alexandrine Victoria von Kent, der späteren Königin Victoria (1819–1901) im Kensington Palace in London.
(UH)

Belege
Weiterführende Informationen
Empfohlene Zitierweise
„Die Universität Gießen verleiht die Ehrendoktorwürde an Josepha von Siebold, 6. September 1815“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/6101> (Stand: 26.11.2025)
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