Im September 1890 erwarb der Frankfurter Fabrikantensohn Dr. Wilhelm Meister das in den 1880er Jahren errichtete Villengebäude von Georg Victor Schick als Sommerfrische. Der Jurist schlug die preußische Beamtenlaufbahn ein und wurde im Juli 1895 zum Landrat des Obertaunuskreises ernannt. Im Januar 1900 heiratete von Meister in zweiter Ehe Leila Trapmann, deren 1963 in englischer Sprache veröffentlichte Lebenserinnerungen ein buntes Bild der "besseren Gesellschaft" Bad Homburgs in wilhelminischer Zeit vermitteln. Als Wilhelm von Meister 1906 zum Regierungspräsidenten in Wiesbaden ernannt wurde, ließ er die Villa großzügig ausbauen, in dem er eine Villa auf dem Nachbargrundstück (Nr. 107), das sich seit 1892 ebenfalls im Besitz von Meisters befand, mit der Villa von Meister vereinen ließ, so dass das heutige Doppelhaus entstand.
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Rowedder, Denkmaltopographie, S. 242f.
Leila von Meister, Erinnerungen an Gestern, S. 13-69
Leila von Meister, Gathered Yesterdays
Walsh, Bad Homburger Fassaden, S. 87-89
Walsh, Bad Homburg kurios, S. 81-83
Walsh, Große Namen, S. 32f.
„Villa Meister, Kaiser-Friedrich-Promenade 105“, in: Orte der Kur <https://www.lagis-hessen.de/de/odk/record/id/1381> (aufgerufen am 30.05.2026)