Hermann Corrodi (1844-1905) kam als Sohn des Schweizer Malers Salomon Corrodi in Frascati zur Welt. Die erste künstlerische Ausbildung erhielt er durch seinen Vater, ab 1866 studierte er an der Accademia di San Luca in Rom. Ausgedehnte Reisen nach Konstantinopel, Syrien, Ägypten und Montenegro beeinflussten sein malerisches Werk, das zuvor meist römische Veduten gezeigt hatte, und nun vor allem orientalische Landschaften darstellte. So galt er bald als „einer der glänzendsten Schilderer des Orients“ (Thieme/Becker S. 469). Mehrere Sommer verbrachte Corrodi in Baden-Baden und Homburg, wo er Kontakte zum englischen Königs- und deutschen Kaiserhaus knüpfte, die auch zu seinem Kundenkreis zählten. Das Adressbuch von 1900 verzeichnet seine Adresse im Kurhaus.
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Thieme/Becker, Lexikon 7 S. 469
„Maleratelier Hermann Corrodi, Louisenstraße 58 (im Kurhaus)“, in: Orte der Kur <https://www.lagis-hessen.de/de/odk/record/id/1258> (aufgerufen am 23.06.2026)