Das Seedammbad wurde 1927 nach den Plänen von Baurat Dr. Ludwig Lipp erbaut. Dem war eine Diskussion um einen großen Volkspark mit Schwimmbad im Kleinen Tannenwald vorhergegangen, doch die Verlegung des Klärwerks nach Obereschbach gab den Ausschlag für den Standort Gonzenheim. Zeitgleich mit der Eröffnung des Bades Ende Mai 1927 wurde auch der „Homburger Schwimm-Club“ (HSC) begründet. Das Bad wurde von der Seedammbad GmbH geführt, die aus Homburger Honoratioren und der Stadt bestand. Die beginnende Weltwirtschaftskrise erschwerte anfänglich den Badebetrieb und führte ihn an den Rand des Konkurses. 1932 übernahm die Stadt die Einrichtung in Eigenregie, dennoch kam es zu einem Konkursverfahren, so dass das Bad erst 1941 vollständig in städtischen Besitz überging. Nachmehrfachen Renovierungen und Umbauten sowie dem Einbau einer Wasserwälzanlage, wurde es 1968 um ein Hallenbad erweitert. 1987 wurde das Seedammbad modernisiert und in ein Sport- und Erlebnisbad umgewandelt, da die 1980 eröffnete Taunus-Therme eine nicht zu unterschätzende Konkurrenz darstellte.
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Bilder und Dokumente S. 19, 117, 130
Grosche, Geschichte 4 S. 467-468
Klein, 50 Jahre
Rowedder, Denkmaltopographie S. 131
„Seedammbad, Seedammweg 7“, in: Orte der Kur <https://www.lagis-hessen.de/de/odk/record/id/1075> (aufgerufen am 21.05.2026)