Der Orden entsteht Ende des 11. Jahrhunderts, um Reformen im Mönchsleben umzusetzen. Die Mönche lassen sich in unerschlossenen Gebieten nieder, leisten Zivilisations- und Kultivierungstätigkeit. Körperliche Arbeit – Roden von Wäldern, Landwirtschaft, Ausübung von Handwerken, Sicherung des Alltags durch Eigentätigkeit, Bau von Kirchen und Klöstern werden mit Gebet, Meditation, Fasten und sozialer Tätigkeit verknüpft. Ziel ist die Selbstversorgung der Gemeinschaft. Damit erschließen die Zisterzienser große Bereiche des Alten Deutschen Reiches und modernisieren die landwirtschaftlich geprägten Regionen. Sehr früh entstehen Frauenklöster innerhalb des Ordens. Auch sie unterwerfen sich dem strikten Tagesablauf und dem Gebot von Gebet und Arbeit. Die Zisterzienserklöster sind direkt dem Papst unterstellt.