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Schwestern vom gemeinsamen Leben

Männer und Frauen, die von der Devotio moderna (Nachfolge Christi durch Gebet, Arbeit und Nächstenliebe) erfasst werden, schließen sich als Brüder und Schwestern vom gemeinsamen Leben in klosterähnlichen Gruppen zusammen. Häufig übernehmen sie – besonders die Frauen – die Augustinerregel, um so den Schutz der Bischöfe als geistliche Institution zu erhalten. Männer und Frauen tragen eine schlichte Kleidung, die sich nicht von der Tracht der Bauern und Tagelöhner unterscheidet. Sie sind gut ausgebildet und fördern die Verbreitung von Wissen. Die Gemeinschaften sind in den Städten sehr erfolgreich und stehen so häufig in Konkurrenz zu den einheimischen Handwerkern. Weiter stören sich die Städte an der Vergrößerung des Grundbesitzes, da so Steuern entfallen (sog. Tote Hand). Dies führt in einer Reihe von Fällen zu Beschränkungen durch die zuständigen Erzbischöfe wie bspw. in Naumburg. Hier wird die Größe der Schwesterngemeinschaft 1493 durch den Erzbischof von Mainz begrenzt.

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