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Mainzer Stiftsfehde

Im Krieg der Mainzer Stiftsfehde wird um die Besetzung der Mainzer Erzbischofsposition gekämpft. Das Amt des Mainzer Erzbischofs ist mit der Kurfürstenwürde und dem Amt des Erzkanzlers im Alten Deutschen Reich verbunden. 1459 wählt das Stiftskollegium mit knapper Mehrheit Diether von Isenburg gegen Adolf von Nassau zum Erzbischof von Mainz. Von Isenburg verweigert die für eine Amtsbestätigung nötigen Abgaben an den Papst, der daraufhin Adolf von Nassau unterstützt. In dem ausbrechenden Krieg geht es auch um die Anerkennung der Kurfürstenwürde für die Pfalzgrafen, dem Bruder Diethers, und die Freiheitsrechte der Stadt Mainz. Der Graf von Württemberg und der von Baden, die Bischöfe von Metz und Speyer und der Erzbischof von Trier beteiligen sich an den Kämpfen neben weiteren Fürsten. Zahlreiche Städte, Landschaften und Burgen werden verwüstet, viele Menschen sterben in diesem Krieg. Adolf von Nassau bleibt Erzbischof bis 1475, die Stadt Mainz verliert ihre Stellung als Reichsstadt, der Pfalzgraf sichert seine Kurfürstenwürde und das Erzbistum Mainz ist für die Zukunft hoch verschuldet. Nach dem Tode Adolfs von Nassau wählt das Domkapitel erneut Diether von Isenburg, der bis 1482 regiert.

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