Topografie des Nationalsozialismus in Hessen [Fenster schließen]

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Kinderlandverschickung

Als Kinderlandverschickung (KLV) wurden gesundheitlich begründete Ferienreisen von Stadtkindern bezeichnet. Dass es sich hierbei allerdings nicht um eine uneigennützige Einrichtung handelte, sondern diese vom NS-System genutzt wurde, zeigt sich daran, dass die Hitlerjugend zusammen mit der NSV die Reisen durchführte. 1943 wurde die Kinderlandverschickung „erweitert“. Es wurden nun verstärkt Kinder aus vom Luftkrieg bedrohten Städten in Lager aufs Land verschickt. Hier war ihr Alltag durch ideologische Beeinflussung und paramilitärischen Drill bestimmt. Die vorgesehene maximale Dauer der Unterbringung von sechs Monaten in einem Lager wurde häufig erheblich überschritten. Als Unterkunft wurden Schullandheime, Jugendherbergen, Pensionen, Zeltlager, Hotels, Klöster u.ä. genutzt. Rund 5 Millionen Kinder nahmen an der Kinderlandverschickung teil.

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