Topografie des Nationalsozialismus in Hessen [Fenster schließen]

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Ghettoisierung

Die Ghettoisierung war ein Instrument der Judenverfolgung. Nachdem Juden seit der Machtübernahme der Nationalsozialisten sukzessive aus dem öffentlichen und gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen worden waren, wurden sie schließlich aus ihren Wohnräumen in deutschen Städten herausgedrängt und von der Stadt- bzw. Kommunalverwaltung in sogenannte Judenhäuser (Ghettohäuser) eingewiesen. „Arier“ und Juden sollten getrennt voneinander leben. Darüber hinaus ermöglichte die Einrichtung solcher Häuser es der Gestapo, die Juden besser zu überwachen. Zudem konnten so die Deportationen von Juden leichter durchgeführt werden, da in den Häusern viele Juden zusammen lebten. Damit war deren Transport zu den örtlichen Sammelstellen, von wo aus die Juden nach Osten deportiert werden sollten, für die Verfolgungsbehörden leichter umsetzbar.

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