Der Orden wird durch Dominikus (1173-1221) gegründet, dessen wohlhabende Familie aus Caleruega, nahe Burgos, stammt. Er lebt als Chorherr am Domstift von Osma im Norden Spaniens und organisiert eine Gruppe von Predigern, die theologisch ausgebildet der Bevölkerung die Ideen des Christentums nahebringen und die religiösen Schriften erklären sollen. Die Mönche verzichten auf Besitz und leben vom Almosensammeln (Bettelorden). Der Orden wird 1216 durch Papst Honorius III. anerkannt. Er gilt als der große Predigerorden des Mittelalters, der sich dem Papsttum und einer konservativen Auslegung theologischer Schriften verpflichtet fühlt. Er spielt daher eine zentrale Rolle in der Inquisition, der sog. Ketzer- und Hexenverfolgung.
» siehe auch Mendikanten;