1935 wird eine Umfrage in den Landkreisen des Bezirksverbandes Nassau zu den Sozialstationen in kirchlicher Trägerschaft durchgeführt. Dabei stellen die Parteiorgane die positive Einstellung der Bevölkerung zum Orden wegen seiner erfolgreichen Krankenambulanzenen fest, sehen darin eine Gefahr für den Nationalsozialismus. In fast allen hessischen Städten und Gemeinden liegen die ambulante Krankenpflege, die Kinderbetreuung und viele Krankenhäuser in der Hand der Katholischen Orden und der protestantischen Diakonie. Mit dieser Denkschrift beginnt eine neue Phase der antikirchlichen Politik der Nationalsozialisten. Krankenhäuser und Ambulatorien werden vom Staat übernommen, 1941 werden alle Kindergärten enteignet, die Nähschulen verboten und die Jugendarbeit eingeschränkt.
» siehe auch Klostersturm;