hebr. חזן, Amt des Vorsängers, Kantors im jüdischen Gottesdienst. Die ursprüngliche Bezeichnung war חזן הכנסת chasan haknesset „Diener der Synagoge“, der in biblischer Zeit sowohl verantwortlich für das Synagogengebäude selbst war, als auch im Gottesdienst im Auftrag des Vorstehers Aufgaben übernahm. Das Amt des Vorbeters oder Vorsängers entstand in einer Zeit, in der die Liturgie weiter ausgestaltet wurde und das Vorlesen aus der Thora spezielle Kenntnisse erforderte. Um die Liturgie feierlicher zu gestalten, sollten die Texte gesungen vorgetragen werden. Diese Funktion übernahm der Chasan. Ursprünglich war das Vorbeten kein festes Amt, sondern während des Gottesdienstes wurde ein Mann aus der anwesenden Gemeinde vom Vorsteher zum Vorbeten aufgerufen. Dieser wurde Scheliach Zibbur, hebr. שליח צבור "Beauftragter der Gemeinde" genannt.
» siehe auch Scheliach zibbur;