Ältester der noch heute bestehenden Frauenorden; der Gründer, Benedikt von Nursia, stirbt 547 und gilt durch die Festlegung der Ordensregeln als Begründer der europäischen Orden. Drei zentrale Gelübde bilden den Kern der Klosterregeln: stabilitas = innere und örtliche Beständigkeit; conversio morum = Umkehr zu monastischer Sittenstrenge; obedentia = Gehorsam gegenüber dem Abt; „Ora et labora“ - Beten und Arbeiten als zentrale Aufgaben der Klosterinsassen. Die Nonnen tragen einfache Kleidung, einen braunen Habit. Auf den Synoden von Aachen 816 und 817 werden mit kaiserlicher Unterstützung (Karl der Große) einheitliche Regeln für alle Klöster des Frankenreiches durch Abt Benedikt von Aniane festgelegt; im 10.-12. Jahrhundert erlebt der Orden eine neue Blütezeit.