Erster von der Kurhaus-Pachtgesellschaft erbohrter Brunnen
Der Stahlbrunnen wurde 1841 von dem Ingenieur Jules Ribes im Auftrag der Kurhaus-Pachtgesellschaft erbohrt. Er war der erste Brunnen, den die Kurhausgesellschaft, die sich verpflichtet hatte, das Kurwesen zu fördern, erbohren ließ. Aufgrund des hohen Eisengehalts seines Wassers, der auch seinen Namen prägte, wurde er in erster Linie in der Trinkkur, vorwiegend bei Blutarmut, eingesetzt. Der Gießener Chemiker und Universitätsprofessor Julius Liebig untersuchte 1842 und erneut der Homburger Apotheker Eduard Fresenius 1872 sein Wasser. Bereits 1846 musste die vom Eisen zerfressene Blechröhre durch eine gusseiserne, zehn Jahre später durch eine kupferne, ersetzt werden. Die erste Neufassung des Brunnens erfolgte 1867. Das Aussehen des Brunnens war eher schlicht, die in einer Bodenvertiefung liegende Quelle war von einfachen Eisenstäben in Form eines ein- und ausschwingenden Ovals umgrenzt. 1965/66 erfolgte die heutige Neugestaltung, bei der ein achteckiger Sockel die vertieft liegende, ebenfalls achteckige Zapfstelle umgibt, zu der vom Weg aus eine Treppe führt.
Nutzen Sie die nachfolgenden Links, um vergleichbare Beispiele in den Orten der Kur aufzurufen.
StA HG, E 41, Nr. 234
HHStAW, Bestand 3011, Nr. 2397
Kurpark S. 33
Baeumerth, Kennen S. 38-41
Lingens, Frühgeschichte S. 25-28
„Stahlbrunnen, an der Brunnenallee gegenüber des Brunnensälchens“, in: Orte der Kur <https://www.lagis-hessen.de/de/odk/record/id/1113> (aufgerufen am 05.05.2026)