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Hessian Biography

Portrait

Christian Landgraf von Hessen-Kassel
(1622–1640)

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Hessen-Kassel, Christian Landgraf von [ID = 5781]

* 5.2.1622 Kassel, † 14.11.1640 Bückeburg im Hauptquartier der schwedischen Armee, Begräbnisort: Kassel Martinskirche, 15.12.1640
Other Names | Activity | Family Members | References | Life | Citation
Activity

Career:

  • 1634 Rektor der Universität Kassel
  • 1640 in schwedischen Kriegsdiensten als Befehlshaber einer Kompanie
Family Members

Father:

Hessen-Kassel, Moritz Landgraf von, 1572–1632

Mother:

Nassau-Dillenburg, Juliane Gräfin von, 1587–1643

Relatives:

References

Bibliography:

Image Source:

Landgraf Christian, Stich (Ausschnitt), Archiv der Hessischen Hausstiftung H 588, in: Franz, Das Haus Hessen, Darmstadt 2012, S. 101

Life

Christians kurzes Leben war von den Ereignissen des Dreißigjährigen Krieges überschattet und bestimmt. Dennoch wurde ihm zunächst eine sorgfältige Erziehung zuteil, und 1636 führte ihn eine Bildungsreise nach England, Frankreich, in die Niederlande und die Schweiz sowie nach Italien. In Breisach besuchte er auf dem Rückweg nach Kassel die Armee des in französischem Sold stehenden Herzogs Bernhard von Sachsen-Weimar (1604–1639). Durch dessen Tod 1639 am Eintritt in seine Dienste gehindert, begab sich Christian Ende des Jahres nach Stockholm. Dort wurde er von Königin Christine (1626–1689) und Axel Oxenstierna (1583–1654) als Hauptmann bestallt und mit einem Empfehlungsschreiben in das schwedische Hauptquartier nach Bückeburg gesandt. Hier fiel der 18-Jährige während eines Gastmahls bei dem als Trinker berüchtigten Feldmarschall Johan Banér (1596–1641) einer Alkoholvergiftung zum Opfer, die offiziell als hitziges Fieber kaschiert wurde.

Holger Th. Gräf

(Text identisch mit: Franz, Das Haus Hessen, S. 101)

Citation
„Hessen-Kassel, Christian Landgraf von“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/138135576> (Stand: 15.4.2021)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde