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Hessische Biografie

Portrait

Michael Schnabrich
(1880–1939)

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GND-Nummer

130109495

Schnabrich, Michael [ID = 3361]

* 6.8.1880 Stadtsteinach (Oberfranken), † 9.10.1939 Sachsenhausen Konzentrationslager, Begräbnisort: Kassel Hauptfriedhof
Schuhmacher, Politiker, Abgeordneter, Widerstandskämpfer
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • 1886-1894 Besuch der Volksschule in Stadtsteinach
  • 1894-1897 Schusterlehre bei einem Schuhmachermeister in Kulmbach
  • 1897-1900 Wanderschaft
  • 1899 Eintritt in den Zentralverband der Schuhmacher und in die SPD
  • 1902-1904 Wehrdienst
  • 1905-1909 hauptamtlicher Sekretär der Schuhmachergewerkschaft, Wermelskirchen
  • 1909-12.1912 Angestellter des Schuhmacherverbandes in Frankfurt am Main
  • 1912 Gefängnisstrafe wegen Majestätsbeleidigung
  • 1912 Kandidatur zur Reichstagswahl im 6. kurhessischen Wahlkreis Hersfeld-Hünfeld-Rotenburg
  • 1913 Parteisekretär in Hanau
  • 1914 Soldat, verwundet, wegen Tapferkeit vor dem Feinde mit dem Eisernen Kreuz zweiter Klasse ausgezeichnet
  • 1918 Rückkehr als Kriegsbeschädigter (60 Prozent) nach Gasvergiftung
  • 1918-1919 Vorsitzender des Arbeiter- und Soldatenrates Hanau
  • 1919 hauptamtlicher Sekretär des Ortskartells der Freien Gewerkschaften in Hersfeld
  • 1919-1920 Mitgeschäftsführer der „Verlag Volksstimme GmbH“ in Hersfeld
  • Stadtverordneter in Hersfeld, Mitglied des Landesausschusses Hessen, Mitglied des Krankenhausausschusses des Kreises Hersfeld
  • 1919-1926 Mitglied des Kurhessischen Kommunallandtags des preußischen Regierungsbezirks Kassel bzw. des Provinziallandtages der preußischen Provinz Hessen-Nassau für den Kreis Hersfeld, dort 1919-1922 Mitglied des Hauptausschusses, 1921 und 1926 Mitglied des Landesausschusses (SPD, Sozialistische Arbeitsgemeinschaft)
  • 1921-1924 Mitglied des Preußischen Staatsrates
  • 1924-1933 Mitglied des Deutschen Reichstags für den Wahlkreis 19 Hessen-Nassau
  • 1933 vorübergehend inhaftiert, Umzug nach Kassel, dort Eröffnung des Kinos "Schauburg"
  • 1.9.1939 Verhaftung, Verbringung in das Konzentrationslager Sachsenhausen
  • 16.9.1939 Einlieferung in das Konzentrationslager Sachsenhausen bei Oranienburg

Funktion:

  • Hanau, Stadtverordnetenversammlung, Mitglied, 1918-1919
  • Kassel, Regierungsbezirk, Kommunallandtag, Mitglied (SPD), 1919-1926
  • Hersfeld, Beigeordneter im Stadtparlament, 1921-1924
  • Hersfeld, Stadtverordnetenversammlung, Mitglied, 1925-1926
  • Hersfeld, Kreis, Kreistagsabgeordneter, 1926
  • Deutsches Reich, Reichstag, Mitglied, 1924-1933

Lebensorte:

  • Stadtsteinach (Oberfranken); Kulmbach; Weißenfels an der Saale; Wermelskirchen (Kreis Bergisch-Gladbach); Frankfurt am Main; Hersfeld; Hanau; Kassel; Sachsenhausen bei Oranienburg
Familie

Vater:

Schnabrich, Konrad, Tagelöhner und Waldarbeiter

Mutter:

Bauerschmidt, Margaretha

Partner:

  • Dabelow, Emma, * Windelsbach 13.2.1880, Heirat Weißenfels um 1900

Verwandte:

  • Schnabrich, Konrad <Sohn>, * Weißenfels 1901
  • Schnabrich, Gretchen <Tochter>, * 1905
  • Schnabrich, Paul <Sohn>, *1911
Nachweise

Quellen:

Literatur:

Zitierweise
„Schnabrich, Michael“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/130109495> (Stand: 29.5.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde