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Hessische Biografie

Portrait

Heinrich III. Graf von Nassau-Breda
(1486–1538)

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Nassau-Breda, Heinrich III. Graf von [ID = 2263]

* 12.1.1486 Siegen, † 14.9.1538 Breda
Graf, Feldherr, Staatsmann,
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Familie

Vater:

Nassau-Dillenburg, Johann V. von

Mutter:

Hessen, Elisabeth Landgräfin von

Partner:

  • Savoyen, Franziska von, † 1511
  • Chalon und Orange, Claudia von, † 1521
  • Mendoza, Menzia von und Markgräfin von Zenette, 1508–1554
Nachweise

Literatur:

  • Arnoldi 2 (1800) 212-231;
  • Schliephake 2 (1867) 29;
  • Schliephake 5 (1879) 531 f.;
  • Schliephake 6 (1884) 195 f.;
  • ADB 11 (1880) 551 f.;
  • Demandt, Geschichte Hessens 402 ff.;
  • Renkhoff, Nassauische Biographie 2. Aufl. 3012;
Leben

Graf Heinrich III. von Nassau-Breda hielt sich seit 1499 am Hof seines Onkels, Graf Engelbert II. von Nassau-Breda (1451-1504), auf, der ihn ausbildete und ihm seinen reichen niederländischen Besitz vererbte. Im Dienst Erzherzog Philipps wurde er 1503 zum Statthalter über Vianden ernannt. Seit 1507 war er unter König Maximilian und Kaiser Karl V. Oberbefehlshaber der Kriegsvölker in den Niederlanden, 1509 Droste, 1512 Statthalter und Generalkapitän von Brabant. 1515-1522 war er Statthalter von Holland. Danach stand er im Dienst Kaiser Karls V. in Spanien, Italien, Deutschland und den Niederlanden.

Nach des Vaters Tod 1516 übernahm er die Regierung im niederländisch-luxemburgischen Teil Nassaus (Herrschaft Breda und Grafschaft Vianden). Seine Beschäftigung mit der Genealogie des Hauses Nassau fand ihren Niederschlag in der künstlerischen Ausgestaltung der Gobelins, die er seinem Bruder Graf Wilhelm für Dillenburg geschenkt hat. Über seinen Sohn Prinz Renatus hat Wilhelm der Schweiger, Wilhelms ältester Sohn, die reichen oranischen Besitzungen geerbt.

(Otto Renkhoff)

Zitierweise
„Nassau-Breda, Heinrich III. Graf von“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/121673391> (Stand: 14.9.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde