Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Hessische Biografie

Portrait

Henriette Fürth
(1861–1938)

Symbol: Anzeigemodus umschalten Symbol: Anzeigemodus umschalten Symbol: Druckansicht

Fürth, Henriette [ID = 3258]

* 15.8.1861 Gießen, † 8.6.1938 Bad Ems, jüdisch
Sozialpolitikerin, Frauenrechtlerin, Soziologin, Publizistin
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Andere Namen

Geburtsname:

Katzenstein, Henriette

Pseudonym(e):

Stein, Gertrud

Wirken

Werdegang:

  • 1919-1924 Stadtverordnete der SPD in Frankfurt
  • Bis 1933 vielfätiges sozialpolitisches Engagement, u.a. im Bund für Mutterschutz, in der Centrale für private Fürsorge und in der Rechtsschutzbewegung
  • Mitglied des Instituts für Gemeinwohlfahrt, der Arbeiterwohlfahrt und der Volkshochschule
  • Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands
  • Erstes weibliches Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie
  • Kuratoriumsmitglied der Universität Frankfurt am Main
  • 1931 anlässlich ihres 70. Geburtstages mit der Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main und einer Ehrenurkunde der Universität Frankfurt ausgezeichnet
  • seit 1933 zurückgezogen lebend
  • 1961 Gedenkfeier auf dem jüdischen Friedhof der Stadt Frankfurt am Main

Werke:

  • Die Berufstätigkeit des weiblichen Geschlechts und die Berufswahl der Mädchen, 1897-1915 13 Aufsätze in den Sozialistischen Monatsheften.
  • Henriette Fürth - Streifzüge durch das Land eines Lebens. Autobiografie einer deutsch-jüdischen Soziologin, Sozialpolitikerin und Frauenrechtlerin, hrsg. von Monika Graulich, Claudius Härpfer, Gerhard Wagner, (Schriften der Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen ; 25), Wiesbaden: Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen, 2010.

Lebensorte:

  • Frankfurt am Main
Familie

Vater:

Katzenstein, Siegmund, Holzhändler

Mutter:

Loeb, Sophie

Partner:

  • Fürth, Wilhelm (1880), aus Darmstadt

Verwandte:

  • Fürth, Walter Zeev <Sohn>, 1898-1974, lebte in Haifa, Israel
  • Fürth, Jeanette, geb. Spier <Schwiegertochter>, besuchte 1983 als Ehrengast die Stadt Frankfurt am Main
  • Katzenstein, Simon <Bruder>, Sozialist
Nachweise

Quellen:

  • Institut für Personengeschichte, Bensheim, Sammlung Personen und Familien: Fürth.

Literatur:

  • Paul Arnsberg, Die jüdischen Gemeinden in Hessen, Band 3, Bilder - Dokumente, 1973, S. 74;
  • Angelika Epple, Henriette Fürth und die Frauenbewegung im deutschen Kaiserreich. Eine Sozialbiographie, 1999;
  • Henriette Fürth. Eine biographische Würdigung anlässlich der erstmaligen Verleihung des Henriette-Fürth-Preises für herausragende Abschlussarbeiten zur Frauen- und Genderforschung an hessischen Fachhochschulen, 2004;
  • Ina Seibel, Frauenbewegung, Sozialdemokratie und Judentum - Henriette Fürth als Randseiterin (1861-1938), Staatsarbeit Frankfurt;
  • Henriette Fürth - Streifzüge durch das Land eines Lebens. Autobiografie einer deutsch-jüdischen Soziologin, Sozialpolitikerin und Frauenrechtlerin, hrsg. von Monika Graulich, Claudius Härpfer, Gerhard Wagner, (Schriften der Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen 25), Wiesbaden: Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen, 2010.

Bildquelle:

Angelika Epple, Henriette Fürth und die Frauenbewegung im deutschen Kaiserreich. Eine Sozialbiographie, 1999.

Zitierweise
„Fürth, Henriette“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/119372622> (Stand: 16.3.2011)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde